VfB Hallbergmoos - SB DJK Rosenheim 1:1

SB Rosenheim verdient sich einen Zähler in Hallbergmoos!

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Fatih Eminoglu(l.) und der SB Rosenheim rackerten bis zum Schluss und erkämpften sich einen Auswärtspunkt gegen den VfB Hallbergmoos und seinen Kapitän Dennis Hammerl(r.).

Hallbergmoos - Im Freitagabendspiel der Landesliga Südost zeigte der Sportbund Rosenheim beim VfB Hallbergmoos erneut eine kämpferisch anspruchsvolle und leidenschaftliche Vorstellung. Überzeugte der SBR in der ersten Hälfte vor allem durch eine kompakte und solide Abwehrleistung, ließ er sich im zweiten Durchgang auch davon nicht aus dem Konzept bringen, dass er ins Hintertreffen geriet - und erkämpfte sich am Ende einen wichtigen Auswärtspunkt.

Die Ausgangslage war klar. Für den sich weiterhin mitten im Abstiegskampf befindlichen Sportbund aus Rosenheim konnte es hier auswärts in Hallbergmoos nur darum gehen zu bestehen und irgendwie zu punkten. Nach dem durchaus vielversprechenden Frühjahrsauftakt zuhause, bei dem man mit ein wenig Glück in einer hart umkämpften Partie sogar den starken TSV Kastl hätte schlagen können, hieß es mindestens einen weiteren wichtigen Punkt für den Erhalt der Landesliga zu sammeln. Und natürlich auf diesem Wege weiteres Selbstvertrauen zu tanken.


Genauso gingen die grünen Rosenheimer, die an diesem Abend erneut ganz in Orange aufliefen, das schwere Auswärtsmatch bei den Hallbergmoosern, die im bisherigen Saisonverlauf sicher unter ihren Möglichkeiten geblieben sind und vor dem Spiel auf Platz Acht rangierten, auch an. Sehr um eine geordnete Defensive bedacht, gut gestaffelt, kämpferisch und präsent in den Zweikämpfen.

Rosenheim steht sicher - und lässt nichts zu

Sie machten das wirklich nicht schlecht die SBR-Akteure, verschoben gut, waren aufmerksam und konzentriert. Dazu hartnäckig, im eigenen Drittel meist im entscheidenden Moment einen Schritt schneller oder besser positioniert und stets eng am Mann - ein unangenehmer Gegner. Genau gegen diese umsichtige und solide Defensive fanden die Gastgeber im Verlauf der ersten Hälfte kaum ein Mittel. Zwar war der VfB Hallbergmoos mehr im Ballbesitz und versuchte mittels Seitenwechsel immer wieder das Spiel zu drehen und eine Lücke in der engmaschigen Abwehr der Rosenheimer zu finden - aber heraus sprang dabei äußerst selten etwas.


Service:

Wenn der Sportbund selbst in Ballbesitz kam hatte er sowohl meist nötige Ruhe am Spielgerät um sich souverän aus potentiell gefährlichen Situationen zu lösen, als auch das nötige Zutrauen um selbst ab und an den Weg nach vorne einzuschlagen und zu schauen, ob sich vielleicht eine Möglichkeit beten sollte. Allerdings war auch dies - bis auf eine Phase von etwa zehn Minuten - eher selten. Da auch die Hausherren umsichtig verteidigten, blieben Torraumszenen auf beiden Seiten also absolute Mangelware mit Tendenz zu inexistent. Hinten aber - und das ist schließlich für einen Abstiegskandidaten am Wichtigsten - ließen die Rosenheimer nichts anbrennen.

Hallbergmoos fällt nichts ein

Der VfB, für den trotz der größeren Spielanteile gegen die von SBR-Kapitän Christian Hofmann organisierte Abwehr kein Durchkommen war, versuchte es nach und nach immer öfter mit langen Bällen und weiten Flanken, aber auch die sorgten nicht wirklich für Gefahr vor dem von Dominic Zmugg gehüteten Gehäuse des Sportbunds. So hatten die Gäste im gesamten ersten Durchgang eigentlich nur zwei Szenen zu überstehen, die Gefahr ausstrahlten:

Nach einem Freistoß für Hallbergmoos aus 35 Metern von der rechten Seite verunglückte in der Mitte eine Kopfballabwehr der Rosenheimer und das Leder flog Richtung eigenes Tor - verfehlte dieses aber letztlich doch um einige Meter (25.). Dann konnte sich der VfB doch einmal über rechts durchtanken, die hinter den Elfmeterpunkt zurückgelegte Hereingabe nahm Benjamin Held direkt - traf den Ball allerdings nicht voll und schoss weit am anvisierten linken Eck vorbei (39.).

Keine Tore zur Halbzeit

Mehr passierte nicht - es ging mit einem gerechten torlosen Remis in die Halbzeitpause. Was der SBR angeboten hatte, sah ordentlich aus - und vor allem sicher. Und die Gastgeber wirkten ihrerseits nicht so stark, als dass für die Rosenheimer hier nicht vielleicht etwas drin sein sollte.

Hallbergmoos - SB Rosenheim

VfB Hallbergmoos - SB DJK Rosenheim
VfB Hallbergmoos - SB DJK Rosenheim © Beinschuss
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VfB Hallbergmoos - SB DJK Rosenheim
VfB Hallbergmoos - SB DJK Rosenheim © Beinschuss

Mit Beginn der zweiten Halbzeit verlor der Sportbund allerdings ein wenig an Zugriff und Kontrolle. Die Rosenheimer agierten jetzt ein wenig laxer, ließen sich mehr herauslocken - aber gleichzeitig auch dem Gegner mehr Raum. Sie waren nicht mehr ganz so eng am Gegenspieler - kamen dadurch öfter nicht mehr rechtzeitig in den Zweikampf. Dass sich auch die Abspielfehler häuften trug dazu bei, dass die Gastgeber nun ein wenig mehr aufkamen. Und natürlich intensivierte der VfB, der sein Heimspiel gegen ein Team aus dem Tabellenkeller natürlich gewinnen wollte, auch den Druck.

