Landesliga Südost: Vorschau 21. Spieltag

Spitzenspiele für Kastl und Traunstein, Erlbach gegen Rosenheim

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"Laser" Timo Pagler war der Mann des Hinspiels - er erzielte alle drei Treffer beim 3:0 Erfolg des TSV Kastl in Holzkirchen. Im Hintergrund sein Kapitän Dominik Grothe (ebenfalls in Schwarz).
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Kastl/Erlbach/Landshut - Die Winterpause ruft! Doch vorher stehen noch die Begegnungen des letzten regulären Spieltags in der Landesliga Südost an. Gleich zwei absolute Spitzenspiele und ein brisanter Abstiegsgipfel - es ist wieder einiges los!

TSV Kastl - TuS Holzkirchen (Samstag, 14:00 Uhr)

Ohne Niederlage überwintern! Das wird jetzt tatsächlich das Ziel des TSV Kastl sein. Was vor einigen Monaten noch unrealistisch und geradezu irrwitzig erschien, kann am Samstag Wirklichkeit werden. Aber - das ist allerdings leichter gesagt, als getan. Denn immerhin kommt der starke Tabellenvierte in den Kastler Sportpark.

TuS Holzkirchen heißt am Samstag der Gegner, wenn es darum geht ungeschlagen zu bleiben. Ebenfalls geht es darum, die gute Ausgangsposition für das Rennen um die vorderen Plätze zu behalten. Nur ein Pünktchen sind die "Gallier" aus Kastl mit 34 Zählern besser als die Gäste -  beide Mannschaften können aber mit ihren Nachholspielen die Konkurrenten noch ordentlich unter Druck setzen.

Gerne erinnert man sich bei der Mannschaft von Cheftrainer Sven Vetter an das Hinspiel: Spätestens mit dem 3:0 Auswärtssieg beim TuS war allen klar, dass dieser TSV großes leisten kann. Timo Pagler erwischte damals einen Sahnetag, der "Laser" traf gleich dreifach - ein Tor schöner als das andere.

Richtig freuen über einen Treffer konnte man sich bei den Kastlern übrigens zuletzt am 22. Oktober - auch wegen zwei torlosen Remis und zwei spielfreien Wochenenden. Am Samstag soll es wieder soweit sein! Ob die wackeren Dorfkicker noch in Übung sind?

SpVgg Landshut - SB Chiemgau Traunstein (Samstag, 15:00 Uhr)

Ab zum Tabellenführer! Der Sportbund Chiemgau Traunstein muss am Samstagnachmittag in Landshut ran. Der SBC reist aber keinesfalls chancenlos an, der fünfte Platz im Klassement der Landesliga Südost ist ein sehr respektables Ergebnis für die harte - und auch erfolgreiche - Arbeit von Jochen Reil im Chiemgau.

Service:

Es ist also ein echtes Spitzenspiel, welches in dieser 21. Runde der Landesliga Südost auf dem Plan steht. Sechs Punkte haben die Niederbayern mehr auf dem Konto als die Traunsteiner Gäste, ebenso noch ein Nachholspiel zu absolvieren. Dies bedeutet, dass die Traunsteiner mit einem Sieg in der Domstadt mit der Spielvereinigung zumindest virtuell gleichziehen könnten. Vorausgesetzt die Traunsteiner legen im Nachholspiel nächsten Samstag gegen Holzkirchen nach. 

Kennt man aber die Abläufe in Traunstein, so ist klar: Der Fokus liegt nicht auf Holzkirchen oder irgendwelche anderen Rechenspielchen, sondern lediglich auf Samstag. Landshut, welches den Wiederaufstieg in die Bayernliga unbedingt realisieren möchte, ist sowieso eine richtige Hausnummer für den SB Chiemgau. Nach dem umkämpften Heimsieg gegen den Sportbund aus Rosenheim fehlt es den Traunsteinern zumindest nicht an Selbstbewusstsein. Dies zeigt auch das optimistische Auftreten ihres Coaches Jochen Reil im Interview mit Beinschuss-Direkt im Vorfeld der Partie.

SV Erlbach - SB DJK Rosenheim (Samstag, 14:00 Uhr)

Fatih Eminlogu vom Sportbund Rosenheim wird sich an den 6. August wohl noch ganz genau erinnern: Sein Treffer reichte im Hinspiel, um daheim gegen den SV Erlbach alle drei Punkte einzufahren. 1:0 gegen den Absteiger aus der Bayernliga, ein Achtungserfolg und ganz nebenbei der erste Dreier überhaupt in dieser Saison für die Mannschaft von Werner Wirkner.

