Landesliga Südost: Vorschau 16. Spieltag

Traunstein gegen Deisenhofen, Kastl muss in die "Festung Geretsried"

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Dominik Grothe und sein TSV Kastl sind hungrig drauf, ihre eigene Serie beizubehalten und das erste Team in dieser Saison zu sein, das an der Isar nicht verliert.
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Kastl/Traunstein - Vorletzter Spieltag der Hinrunde in der Landesliga. Bis auf Töging sind auch in dieser Runde wieder alle Inn/Salzach-Teams auf Punktejagd.

SB Chiemgau Traunstein - FC Deisenhofen (Freitag, 19:00 Uhr)

Wieder ein Heimspiel für die Chiemgauer. Das sollte doch eigentlich ein mehr als gutes Omen sein, denn die Defensiv-Spezialisten von der Traun feierten bereits am vergangenen Freitag unter Flutlicht einen Dreier. Im Inn/Salzach-Duell mit dem FC Töging war es lange sehr knapp, das eine Tor von Maximilian Probst reichte aber.

Bei der Mannschaft von Jochen Reil geht der Blick aber mit Sicherheit schon wieder nach vorne - und dort wartet der FC Deisenhofen. Nur drei Punkte trennen die Mannschaften im Klassement der Landesliga Südost - die Münchner Vorstädter sind mit insgesamt 21 Zählern ein klein wenig schlechter positioniert, haben aber im Vergleich zu den Hausherren auch zwei Spiele weniger absolviert. Im oberen Mittelfeld ist der FCD aber trotzdem - auch mit Potenzial auf mehr.

Auch deswegen, weil Deisenhofen am vergangenen Spieltag so richtig überzeugen konnte: Beim ASV Dachau zeigte die von Peter Schmidt gecoachte Elf eine starke Leistung - 3:0 hieß das Endresultat  bei einem der Topteams dieser Spielklasse. Ein echtes Ausrufezeichen!

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Die Traunsteiner können an diesem 16. Spieltag konditionell alles raushauen, was in ihnen steckt - denn danach haben sie zwei Wochen Pause, weil sie am nächsten Spieltag spielfrei sind. Laut Abteilungschef Ludwig Trifellner ist am Freitagabend im Jakob-Schaumaier-Sportpark mit einer ähnlichen Traunsteiner Formation zu rechnen, wie sie am vergangenen Freitag beim 1:0 über den FC Töging zu sehen war.

Einziger Rückkehrer ist Florian Marchl, der nach seiner Krankheit wieder fit ist. Einziger fehlender Akteur im Vergleich zur Vorwoche dürfte Ersatzkeeper Pascal Legat sein, der sich einer Weisheitsoperation unterziehen musste und etwa zwei Wochen passen muss. Somit wird für ihn Lars Lewerenz auf der Bank Platz nehmen.

„Bei Alex Schlosser geht noch nichts, Jochen Thudt dürfte dagegen auch wieder im Kader sein“, meint Trifellner, der einmal mehr die Entwicklung der jungen Spieler lobt. „Die ist schon erstaunlich gut“, freut sich der SBC-Spartenboss, „und das Beispiel Mateusz Galanek (kommt aus Marquartstein) zeigt, dass es in der Region gute Fußballer gibt, die es durchaus bei uns packen können – auch wenn sie noch nicht in höheren Klassen unterwegs waren.“

Den Sprung von einem Bezirksliga-Absteiger in ein Landesliga-Team der oberen Tabellenhälfte – wenn nicht sogar Spitzengruppe – hat zurzeit auch Toni Mook (früher TuS Traunreut) geschafft, der „solide Leistungen zeigt und ein absoluter Teamplayer ist“, so Trifellner.

Bei der letzten Niederlage (1:3 gegen Eintracht Karlsfeld am 3. September) hatte er noch auf der Ersatzbank Platz genommen und war nur eingewechselt worden, in den jüngsten sechs Begegnungen, die der SBC ohne Niederlage überstand, gehörte Mook stets der Startformation an. Für den Defensivmann und seine Abwehrkollegen spricht vor allem auch die Tatsache, dass die Traunsteiner zuletzt vier Mal in Folge ohne Gegentreffer blieben.

Sollte das auch am Freitag gelingen, wäre ein Punkt schon mal unter Dach und Fach. Doch eines dürfte völlig klar sein: Die Traunsteiner Fans kommen in den Sportpark, um einen Sieg zu sehen.

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Pressemitteilung SB Chiemgau Traunstein / mb

TuS Geretsried - TSV Kastl (Samstag, 15:00 Uhr)

Beim Sensations-Aufsteiger und Überflieger TSV Kastl traut man sich ja fast schon nicht mehr von irgendwelchen Überraschungen zu sprechen. Schwer sind dir Prüfungen nach wie vor jede einzelne Woche - allein die unglaublichen Kastler bestehen sie nahezu in jeder Partie mustergültig. Mit mittlerweile 29 Punkten liegt der TSV auf Rang Zwei - dem Platz, der zur Teilnahme an der Aufstiegs-Relegation zur Bayernliga berechtigen würde. Verrückte Welt in der Landesliga.

Am letzten Wochenende schlugen die wackeren Dorfkicker auf eigenem Platz gar den bis dato Tabellenführer aus Landshut. Mit sage und schreibe 3:0! Was für ein erneutes Ausrufezeichen! Es bestätigt sich Spieltag für Spieltag, dass Teams, die mannschaftlich geschlossen sind und einen Lauf haben, kaum zu schlagen sind. Trotzdem haben die Kastler am Wochenende eine in diesem Fall wirklich außerordentlich schwere Aufgabe vor sich.

