TuS Geretsried - ESV Freilassing 2:3

Eisenbahnern gelingt Auswärtscoup in Geretsried!

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Dem ESV Freilassing ist beim TuS Geretsried der große Sprung gelungen. Daniel Leitz(r.) glänzte dabei als Torschütze - er erzielte alle drei Treffer der Eisenbahner.

Geretsried - Mit gekonnt und effizient ausgespielten Kontern ergatterte sich der ESV Freilassing in einer hochspannenden Zitterpartie beim TuS Geretsried drei ganz wichtige Auswärtszähler. Mit Glück, Geschick und ihrem Torhüter Schönberger behielten die Eisenbahner am Ende die Oberhand. Durch den bitter nötigen Erfolg wahrten die weiter in der Gefahrenzone beheimateten Freilassinger den Anschluss ans immer enger zusammenrückende Mittelfeld der Landesliga.

Im Auswärtsspiel in Geretsried lagen die Freilassinger schnell in Front. ESV-Flitzer Daniel Leitz sorgte bereits in der zehnten Minute für Jubel bei den Gästen: Der Treffer resultierte aus dem schnellen und zielstrebigen Umschaltspiel der Grenzstädter. Es ging zu flott für die Einheimischen, der gut in Szene gesetzte Leitz entwischte - und markierte das frühe 0:1.


Dies sollte den zwischenzeitlichen Trend aber keinesfalls die generelle Richtung wiedergeben. Denn Geretsried machte Druck, erarbeitete sich Eckstoß um Eckstoß - und hatte im Laufe der ersten Hälfte der Begegnung auch fünf, sechs richtig dicke Möglichkeiten. Meistens durch das Zentrum.

Schönberger rettet frühe Führung - Leitz trifft zweifach

Stefan Schönberger, der Schlussmann der Eisenbahner, erwies sich als großer Rückhalt seines Teams und vereitelte ein ums andere Mal Großchancen der Gastgeber. Zweimal konnte er mit dem Fuß klären, zweimal parierte er Klasse mit der Hand - und einmal hatte er auch das nötige Fortune, als ein Ball nur knapp vorbei ging.


Mit Zug und Tempo nach vorne bekam der ESV bei seinen Kontern immer wieder gute Gelegenheiten - und nutzte sie auch eiskalt aus. Genau so fiel auch ein weiterer umjubelter Treffer für die Truppe von Gästecoach Josef Aschauer. Und wie sollte es anders sein - wieder war es Leitz, der Geretsriet verdutzt dreinblicken und am Verlauf des Matches zweifeln ließ. Er traf in der 33. Minute zum 0:2.

Geretsried macht umgehend den Anschlusstreffer

Doch wie gewonnen, so zerronnen. Kaum war das Spiel wieder angepfiffen, leistete sich der Gast einen folgenschweres Missverständnis bei einem Ball der Geretsrieder ins Zentrum, welches die Hausherren sofort für sich zu nutzen wussten: Ein Freilassinger hätten eigentlich das Leder unbedrängt zu seinem Keeper zurückköpfen können, wollte es stattdessen jedoch mit der Brust an - und herunternehmen. Dabei verstolperte er das Spielgerät, sofort war ein Geretsrieder da, schnappte sich den Ball, ging allein auf Schönberger zu - und legte an diesem vorbei quer für Michael Bachuber, der nur noch zum 1:2 ins leere Tor einschieben musste (35.).

Service:

Der TuS war also wieder dran. Wieder einmal brachte ein individuelle Fehler den ESV in Bedrängnis. Denn die Heimelf versuchte natürlich schnellstmöglich zum Ausgleich zu gelangen. Und bekam auch gleich eine weitere Großchance: Wieder ging es flott durch das Zentrum, in welchem die Gastgeber oft die Oberhand behielten, und die Geretsrieder steckten gut durch auf Johannes Bahnmüller, der vor der Viererkette der Gäste abzog - doch wieder war Schönberger im Kasten des ESV zur Stelle, mit der Hand dran und konnte die Gefahr bannen (42.).

Erneuter Konter - Leitz mit dem dritten Streich des ESV

Kurz darauf konterten die Eisenbahner noch vor der Pause erneut überfallartig. Nach einem langen Ball lief Leitz, der bereits zweimal getroffen hatte, mit seiner Geschwindigkeit der Abwehr des TuS davon. Er passte quer auf Mario Switil, der in den Strafraum der Platzherren eindrang und dort überlegt noch einmal auf Leitz zurückgab - so dass der Goalgetter der Freilassinger vor dem leeren Gehäuse zum dritten Mal vollstrecken durfte und auf 1:3 stellte (45.).