Zumindest das sollte doch ein gutes Omen sein für den Sportbund - wären da nicht die zahlreichen anderen, negativen Eindrücke aus den letzten Wochen. Überzeugen konnten die Rosenheimer selten, im Duell mit dem SB Chiemgau Traunstein am vergangenen Samstag gab es auch keine Punkte. Nicht wirklich überraschend somit auch die Platzierung auf einem Abstiegs-Relegationsplatz.

Aber auch die Erlbacher zeigten zu selten ihr volles Potenzial, entsprechend kann der zwölfte Rang kaum zufriedenstellend sein - auch wenn die Berg-Elf knapp über dem Strich steht. Spielfrei geht der SVE in dieses Inn/Salzach-interne Duell, gegen das Top-Team aus Holzkirchen war witterungsbedingt keine Partie möglich. Dennoch sollten die Erlbacher das knappe 0:1 im Derby gegen Töging überwunden haben. Ob dem wirklich so ist oder ob der Sportbund aus Rosenheim die Krise etwas mildern kann, wird sich am Samstag zeigen.

ESV Freilassing - TuS Geretsried (Samstag, 14:00 Uhr)

Erst vier Siege in neunzehn Spielen, nur zwanzig eigene Tore geschossen, heftige 39 kassiert. Die Statistik des ESV Freilassing liest sich nicht wie die eines Team, das im gefestigten Mittelfeld steht - ganz im Gegenteil. Die Eisenbahner stehen auf dem vorletzten Platz, sind mehr denn je vom Abstieg bedroht. Nur Vilsbiburg konnte heuer noch weniger Zähler sammeln - die Lage ist besorgniserregend.

Klar, niemand erwartet von den Aufsteigern aus der Grenzstadt, dass sie um die vorderen Platzierungen mitmischen, wie denn auch? Doch die Freilassinger, die sich viel vorgenommen hatten, lassen die Konstanz aus Bezirksligazeiten vermissen. Ihre Klasse blitzte dennoch ab und an auf - der Auswärtssieg in Dachau war wohl die Freilassinger Sternstunde.

Gelegenheit so ein Highlight zu wiederholen, hat die Truppe von Trainer Uli Habl am Samstag - denn dann ist der TuS Geretsried zu Gast in der Max-Aicher-Arena. Eine knackige Aufgabe, zumindest vom Namen her. Kurios und interessant zugleich: Die schwächste Heimmannschaft empfängt dann das schlechteste Auswärtsteam. Spricht nicht gerade für schönen und attraktiven Fußball - bei Freilassing zählen aber jetzt sowieso nur noch Punkte. Damit der Abstand auf den direkten Abstiegsplatz möglichst vergrößert wird.

SV Türkgücu-Ataspor - FC Töging (Sonntag, 15:00 Uhr)

Zwei Punkte hatte der FC Töging auf dem Konto, als man in der Hinrunde Türkgücü empfing. Zwei Remis bis Spieltag Fünf, bis zum ersten Sieg sollte es noch einige Wochen mehr dauern. Damals gab es gegen die Münchner Türken keine Punkte (0:2) - mittlerweile hat sich die Ausgangssituation etwas verbessert.

Dies war auch dringend nötig, denn die Rote Laterne wollten die Töginger schnellstmöglich loswerden. Auch wenn es erst am Samstag gegen Hallbergmoos ein richtig klares 0:4 setzte, dem FCT gelang es in jüngerer Vergangenheit vor allem, die wichtigen Spiele für sich zu entscheiden. Dazu gehörten zweifellos die regionalen Duelle gegen den Sportbund aus Rosenheim und das letzte Derby gegen den SV Erlbach. 

Beide angesprochenen Teams stehen in der Tabelle nun hinter der Bichlmaier-Auswahl - nur das zählt! 22 Punkte sind es nun, fünf Zähler Vorsprung auf die Relegationszone. Dennoch hat Tögings-Kapitän Hannes Ganghofer im Interview mit Beinschuss-Direkt angekündigt, dass man den Klassenerhalt diese Saison schneller unter Dach und Fach bringen möchte, als im Frühjahr. Da entschied das letzte Spiel über den Verbleib der Innstädter in der Landesliga. Für das gleiche Endergebnis braucht es allerdings auch diese Saison noch einige Siege und Überraschungen mehr. Doch auswärts bei zuletzt wieder stärker aufspielenden Türken zu punkten, wird alles andere als einfach.

Quelle: rosenheim24.de

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