Es treffen nämlich zwei Teams Aufeinander, die beide eine unglaubliche Serie vorzuweisen haben. Kastl und Geretsried. Der TSV ist in dieser Saison als einzige Mannschaft der Landesliga Südost noch ungeschlagen (nachdem der ASV Dachau vergangenes Wochenende sein Heimspiel gegen den FC Deisenhofen verloren hat) - der TuS hingegen konnte bisher, genauso unglaublicher Weise, alle seine sechs Heimspiele gewinnen und erzielte dabei ein Torverhältnis von 16:2. Eine der beiden Serien wird am Samstag enden. Prognose? Unmöglich!

ESV Freilassing - SV Türkgücü-Ataspor (Samstag, 16:00 Uhr)

Nach einer soliden Leistung gegen den Favoriten aus Hallbergmoos, wo sogar ein Sieg möglich war, holten die Freilassinger am Freitag vor einer Woche einen verdienten Punkt. Die Habl-Elf steht aber weiterhin mächtig unter Druck und muss jetzt weiter punkten um nicht noch tiefer in der Tabelle abzurutschen.

Gegen Türkgücü-Ataspor aus München wird es keine einfache Aufgabe werden. Die Münchner Mannschaften sind immer sehr spielstark und nach dem sich Türkgücü sehr gut Verstärkt hat sind sie - auch wenn es bisher noch nicht wie gewünscht läuft - brandgefährlich. Deshalb müssen die Eisenbahner ihr ganzes Können aufbieten und wie im letzten Spiel von Anfang an konzentriert sein - dann werden die drei Punkte vielleicht im heimischen Max-Aicher-Stadion bleiben.

„Wir haben wieder bei einer starken Mannschaft was geholt, ihnen Paroli geboten und sie an den Rand einer Niederlage gebracht. Aber uns ist bewusst, dass der bisher erreichte Punkteschnitt für den direkten Klassenerhalt nicht reicht!", so ESV-Coach Uli Habl.

Der Trainer der Eisenbahner will seiner Mannschaft vor dem Aufeinandertreffen mit den Münchner Türken aber auch ein Kompliment aussprechen: "Sie steht immer wieder auf, auch wieder nach der Niederlage gegen Kastl, lässt sich durch äußere Umstände nicht aus der Bahn werfen und geht ihren Weg! Nur versäumen wir es immer wieder, dass wir uns belohnen.".

Mit Blick auf das Spiel am Samstag, meint der Trainer: "Jetzt gilt es, zuhause gegen ein weiteres Schwergewicht dieser Liga notwendige Punkte zu sammeln, was zwar schwer wird, aber nicht unmöglich ist. Wir haben vor der Spielstärke der Türken allergrößten Respekt - aber in unserer Lage müssen wir gewinnen! Auch unseren Fans wollen wir endlich mal wieder einen Sieg schenken, dafür werden alles uns Mögliche auf den Rasen bringen!“.

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Pressemitteilung ESV Freilassing / td

TSV Eching - Sportbund Rosenheim (Samstag, 15:00 Uhr)

Nach zwei bitteren Niederlagen in Folge (auswärts in Geretsried und daheim gegen Abstiegskandidat Karlsfeld) sind beim Sportbund aus Rosenheim die Alarmlampen wieder angegangen. Durch die beiden Pleiten rutschten auch die Rosenheimer wieder nach hinten, haben aktuell nur mehr drei Punkte Abstand auf Freilassing und einen Platz der Abstiegs-Relegation. Der schöne Vorsprung, das Polster, welches sich der SBR in den letzten Wochen aufgebaut hatte - aufgebraucht.

Von einem Vorsprung oder irgend einem Polster können die Widersacher am heutigen Spieltag, die Männer des TSV Eching nur träumen - seit nunmehr geschlagenen sieben Spielen wartet das Team aus dem Norden von München auf einen dreifachen Punktgewinn. Nur dreimal konnte in dieser Zeit wenigstens ein Punkt gesichert werden. Zudem haben die Echinger das Los, die Mannschaft zu sein, welche bisher die meisten Bälle aus dem eigenen Netz holen musste. Torverhältnis 20:40. In der Tabelle ergibt das einen erschreckend schwachen vorletzten Rang Sechzehn, fünf Punkte hinter dem SBR.

Doch was sind fünf Punkte? Und wie leicht sind sie verspielt? Die Aufgabe für den SB Rosenheim vor diesem Duell dürfte klar sein: Auf gar keinen Fall verlieren und nach Möglichkeit gewinnen - um nicht Zähler auf die anderen Konkurrenten im Tabellenkeller zu verlieren, sondern wieder Boden gut zu machen.

TSV Eintracht Karlsfeld - SV Erlbach (Samstag, 15:00 Uhr)

Selbiges gilt eigentlich für den SV Erlbach, der von der Tabellenkonstellation her auch eine ganz ähnliche Aufgabe zu bestehen hat. Auch für die Truppe aus dem Holzland geht es in einem direkten Duell auswärts gegen ein anderes Kellerkind - und ebenfalls in der Münchner Peripherie.

Die Aufgabenstellung ist identisch: keinesfalls verlieren und damit der Eintracht nach deren Auswärtserfolg in Rosenheim weiteren Aufwind verschaffen - sondern selber punkten um den Anschluss ans Mittelfeld nicht zu verlieren und keinen Kontrahenten vorbeiziehen zu lassen. Und vielleicht endlich einmal mit einer entschlossenen und neunzig Minuten konzentrierten Leistung den zweifelhaften Titel "Unentschieden-Könige der Liga" ablegen.

Dennoch - es wartet ein knüppelhartes Duell! Denn die Fast-Münchner vom Aufsteiger Karlsfeld wollen nichts weniger als genau das Gleiche. Spannung garantiert!

Quelle: rosenheim24.de

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