SBC Traunstein - SV Erlbach 1:0

Mauerkirchner mit der perfekten Rückkehr!

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Und gleich kommt Malec von rechts: Stefan Mauerkirchner vor dem Strafstoßpfiff.

Traunstein - Endlich rollt das Leder wieder - wenn auch in Traunstein zunächst auf künstlichem Rasen. Im Fokus stand vor der Partie sicher der SBC-Rückkehrer Mauerkirchner, der in den entscheidenden Aktionen auch im Mittelpunkt stand.

aus dem Schaumaier-Sportpark berichtet Max Böning


Erlbach zu Gast beim Sportbund Chiemgau: In der einen Ecke der letztjährige Bayernligist, der nach nicht vorhandener Sommerpause in die erwartet schwere Landesliga-Runde ging. Die Gastgeber von der Traun hingegen scheinen absolut etabliert, ein sechster Rang nach Abschluss der Halbserie sicher erstaunlich.

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Dementsprechend unterschiedlich auch die Ansprüche auf die verbleibenden Partien in der Spielzeit 2016/2017: Erlbach will so schnell wie möglich "unten raus", die Mannschaft von Jochen Reil hingegen macht sich berechtigterweise noch Ambitionen ein Wörtchen mitzureden im Kampf um die Top-Platzierungen. Dass gerade der Start aus der Pause entscheidend sein wird, darüber waren sich beide Cheftrainer im Vorfeld einig.


Der "Neue" gleich mittendrin

Erlbachs Coach Berg hob im Vorfeld der Partie nochmal hervor, wie wichtig es auch mental sei, gleich zu punkten: „Wir wollen hier gewinnen“, erklärte der langjährige Übungsleiter beim SVE selbstbewusst: Im Spiel konnten aber die Hausherren aus Traunstein auf dem Kunstrasenplatz das erste Ausrufezeichen setzen, auch wenn der Abschluss von Captain Schön nach einem Einwurf von der linken Seite nicht mehr als ein erster Annäherungsversuch war. 

Traunstein - Erlbach

Traunstein - Erlbach © M. Böning
Traunstein - Erlbach © M. Böning
Traunstein - Erlbach © M. Böning
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Traunstein - Erlbach © M. Böning
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Traunstein - Erlbach © M. Böning
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Traunstein - Erlbach © M. Böning
Traunstein - Erlbach © M. Böning
Traunstein - Erlbach © M. Böning

Im Gegenzug kamen die in schwarz gekleideten Erlbacher erstmals in den Strafraum der Chiemgauer, Johannes Maier wurde aber gut abgeschirmt von seinem Verteidiger und konnte nicht abschließen. Rund zehn Minuten waren rum, da versucht es erneut Schön für den Sportbund: Doch sein Freistoß und auch der darauffolgende Nachschuss konnten Klaus Malec im Kasten der Gäste nichts anhaben. 

Der Keeper des letztjährigen Bayernligist stand in der 18. Minute wieder im Fokus: Neuzugang und Rückkehrer Stefan Mauerkirchner wurde aus dem Zentrum schön geschickt, ging auf das Tor der Gäste zu, der Keeper der Gäste brachte den Ex-Buchbacher zu Fall – Schiri Garr aus Niederviehbach zeigte auf den Punkt und verwarnte Malec mit dem gelben Karton. 

Probst zeigt Nerven vom Punkt

Die Verantwortung in dieser wichtigen Situation übernahm Max Probst. Die ‚10‘ der Chiemgauer schnappte sich schnell den Spielball, lief an – und scheiterte! Malec ahnte die Ecke und hechtete in die linke, untere Ecke. Erlbach entkommt dem Gegentreffer. Zunächst! Denn Traunstein machte jetzt mehr Dampf auf den Kasten der Gegner, Mauerkirchner war vorne zwar immer aktiv und beweglich, doch der entscheidende Pass kam nicht an: 

In der 28. Minute dann aber, als eine Flanke von dem linken Flügel immer länger wurde, Mauerkirchner schraubte sich in Torjäger-Manier nach oben – er stand förmlich in der Luft und drückte das Leder in die Maschen, der Ball berührte noch Aluminium, aber da war es, das sicher nicht unverdiente 1:0. 

Die Auswärtstruppe aber keineswegs passiv, gerade über die rechte Seite mit Marc Bruche konnte die Berg-Elf immer wieder in die gegnerische Hälfte eintauchen und die Chiemgauer unter Druck setzen. Die Abschlüsse von Simon Salzinger oder Peter Schreiner konnten Issa Ndiaye aber nicht gefährden.

Spiel immer hitziger und wilder

Der Schlussmann aus Traunstein sorgte kurz vor dem Pausentee noch für eine brenzlige Situation, als er den Ball nicht sicher fing – sich aber wohl noch im eigenen Strafraum aufhielt. Nach der Unterbrechung klärte der eingewechselte Fischer nach einer Schön-Hereingabe fast in den eigenen Kasten, der Ball senkte sich aber über den Querbalken des Erlbachers Gehäuse. Die anschließende Ecke brachte den Gastgebern aus dem Chiemgau nichts mehr ein.

Die Partie wurde zunehmend hitziger, das junge Schiedsrichtergespann um Florian Garr stand ständig unter Beschuss - und ließ in einigen Situationen klare Ansagen vermissen. Da brachte es auch nicht viel, dass ein Erlbacher Betreuer aus dem Coaching-Bereich verwiesen wurde.

Die Torraumszenen, die der erste Abschnitt vermissen ließ, sahen die Zuseher dann in den letzten 20 Minuten. Erlbach nun wieder mehr am Drücker, doch auch ein Ausflug von Ndiaye an die Außenlinie brachte den engagierten Gästen keinen Torerfolg. Auf der Gegenseite verpasste Traunstein so etwas wie eine Vorentscheidung, als Daniels Hereingabe nur knapp keinen Abnehmer fand.

Emotionen kochen weiter hoch

Der Fußball rückte nach und nach weiter in den Hintergrund: Garr zeigte fröhlich seine gelbe Karte her, auch als Erlbachs Schreiner und Traunsteins Frisch eher harmlos aneinander gerieten. Max Bauer sah noch rot, diese Entscheidung vertretbar, denn der Sportbündler sprang mit gestreckten Beinen in seinen Gegner.

So beendeten die Chiemgauer das Inn/Salzach-Duell in Unterzahl, holen aber dennoch alle drei Punkte beim 1:0-Heimsieg. Der Start ist bei Traunstein gemacht, aber auch Erlbach wird mit couragierten Fußball den Klassenerhalt fix machen - die Feuertaufe ist zumindest teilweise bestanden.

Quelle: rosenheim24.de




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