Landesliga Südost: Vorschau 27. Spieltag

Was macht Freilassing gegen den Spitzenreiter? Der SBR muss liefern!

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Der ESV um Kapitän Albert Deiter (l.) muss sich am Samstag gewaltig strecken, wenn gegen Tabellenführer Holzkirchen etwas Zählbares herausspringen soll.

Freilassing/Rosenheim - Alle Augen der Landesliga schauen gebannt nach Freilassing. Kann Tabellenführer Holzkirchen seine starken Ergebnisse der letzten Woche bestätigen - und in Richtung Bayernliga davoneilen? Oder gelingt dem ESV ein "Big Point" im Abstiegskampf? A propos - mehr "Keller" geht nicht, als im Duell zwischen Vilsbiburg und dem SB Rosenheim. Traunstein will sich in Eching zumindest noch alle Chancen auf Platz Zwei offen halten - auch da zählt also nur ein Dreier. Und Kastl hat die Möglichkeit, den letzten Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen.

ESV Freilassing - TuS Holzkirchen (Samstag, 16:00 Uhr)

Kann der ESV aus Freilassing dem neuen Spitzenreiter gefährlich werden? Die Eisenbahner haben jetzt zwei Wochen Zeit gehabt die unnötige Heimniederlage gegen FC Töging zu verdauen und aufzuarbeiten - und sich auf das Spiel gegen den neuen Tabellenführer aus Holzkirchen vorzubereiten.


Der TuS hat zwei Spiele aus vier Tagen in den Beinen, am Samstag schlugen die Holzkirchener den Tabellenletzten aus Vilsbiburg souverän mit 3:0 und am Dienstag im Topspiel behielt der TuS mit 1:0 in Traunstein die Oberhand gegen den SBC und eroberte so die Tabellenführung. Im Lager der Freilassinger hofft man natürlich, dass die Mannen von Trainer Gediminas Sugdza ein wenig müde sind.

Im Hinspiel konnten die Eisenbahner an der Haidroad durch eine äußerst couragierte Leistung einen Punkt mitnehmen, am Samstag wird eine solche wieder nötig sein - und es muss auch sonst alles passen, um gegen den spielstarken Gegner irgendetwas Zählbares in der Grenzstadt zu behalten. Und das wäre - wie ein Blick auf die Tabelle offenbart - dringend nötig!


TSV Eching - SB Chiemgau Traunstein (Samstag, 15:00 Uhr)

Ist es das jetzt endgültig gewesen für die Traunsteiner? Die Heimpleite im Topspiel gegen Holzkirchen am Dienstagabend unter Flutlicht könnte zu viel gewesen sein. Null Punkte gegen einen direkten Konkurrenten, der im Gegenzug den Abstand weiter wachsen lässt. Acht Punkte Rückstand auf den neuen Tabellenführer Holzkirchen jetzt - gewinnt der TuS auch das Spiel, welches er noch weniger absolviert hat als der SBC, wären es deren elf. Zumindest der Zug scheint damit endgültig abgefahren.

Jetzt die Saison acht Spielen lang ausklingen lassen? Ganz bestimmt nicht mit diesem Sportbund und mit Jochen Reil. Die Chiemgauer werden weiterhin alles probieren, um doch noch irgendwie ranzukommen - eventuell auch auf den Relegationsplatz, den der niederbayerische Vertreter Landshut mit einem Spiel mehr auf den Hüften innehat. Denn auf die "Spiele" sind es nur fünf Punkte Rückstand. Kalkuliert man mit einem Sieg im noch ausstehenden Spiel, das die Traunsteiner mehr haben - wäre es nur noch zwei Zähler Vorsprung für die Niederbayern. Da könnte noch was gehen! Auch wenn die Landshuter unter dem Strich eine starke Saison spielen.

Service:

Eching, der Gegner dieses Wochenendes, steckt mitten im Abstiegssumpf! Bei einer Pleite und einem gleichzeitigen Sieg des Rosenheimer Sportbunds, könnte es für die Münchner Vorstädter auf den vorletzten Rang runter gehen. Beide brauchen eigentlich drei Punkte - ein Remis dürfte für beide zu wenig sein.

ASV Dachau - TSV Kastl (Samstag, 15:00 Uhr)

Das Ziel waren immer die 40 Punkte. Doch auch die 39 Zähler, die die Mannschaft von Sven Vetter in beachtlicher Art und Weise vor allem im Spätsommer ansammelte, sollten eigentlich schon reichen, um als Aufsteiger frühzeitig allen Abstiegsnöten entkommen zu sein. Zu groß scheint der Abstand. Und viel zu unwahrscheinlich die Vorstellung eines völligen Einbruchs der Kicker aus dem gallischen Dorf. 