Diese Zwei-Tore-Führung mit dem psychologisch wichtigen Punch direkt vor dem Halbzeitpfiff nahmen die Gäste auch mit in die Kabine. Es lief gut für den ESV. Zwar gehörte den Gastgebern die Spielfeldmitte und daraus ergaben sich für Geretsried auch die zwingenderen Möglichkeiten - doch die Grenzstädter hatten in den entscheidenden Szenen das Glück des Tüchtigen, einen klasse agierenden Schlussmann und knackten den TuS durch ihr brandgefährliches und brutal effizientes Umschaltspiel.

Nach dem Seitenwechsel dominiert Geretsried

Doch nach dem Seitenwechsel hatten die Eisenbahner noch einiges zu überstehen und einen ganz langen Weg zu gehen. Denn der zweite Durchgang gehörte bis auf wenige Ausnahmen ganz den Geretsriedern, die jetzt deutlcih erkennbar das Heft in die Hand nahmen.

Der ESV konnte nicht mehr wie noch vor der Pause seine Akzente und regelmäßigen Nadelstiche setzen - denn es gelang den Gästen jetzt nicht mehr diese Aktionen vernünftig zu Ende zu spielen. Mal kam der Ball einen Tick zu lang, mal misslang die Ballannahme. Die Dominanz des TuS nahm unterdessen stetig zu.

Otto rettet auf der Linie - aber Bahnmüller bring TuS heran

Geretsried machte jetzt richtig viel Druck - und die Gäste hatten alle Hände voll damit zu tun, sich diesem zu erwehren. In einer ganz brenzligen Situation hätte es fast geklingelt - doch erst konnte Tausendsassa Schöneberger noch abwehren und den Nachschuss der Gastgeber kratzte dann Nikolaus Otto von der Linie.

Die Spielanteile in der zweiten Halbzeit waren eindeutig verteilt. Sie gehörten größtenteils dem TuS, der drückte und die Freilassinger mächtig in die Defensive drängte. Manche heikle Szene überstanden die Gäste unbeschadet - nicht jedoch alle. In der 64. Minuten beförderte Geretsrieds Johannes Bahnmüller den Ball zum 2:3 über die Linie, brachte die Gastgeber wieder heran - und sorgte endgültig für eine heiße Schlussphase.

Freilassing verpasst viertes Tor - und muss bis zum Ende zittern

Einen tollen Tempogegenstoß hatten die Freilassinger allerdings noch im Köcher: In dieser Situation spielte der ESV es sehr gut. Über den eingewechselten Marco Weishäupl und Leitz ging es über die rechte Seite, das Leder erreichte Albert Deiter, der halbrechts in den Sechzehner eindrang - und dort überlegt quer legte. Kapitän Michael Mayer kam aus der Mitte kommend nur acht Meter vor dem TuS-Gehäuse in bester Position zum Abschluss - aber auch Geretsrieds Torhüter Gianluca Placentra konnte sich auszeichnen und bewahrte die Seinen mit einer Glanzparade vor weiterem Unheil.

Das hätte das 2:4 sein können - und die Eisenbahner hätten wahrscheinlich Ruhe und den wichtigen Auswärtsdreier im Sack gehabt. Doch da der Ball eben nicht drin war, mussten sie schließlich bis zum Ende um die Punkte zittern. Letzten Endes brachten die Gäste den ersehnten Auswärtserfolg aber doch über die Zeit und nachhause.

ESV mit dem nötigen Glück - wichtiger Auswärtsdreier

"Wir haben heute einfach ein wahnsinnig gutes uns schnelles Umschaltspiel gezeigt. Und daraus sind dann folgerichtig auch unsere drei Treffer entstanden. Das haben wir schon richtig geschickt und vor allem effizient gemacht. Aufgrund der zweiten Halbzeit muss ich sagen, dass ein Unentschieden auch gerecht gewesen wäre. Soviel Spielanteile wie Geretsried hatte, so viel Druck sie erzeugt haben. Aber da haben wir eben auch einmal das Glück gehabt, das man braucht, wenn man unten heraus kommen will. Für uns sind das natürlich unglaublich wichtige drei Punkte!", so der Sportliche Leiter des ESV Alfons Rehrl nach der Partie.

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Pressemitteilung ESV Freilassing / cs

Quelle: rosenheim24.de



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