FC Deisenhofen - SV Erlbach 0:1

Bruches Hammer beschert Erlbach Sieg in Deisenhofen!

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Der Schütze des goldenen Tores: Erlbachs Marc Bruche(l.) - hier im Duell mit Deisenhofens Michael Vodermeier.

Deisenhofen - Einen ganz bitteren Abend erlebten die Blauhemden vom FC Deisenhofen im Heimspiel gegen den SV Erlbach. Und einen glückseligen die Holzländer. Die Gäste wehrten sich auswärts beim Favoriten nach Kräften, nahmen teilweise die nötige Portion Glück in Anspruch, hielten aber stets die Null - und schlugen dann eiskalt zu. Durch einen Geniestreich von Marc Bruche. Schock für die Gastgeber - Auswärtssieg Erlbach.

Obwohl die Gastgeber sich im Vorfeld einiges vorgenommen hatten, gelang ihnen zunächst nicht viel. Denn gegen den ehemaligen Bayernligisten aus Erlbach, der die vorherige Landesliga-Saison nach langem Abstiegskampf schließlich auf Rang Elf beendete und nach einem personellen Umbruch, inklusive Trainerwechsel von Robert Berg zu Manuel Kagerer, seine Ansprüche gesenkt hat, sollte definitiv ein Heimsieg her.


Deisenhofen will Heimspiel gegen Erlbach nicht ungenutzt lassen

"Das Ziel der Erlbacher ist der Klassenerhalt. Dementsprechend werden sie versuchen, bei uns eine Niederlage zu vermeiden und eher defensiv auftreten. Wenn wir um den ominösen zweiten Platz mitspielen wollen, dann müssen wir zuhause gewinnen. Wir können nicht immer die Auswärtsspiele nutzen, um verlorene Punkte aus den Heimspielen wettzumachen. Die Chancenverwertung muss besser werden, aber das wissen die Spieler selber.", ließ sich FCD-Trainer Peter Schmidt vor der Partie zitieren. Umsetzen konnte seine Mannen dies gegen den SVE nicht.

Service:

Die Erlbacher agierten gewohnt kämpferisch, brachten ihren "Fighting Spirit" auf den Platz und operierten mit einer in der Tat gut organisierten Defensive, die kaum einmal etwas zuließ. Das Spiel nach vorne war nicht ihre oberste Prämisse. Die Gastgeber leisteten sich ungewohnt viele Fehlpässe und - was öfter einmal ihr Manko ist - einen zu pomadigen Spielaufbau. Große Highlights gab es also nicht zu bewundern in diesem ersten Durchgang.


Beide Teams mit wenig gelungenen Offensivaktionen

Erlbach versuchte vereinzelt zu kontern. Die einzige wirkliche Chance machte aber Lukas Hohenberger im Kasten der Deisenhofener zunichte, als er bei einem Angriff der Gäste am Strafraumeck blockte - der Nachschuss brachte dem SVE nichts ein (20.). Die Blauhemden versuchten es ihrerseits mit Schüssen aus der zweiten Reihe, die aber ebenfalls nichts Zählbares brachten. Nach 35 Minuten setzte sich Buchbach-Rückkehrer Martin Mayer durch - und legte auf Luis Fischer ab, der jedoch drüber hielt.

Beide Teams taten sich also schwer - und zur Halbzeit stand ein gerechtes 0:0. Ein Teilerfolg für den SV Erlbach - denn die letzten vier Aufeinandertreffen konnte der FCD allesamt für sich entscheiden, der SVE wartete seit dem Relegations-Hinspiel im Mai 2016 auf einen Sieg. Doch es sprach auch viel dafür, dass es nicht bei diesem Unentschieden bleiben würde: Zwischen den beiden kam es überhaupt erst ein Mal - und seit acht Spielen nicht mehr - zu einem Remis.

Blauhemden drehen auf - Erlbach verteidigt das Remis

Nach dem Seitenwechsel kehrte ein veränderter FC Deisenhofen auf das Feld zurück. Es schien, als seien die Gastgeber aufgewacht. Die Oberhachinger jetzt hellwach und mit einigen gut vorgetragenen Angriffen über die Flügel. Erst flankte Tobias Rembeck flankte auf Luca Tschaidse - doch dieser köpfte aus nur sechs Metern ganz knapp daneben (56.). Danach versuchte Sebsatian Lattermann zweimal abzuziehen wurde aber jedesmal im letzten Moment geblockt ehe Michael Vodermeier eine Mayer Flanke direkt nahm (73.).

Die Deisenhofener waren besser im Spiel in diesem zweiten Durchgang - und drückten auf den Führungstreffer. Die Erlbacher reagierten auf den Druck, indem sie umstellten, dicht machten und konsequent mit einem ganz tiefen 6-3-1 verteidigten. Schönheitspreise gab es nicht zu gewinnen - aber vielleicht einen Punkt. Oder sogar mehr?

Bruche ist da - und trifft in den Winkel!

Es wurden sogar drei Punkte - denn der SV Erlbach hatte noch einen im Köcher: Nachdem die reguläre Spielzeit fast schon abgelaufen war, landete ein weiter Entlastungsschlag der Gäste bei deren Goalgetter Marc Bruche. Dieser zog los, ließ einen FCD-Verteidiger aussteigen - und hämmerte das Leder über den verdutzten Hohenberger hinweg in den Winkel (88.). Ein brutales Tor! Und der Sieg für den SVE!

Deisenhofens Hitzkopf Mayer kassierte fast mit dem Schlusspfiff noch gelb-rot wegen Meckerns (89.) - danach stand die Pleite des Favoriten fest und der gebrauchte Freitagabend aus Sicht der Blauhemden ging für diese maximal enttäuschend zu Ende. Trotz einer verbesserten zweiten Hälfte gingen sie am Ende leer aus, da Bruche mit seinem Lucky Punch dem FCD auch noch den einen Punkt stibitzte. Der SV Erlbach hingegen frohlockte, hatte das clever und letztlich effizient gemacht, feierte einen mega-späten Auswärtssieg - und nahm alle Zähler mit ins Holzland!

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Pressemitteilung FC Deisenhofen / cs

Quelle: rosenheim24.de



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