Arzberger lässt sich nicht aufhalten - Solo zum 1:0

Nach gut einer Stunde sollte sich das auf das Resultat auswirken - oder besser: die zuvor so gut verteidigenden Rosenheimer hätten sich hier fast das Spiel kaputt gemacht - und sich selbst um die Früchte ihrer harten Arbeit gebracht. Nach einem feinen schnellen Anspiel von Held von der Mittellinie kam Hallbergmoos' Gerrit Arzberger etwa 35 Meter vor dem Tor auf halblinks an den Ball. Arzberger sah, das in der Mitte zu viel Raum war - und nutzte diesen. Er setzte zu einem formidablen Sololauf an - der von der Gästeabwehr allerdings mehrmals hätte durch ein taktisches Foul unterbunden werden können - ließ gleich mehrere Abwehrspieler wie Statisten aussehen, ging auch am letzten vorbei und schob locker lässig an Zmugg vorbei zum 1:0 ein (59.)!

War es das? Sollte es dem Sportbund jetzt gehen, wie so vielen Abstiegskandidaten, die eine Zeit lang passabel spielen - und dann, nach dem der Damm gebrochen ist zusammenbrechen und aufstecken. Mitnichten! Ganz im Gegenteil. Die Rosenheimer gaben sich hier nicht auf - sondern krempelten die Ärmel hoch, glaubten an sich - auch Körpersprache und gegenseitige Motivation stimmten - und kämpften sich zurück ins Match. Eines lässt sich auf jeden Fall feststellen - gerade, weil es in der Herbstrunde oft anders war - dieses Team lebt wieder. Hier stand definitiv eine Mannschaft auf dem Platz, die füreinander lief - und es noch einmal wissen wollte.

SBR steckt nicht auf und kämpft sich zurück - Hallbergmoos zu passiv

Komischerweise war es eher der in Führung liegende Gastgeber, der jetzt nachließ. Unerklärlich eigentlich. Vielleicht kommt der eher enttäuschende Saisonverlauf doch nicht von ungefähr. Statt das Momentum zu nutzen und dem Underdog vollends den Gar auszumachen - ließen die Hallbergmooser den Gast wieder aus. Tiefer stehend, verlegten sich die Hausherren jetzt aufs Kontern - und dachten wohl, das reicht schon gegen ein Kellerkind, das irgendwann den entscheidenden weiteren Fehler machen wird, im verzweifelten Versuch zurück zu kommen.

Diese Taktik ging nicht auf - auch weil Hallbergmoos das nicht gut ausspielte. Nur noch zweimal mussten die Rosenheimer bei Kontern durchatmen: Nach 72 Minuten setzte sich der eingewechselte über halbrechts durch, ging im Sechzehner an seinem Gegenspieler vorbei Richtung Grundlinie - und zog dann mangels Anspielstationen einfach mal ab. Zmugg war zur Stelle - und parierte Klasse! Direkt darauf Andreas Kostorz an der Strafraumkante angespielt, schoss sofort - aber zog knapp drüber (73.).

Eine Chance reicht - Traumtor von Temel zum Ausgleich!

Ansonsten waren es jetzt eher die Gäste, die hier das Spiel bestimmten oder dies zumindest unablässig versuchten. Mussten sie ja auch. Irgendwie musste das Ergebnis ja noch gedreht, der kurze Moment kollektiven Versagens der gesamten Abwehr ausgebügelt werden. So sehr die Rosenheimer sich auch abmühten - mehr als vielversprechend aussehende Angriffsversuche ohne gefährlichen Torabschluss sprang dabei nicht heraus. Außer einmal - und dieses eine Mal reichte dem wacker kämpfenden Sportbund:

Nach einem Einwurf von Sahin Karayün von der rechten Seite 25 Meter vor dem Tor der Hausherren fand der Ball über Moritz Hannemann zu Fatih Eminoglu an der Strafraumlinie. Die Gastgeber verteidigten nicht konsequent, Eminoglu legte quer ins Zentrum zu Yasin Temel - der mit einer Finte seinen Gegenspieler narrte, aus der Drehung im zu Boden gehen abzog und genau in den linken Winkel traf (74.)! Was für ein wunderschönes Tor zum Ausgleich!

Die Hallbergmooser hatten ihre Feldüberlegenheit der ersten Stunde verschenkt - die Rosenheimer hingegen gefightet und ihre Chance eiskalt genutzt. Danach war von Vorteilen auf Seiten der Heimmannschaft nichts mehr zu sehen - es waren eher die Gäste, die hier tatsächlich versuchten, dem angeschlagenen VfB den K.O. zu verpassen.

Sportbund erkämpft sich einen verdienten Punkt

Auch daraus wurde jedoch nichts mehr - das Spiel endete 1:1. Unter dem Strich lässt sich sagen, dass es eine verdiente Punkteteilung war. Die Hausherren hatten zu wenig aus ihren Möglichkeiten herausgeholt - der Sportbund sich vorbildlich zurück gekämpft und nach und nach sogar ein Übergewicht am Ende des Spiels erkämpft. Die Rosenheimer hatten es sich redlich verdient hier nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten zu müssen. Punkten war die Zielsetzung gewesen - gepunktet haben sie. Und das definitiv mit einer Leistung auf der sich im Kampf um den Klassenerhalt aufbauen lässt.

Quelle: rosenheim24.de



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