Nachholspiel am Dienstag: SBC Traunstein - TSV Kastl

Ex-Profi Divkovic bringt Traunstein wieder auf Schlagdistanz

Feierte nach langer Verletzungspause wieder sein Comeback und gleich einen Sieg: Maxi Probst.
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Feierte nach langer Verletzungspause wieder sein Comeback und gleich einen Sieg: Maxi Probst.

Traunstein - Bereits am gestrigen Dienstag kämpften der SBC Traunstein und der TSV Kastl im Nachholspiel der Landesliga Südost wieder um die Punkte. Dabei avancierte ein Ex-Profi zum Matchwinner für die Traunsteiner, bei denen Torjäger Maxi Probst, der nächste Saison für den SV Kirchanschöring auflaufen wird, nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte.

Nach den bitteren Pleiten am Wochenende für die beiden Teams - der SB Chiemgau Traunstein verlor trotz spielerischer Vorteile knapp gegen den VfB Hallbergmoos und der TSV Kastl unterlag im Duell der Offensivmächte gegen den TSV Grünwald und das obwohl man 40. Minuten in Überzahl spielte - wollten beide diese Begegnung unbedingt für sich entscheiden. Die Teams starteten munter in die Begegnung, die in den ersten dreißig Spielminuten sehr ausgeglichen war. Beide Equipen kamen in dieser Phase immer wieder zu kleineren Chancen. 

Die erste hatte der Gastgeber nach sechs Minuten. Ethan Monaghan wurde einen kurzen Augenblick alleine gelassen, der zögerte nicht lange und zog aus mittlerer Distanz ab. TSV-Keeper Endlmaier konnte die Situation entschärfen. Die Gäste machten in der 13. Minute das erste Mal auf sich aufmerksam, als ein Kastler einen Schuss abfeuerte, der allerdings ebenfalls sein Ziel verfehlte. 

Ab der 27. Spielminute in etwa wurden die Hausherren dominanter und erspielten sich nun mehrere Torchancen. So versuchten Koby Greaves (27. Minute), Noah Hrdlicka (30. Minute) und Florian Mayer (30. Minute) ihr Glück, jedoch verpassten auch sie die Führung für die Chiemgauer. Die kleine Drangperiode der abstiegsbedrohten Traunsteiner hielt nur kurz an, denn auch die Kastler schalteten einen Gang nach oben und konnten sich aus dieser Phase unbeschadet befreien und selber wieder Akzente setzten. In der 40. Spielminute zirkelte Hannes Langenecker einen Freistoß nur knapp am Traunsteiner Gehäuse, welches von Marc Richter gehütet wurde, vorbei.

Als die rund 155 Zuschauer schon mit der Nullnummer rechneten und sich schon fast Richtung Kiosk bewegten, trafen die Hausherren doch noch zur Führung. Neuzugang und Ex-Profi Goran Divkovic, der auch schon am Wochenende gegen Hallbergmoos traf, wurde von der Kastler Abwehr kurz alleine gelassen. Divkovic nutzte die Situation ganz abgebrüht aus und netzte zur 1:0-Pausenführung für Traunstein ein. 

Rund 120 Sekunden nach Wiederanpfiff hätte der schnelle Mike Opara auf 2:0 für Traunstein stellen können, jedoch war sein Schuss zu unplatziert und konnte vereitelt werden. Kastl brauchte ein wenig Anlaufzeit, um wieder Druck auf die SBC-Abwehr ausüben zu können, doch ab der 60. Minute wurden die Gäste immer stärker. Sebastian Pietsch verpasste nach einer Stunde Spielzeit mit seinem scharfen Torschuss den Ausgleich.  Von Minute zu Minute wurden die Kastler nun stärker, die ab der 75. Minute auf volle Offensive umstellten. 

Beim SB Chiemgau Traunstein gab es in der 80. Spielminute ein erfreuliches Comeback. Torjäger Maxi Probst, der dem SBC aufgrund einer lang andauernden Verletzung fehlte, feierte zehn Minuten vor dem Ende sein Comeback und sollte seine Mannen mit seiner technischen Stärke und Abgeklärtheit dazu verhelfen den Ball zu halten und dem TSV Kastl etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen. 

Kastl fand dennoch immer wieder zu gefährlichen Aktionen, sei es durch Freistöße, Ecken, die immer wieder für Gefahr im Traunsteiner Strafraum sorgten oder auch gefährliche Abschlüsse. Für den gefährlichsten Abschluss sorgte Timo Pagler, der es in der 90+1. Spielminute nochmals versuchte, jedoch scheiterte, womit die Traunsteiner einen ungemein wichtigen Heimdreier einfuhren und wieder auf Schlagdistanz auf das rettende Ufer ist. 

Bereits am Freitag geht es für den SBC weiter. Dann empfängt der Sportbund den FC Moosinning zum Abstiegskracher, bei dem eine Niederlage für Traunstein fast verboten ist. Der TSV Kastl muss ebenfalls am Freitag ran. Dann geht es zu einem richtig dicken Brocken, dem Tabellenzweiten SE Freising, vielleicht kann der TSV ein wenig Schützenhilfe für die Wasserburger Löwen leisten. 

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