TuS Geretsried - TSV Kastl 0:3

Kastl entzaubert Geretsried: Der Aufsteiger ist wieder Erster!

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Sven Vetter (mitte) und seine Kastler kommen aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus - auch nicht beim heimstarken TuS Geretsried.
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Geretsried - Die Spielstätte ist eine echte Festung. Alle sechs Partien hat der TuS Geretsried daheim gewonnen. Am Samstag war der Überraschungs-Aufsteiger aus Kastl zu Gast, der bisher immer noch ohne Niederlage blieb. Eine Serie musste also reißen.

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In den bisherigen Spielen ist es nämlich nach wie vor keiner Mannschaft gelungen, drei Zähler gegen den TSV einzufahren. Einfach unfassbar, wie sich die Mannschaft von Sven Vetter auch in unkomfortablen Situationen immernoch mindestens ein Remis sicherte.

Geretsried wollte aber mehr: Gewinnen gegen Kastl! 18 Punkte holte die Truppe um Kapitän Christoph Herbert auf dem heimischen Geläuf. Ein schwieriges Unterfangen, aber der TuS gab gleich zu Beginn Gas: Johann Latanski, ein sehr auffälliger Akteur im Reihen der Hausherren, mit gleich zwei Versuchen in der Anfangsviertelstunde.

Mit einem guten Gefühl in die Pause

Auf Seiten der "Gallier" setzte Dominik Grothe das erste Ausrufezeichen! Im Verlauf der ersten Halbzeit konnten die Kastler die Schlagzahl etwas erhöhen - Martin Göppinger und Hannes Langenecker prüften den Schlussmann des TuS, Stefan Schwinghammer konnte seinen Kasten aber sauber halten. Zunächst!

In der 43. Minute war er aber geschlagen, als Marcell Arnold zum 1:0 für den TSV Kastl einnetzte: Ein unglaublich wichtiger Treffer so kurz vor dem Pausentee. Denn mit der breiten Brust gingen die Vetter-Schützlinge in die Kabine - und hatten den großen Coup vor Augen.

Weber hinten sicher, Spinner vorne treffsicher

Nach der Pause schienen die Mannen aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen etwas mutiger und angriffslustiger. Egon Weber war auf alle Fälle sehr beschäftigt, ließ aber nichts anbrennen und verhinderte den Einschlag zum Ausgleich. "Egon hat heute wieder eine super Partie gezeigt. Mögliche Chancen zum Ausgleich hat er heute wieder alle zunichte gemacht", lobte Vetter seinen Keeper nach dem Spiel im Gespräch mit dem Beinschuss.

In der 68. sorgte Kastl dann für so etwas wie die Vorentscheidung: Sebastian Spinner schob das Leder mit all seiner Klasse zum 0:2 ein. Geretsried jetzt mächtig unter Druck - der erste Punktverlust vor den heimischen Fans stand unmittelbar bevor. Zweiter Gegentreffer, soviel kassierte der TuS in allen sechs Heimspiel bisher zusammen.

Aufsteiger wieder Tabellenführer

Die Zeit lief gnadenlos ab, auch bis in die Nachspielzeit hinein sollte Geretsried kein Anschlusstreffer mehr gegen diesen Aufsteiger gelingen. Aber den Kastlern der dritte Streich: Wie schon in der Vorwoche gab es das 3:0 kurz vor Abpfiff: Diesmal traf Alois Straßer und sorgte endgültig für den ganz großen Jubel bei dem Team, das vor keinem halben Jahr noch in der Bezirksliga kickte.

Mit dem klaren Dreier beim besten Heimteam klettert Kastl wieder auf die Position des Spitzenreiters. Dabei profitiert der TSV auch von dem Ausrutscher von Holzkirchen am Freitag - in erster Linie von einer überragenden eigenen Mannschaft, die von einem echten Erfolgstrainer geführt wird. Und nicht einmal zur Hälfte der Saison als Aufsteiger den Klassenerhalt so gut wie fix macht! Oder um es mit den Worten von Sven Vetter im Gespräch mit dem Beinschuss zu sagen: "Es ist der Wahnsinn!"

Quelle: rosenheim24.de

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