Landesliga: Vorschau 24. Spieltag

Traunstein kann Trend fortsetzen, Freilassing wieder furios?

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Letzte Anweisungen: Coach Jochen Reil und sein Kapitän Schön vor dem nächsten Derby in Traunstein.

Traunstein / Freising - Das nächste Topspiel steht auf dem Plan: Der TSV Kastl duelliert sich nun zum dritten Mal in Serie mit einem Inn/Salzach-Vertreter, der Gewinner wird einen großen Sprung nach oben machen. Die anderen Vertreter müssen allesamt kleinere Brötchen backen - unser Überblick:

SE Freising - ESV Freilassing (Freitag, 19.30 Uhr)

Freising gegen Freilassing - Flutlicht am Freitagabend. Nicht nur von Namen her dürfte in diesem Spiel Musik drin sein. Auch das, was die beiden Kontrahenten derzeit auf dem Platz abliefern, ist aller Ehren wert. Die Berchtesgadener konnten unter ihrem neuen Trainer Christian Schaider immerhin vier Zähler holen aus den ersten beiden Begegnungen nach der Pause - die Eintracht war sogar noch erfolgreicher.


Die Elf aus dem Münchner Norden gewann nicht nur die beiden regulären Spiele, auch das Nachholmatch gegen Kastl am Samstag ging an die Freisinger. Neun Punkte, die SE machte ordentlich Boden gut - und entledigte sich fürs erste der größten Abstiegssorgen. Der ESV kam ebenfalls aus der roten und orangen Zone heraus, das 4:1 gegen Eching war sogar wichtig für das Torverhältnis.

Sicher gehören beide Teams in gewisserweise derzeit zu den Mannschaften der Stunde. Wohl auch deshalb werden sich Freising und Freilassing nichts schenken. Es geht einfach um zu viel. Um die Ausgangsposition im Klassenkampf weiter zu verbessern - und um weiter auf der Erfolgswelle schwimmen zu können.


Sportbund Rosenheim - Türkgücü-Ataspor München (Samstag, 14 Uhr)

Ein Aufwärtstrend ist zu erkennen - der ganz große Durchbruch fehlt allerdings: Beim Sportbund Rosenheim wartet man weiter auf den ersten Dreier im neuen Jahr. Allerdings: Die zwei Remis gegen deutlich besser positionierte Teams (Kastl und Hallbergmoos) machten Mut. Vor allem das Comeback in Hallbergmoos, als Temel mit seinem Treffer in der Schlussviertelstunde den Punkt sicherte, war enorm wichtig:

Service:

Ein Punkt gegen den VfB, weiterhin ohne Pleite, dazu eine kämpferische Leistung auf dem Feld: Die Rosenheimer können selbstbewusst in das Heimspiel am SBR-Campus gehen, Werner Wirkner hat auch durch seine Neuzugänge in der Winterpause wieder mehr Optionen - das ist spürbar!

Türkgücu stand 2017 erst in einem Pflichtspiel auf dem Feld - musste mit etwas Pech einen Gegentreffer hinnehmen. Gegen Holzkirchen kam der tödliche Angriff der Gäste in der 90. Minute, zum Auftakt hatten die Münchner ihren spielfreien Tag. 

FC Töging - TSV Vilsbiburg (Samstag, 14.30 Uhr)

Platz 14 gegen Platz 17. 41 Gegentore versus 38 Gegentore. Eigentlich muss man nicht viel sagen oder schreiben, wenn das Schlusslicht am Samstag am Töginger Wasserschloss zu Gast ist. Es zählt nur ein Sieg, für beide! Vilsbiburg, Schlusslicht mit sechs Punkten Abstand auf den Vorletzten, ist so gut wie raus - setzt es gegen den FCT diesmal keine drei Zähler.

Die beiden Defensivreihen konnten sich in dieser Saison nicht wirklich auszeichnen, viel zu viele Gegentreffer hagelte es in den Partien der jeweiligen Landesligisten. Tore könnten also vorprogrammiert sein, wenn Martin Schramm mit seinem Gespann die Begegnung um 14.30 anpfeift. 

Töging steht logischerweise genauso unter Druck, auch wenn die Situation (noch) nicht so brenzlig ist wie beim Inhaber der roten Laterne aus Niederbayern. Gegen Deisenhofen gab es für die Bichlmaier-Elf überhaupt nichts zu holen, am Samstag dann kann und muss Töging schon mal eine Serie starten - denn in der Woche darauf wartet Freilassing.

SBC Traunstein - TSV Kastl (Samstag, 15 Uhr)

Inn/Salzach-Derby nächste Woche, natürlich aber auch in dieser Woche: Wenn sich am Samstag um 15 Uhr Traunstein und Kastl treffen, steht aber nicht nur der interne Vergleich im Mittelpunkt: Vielmehr ist es ein klares Spitzenspiel an der Traun: Der Sportbund Chiemgau als Dritter empfängt den Vierten, den Aufsteiger aus Kastl.

Die Mannschaft von Jochen Reil mit einem Punkt mehr, einer Partie mehr - und auch mit mehr Druck beziehungsweise der Favoritenrolle. So sieht das zumindest der Coach der Kastler, der in Beinschuss-Direkt Rede und Antwort zur aktuellen Situation seiner Mannschaft stand:

Die Gäste aus Kastl wollen sich still und heimlich Richtung Klassenerhalt arbeiten, die bisherigen 36 Zähler sollen möglichst um vier ergänzt werden - die magische 40-Punkte-Marke sollte auch in dieser Landesliga als Orientierung dienen und am Ende auch reichen für einen Platz über dem Strich. In Traunstein denkt man auch von Spiel zu Spiel - doch das Ziel könnte ein höheres sein. Der SBC hat auch durchaus das Potenzial ganz oben anzugreifen - dafür muss der Sportbund aber erst am Samstag liefern.

SV Erlbach - VfB Hallbergmoos (Sonntag, 15 Uhr)

Sie halten sich gerade so in der neutralen Zone - auch wenn nur das besser Torverhältnis dafür ausschlaggebend ist: Der SV Erlbach rangiert mit vier Mannschaften punktgleich mit 23 Zähler nahe der Abstiegs-Relegationszone. Jeder Punkt ist entscheidend, erst recht in dieser Phase, erst recht wenn mit Hallbergmoos eine Truppe wartet, die den Klassenerhalt selber noch nicht in trockenen Tüchern hat.

Der VfB musste am abgelaufenen Spieltag den erwähnten Gegentreffer gegen den Rosenheimer Sportbund hinnehmen. Ohne den SBR hätte die Truppe aus dem Münchner Umland eine makellose Bilanz aufzuweisen - Spiel eins nach der Pause war der überraschende Erfolg über Holzkirchen.

Ein dicker Brocken, der also am Sonntagnachmittag im Erlbacher Waldstadion zu Gast sein wird. Erlbach bot am Samstag auswärts in Kastl kein fußballerisches hochklassiges Spiel (woran auch die ähnliche Spielweise der Teams Schuld war), fuhr aber immerhin den einen Zähler gegen den Aufsteiger ein. In diesen Tabellenregionen zählt aber ohnehin nur noch eines - das Einfahren von Punkten!

Quelle: rosenheim24.de




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