Zu groß ist auch das spielerische Potenzial, über das der TSV Kastl verfügt - auch wenn dieses im neuen Jahr 2017 noch nicht so oft aufblitzte. Der erste Dreier gegen Türkgücü macht auf jeden Fall schon wieder Mut! Kastl hat nichts verlernt, sondern musste einfach wieder in den Rhythmus kommen.

Auch wieder voll bei der Sache sein muss der TSV am Samstag in Dachau - sonst gibt es sicher nichts zu holen beim ASV. Besonders die Offensive der Dachauer ist besonders stark: Philipp Schmidt ist mit 17 Treffern nicht nur unangefochtener Torjäger der Liga, sein Stellvertreter und Co-Partner Kreitmair kann schon auch was an der Kugel - auch Tore schießen (9 Treffer).

TuS Geretsried - FC Töging (Samstag, 15:00 Uhr)

Die Saison 2016/2017 ist beim FC Töging von Aufs und Abs geprägt. Auf ein paar gute Einlagen folgten wieder schlechte. Auf Siege Niederlagen. Das zieht sich eigentlich schon die komplette Spielzeit so durch bei der Mannschaft von Trainer Andreas Bichlmaier. 

Letzte Woche wieder ein sensationelles Remis gegen Spitzenreiter Landshut - davor Siege gegen Vilsbiburg und Freilassing. Da könnte man schon wieder Ungutes vorherahnen, wenn man die Töginger Zyklen auch hier wieder als Orakel bemühen wollte.

Doch die Truppe vom Wasserschloss kann nun einmal ein Zeichen setzen - und gegen den Trend der Wechselhaftigkeit ankämpfen! Nach drei Partien ohne Niederlage einfach noch ein erfolgreiches Match dranhängen. Geretsried hat den Klassenerhalt so gut wie sicher in der Tasche, nach oben wird bei diesem Rückstand nichts mehr gehen! Vielleicht herrscht beim TuS ja schon Stimmung wie vorm Sommerurlaub - dann muss der FC Töging aber zur Stelle sein.

FC Deisenhofen - SV Erlbach (Samstag, 15:00 Uhr)

Einen entspannten Ferienausflug gibt es allerdings sicher nicht für Robert Berg, der am Samstag mit seiner Erlbacher Truppe nach Deisenhofen muss. Der FC ist sowas von dabei, wenn es um zumindest um den Relegationsplatz geht. Zuletzt zeigten die Blauhemden aus dem Münchner Umland gegen den Sportbund in Rosenheim sicher keine berühmte Leistung, für drei Punkte reichte es dennoch leicht.

Erlbach machte letzte Woche Bekanntschaft mit dem zweiten Torjäger der Dachauer, 1:2 hieß es am Ende. Das eine Tor von Marc Bruche sollte nicht reichen für einen Zähler am späten Sonntagnachmittag. Jetzt eben eine neue Chance im "Haifischbecken Landesliga"!

Erlbach tut sich weiterhin schwer als Absteiger in der Landesliga. Aber wenn er wirklich musste - dann konnte der SVE liefern! Es wäre mal wieder an der Zeit, mit einem Ausrufezeichen allen Konkurrenten mitzuteilen: "Der SV Erlbach ist so stark wie ehemals!".

TSV Vilsbiburg - SB Rosenheim (Samstag, 16:00 Uhr)

Mehr "Keller" geht nicht, wenn der Sportbund Rosenheim am Samstag in Vilsbiburg zu Gast ist. Der Vorletzte beim Letzten. Ein Abstiegsgipfel der guten Hoffnung. Die der Verlierer wohl fahren lassen muss. Und reden wir nicht Drumherum - angesichts von schon sechs Zählern Rückstand auf das rettende Ufer zählt für den SBR in diesem direkten Duell nichts anderes als ein Sieg! Koste es was es wolle.

Die Partie in Vilsbiburg muss erfolgreich gestaltet werden, wenn man sich noch irgendwelche Chancen auf einen möglichen Klassenerhalt ausrechnen will. Die Aufgabe für Neu-Coach Klaus Seidel und sein Team ist also gestellt. Mehr Worte zu verlieren eigentlich überflüssig. Ein Sieg in diesem so wichtigen Spiel muss her - sonst gehen am Sportbund-Campus allmählich die Lichter aus.

Quelle: rosenheim24.de



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