Vorschau: SV Erlbach - TSV Ampfing

Ampfing zu Gast bei Spitzenreiter Erlbach

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Ampfings Trainer Klaus Seidel muss in Erlbach unter Umständen improvisieren.

Erlbach - Tabellenführer gegen Schlusslicht heißt es am Sonntag um 15 Uhr, wenn der SV Erlbach den TSV Ampfing am elften Spieltag der Fußball-Landesliga Südost erwartet. Die Favoritenbürde liegt ganz klar bei den Gastgebern und alles andere als ein Heimsieg für die Mannschaft um Spielertrainer Lukas Lechner wäre eine faustdicke Überraschung.

„Wir haben in Erlbach nichts zu verlieren“, weiß auch Ampfings neuer Trainer Klaus Seidel, der ja zum Einstand letzte Woche ein 1:1 gegen den ASV Dachau eingefahren hat, der dem Dachauer Trainer Steven Zepeda den Job gekostet hat. Die Partie zwischen dem Spitzenreiter und dem Schlusslicht ist ein echtes Duell der Gegensätze. Die Gastgeber haben in zehn Spielen schon 25 Mal getroffen, die Gäste gerade acht Mal. Haben die Angreifer Endurance Ighagbon (6 Tore), Sebastian Hager (5) und Hannes Maier (2) allein 13 Treffer erzielt, so bringen es die Amfinger Stürmer Daniel Toma (2) und Onur Kaya (1) gerade mal auf drei Treffer.

Fragezeichen hinter Buljubasic und Meingaßner

Die Voraussetzungen für das Duell beim Spitzenreiter sind auf Seiten der Gäste überdies alles andere als günstig, zumal eine Grippewelle bei den Schweppermännern grassiert, die auch den Coach von Samstag bis Dienstag außer Gefecht gesetzt hat. „Wir werden mit dem leben müssen, was wir haben“, so Seidel, der freilich noch nicht genau, wer rechtzeitig auf die Beine kommt. Sicher nicht dabei ist weiterhin Jonas Frisch, den die Grippe am heftigsten erwischt hat. Ob Nadil Buljubasic, der ja wegen eine Knieverletzung gegen Dachau erst zu seinem Saisondebüt gekommen ist, auflaufen kann, entscheidet sich wegen einer Muskelverhärtung ebenfalls kurzfristig. Und auch hinter Rechtverteidiger Marcel Meingaßner, der sich in der Arbeit eine Fingerverletzung zugezogen hat, steht ein Fragzeichen.

Ampfing will befreit aufspielen

Wegen der Grippe waren in den ersten beiden Einheiten am Anfang der Woche jeweils nur rund zehn Mann im Training, beim Abschlusstraining am Freitagabend sollte auch Neuzugang Simon Kürbs erstmalig dabei sein. Ob der Angreifer gleich mit nach Erlbach fährt, ist freilich noch nicht sicher. Trotz der vielen negativen Vorzeichen gibt sich Ampfings Sportlicher Leiter Adrian Malec verhalten optimistisch: „Das ist ein Derby, da kann viel passieren. Aber grundsätzlich sind solche Konstellationen ja immer heiß. Der Spitzenreiter hat immer Angst vor einer Blamage und vom Letzten wird nichts erwartet, so dass der befreit aufspielen kann.“

Dass ausgerechnet in der langen Trainingswoche so viele Ausfälle zu verzeichnen waren, empfindet auch Malec als ärgerlich: „Da hätten wir im körperlichen Bereich schon eine Schippe drauflegen können. Wer im Abstiegskampf die körperlichen Voraussetzungen nicht mitbringt, der wird wahrscheinlich keine Chance haben. Man hat im Spiel mal mehr Glück und mal weniger, aber die Fitness ist etwas, das man selber in der Hand hat. Und da legt der neue Trainer auch großen Wert darauf. Inwieweit wir seine Spielidee schon in den nächsten Begegnungen umsetzen können, muss man abwarten. Wichtig ist, dass die Idee da ist, dass etwas erkennbar ist.“

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Pressemitteilung TSV Ampfing (MB)

Quelle: rosenheim24.de

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