SE Freising - ESV Freilassing 1:1

Freilassing punktet in der Nachspielzeit in Freising!

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Freilassings Nummer Zehn Denis Krojer blieb auch in der Nachspielzeit ganz cool - und erzielte in der 93. Minute den verdienten Ausgleich!

Freising - Sie lieferten einen guten Auswärtsauftritt ab die Freilassinger. Standen in der Defensive gut, arbeiteten viel und überließen den Ball nicht nur dem zuletzt so erfolgreichen Gegner. Und doch hätten sie das Spiel beim SE Freising beinahe verloren. Wäre da nicht der Glaube gewesen, der unbedingte Wille - und die Nachspielzeit.

Gleich zu Beginn der Begegnung in der Domstadt wurde der ESV von einem Unglücksmoment ereilt. Nach nur drei Minuten verletzte sich Kapitän Albert Deiter bei seinem ersten Sprintversuch ohne Einwirkung des Gegners und musste aufgrund einer Oberschenkelzerrung ausgetauscht werden. Was für ein bitterer Start. Für ihn kam schon zu diesem mehr als frühen Zeitpunkt Marco Weishäupl in die Partie.


Frühes Verletzungspech für Kapitän Deiter

Sonst ließ sich das hier aber gut an für die Eisenbahner. Sie agierten aus einer kompakten Ordnung heraus, zeigten sich konzentriert, verschoben richtig gut und ließen hinten absolut nichts zu. Das Hauptaugenmerk wurde also schon einmal gut umgesetzt - ging es angesichts des Tabellenstandes und der zuletzt starken Auftritte der Eintracht mit drei Siegen in Folge (u.a. ein ungefährdeter 2:0 Heimsieg im Nachholspiel gegen Kastl) für die um den Klassenerhalt kämpfenden Grenzstädter erst einmal darum, einen Punkt mitzunehmen.

Im eigenen Ballbesitz zeigten sie sich ebenfalls entschlossen und durchaus willig - auch wenn sie sich gegen ebenfalls sicher verteidigende Gastgeber genauso wenig entscheidend durchsetzen konnten. Zumindest gelang es ihnen aber nach einer vorsichtigen Abtastphase - in der die Gastgeber in Punkto Ballzirkulation durchaus andeuteten, warum ihnen mittlerweile mehr zuzutrauen ist, als noch zu Saisonbeginn - das Spiel vollkommen offen zu gestalten. Vorteile hatte hier keines der beiden Teams.


Wenig los vor den Toren - ESV mit guter Gelegenheit

Aufgrund der nach vorne allerdings zu schleppenden Spielanlage beider Seiten und ihrer jeweils umsichtigen Defensivarbeit blieben Torchancen im ersten Durchgang jedoch Mangelware. Will heißen - es war kein Durchkommen, vor den Toren tat sich Wenig bis Nichts. Die einzige wirklich vielversprechende Abschlussmöglichkeit hatten die Gäste aus Freilassing nach einer kurz vor der Pause:

Service:

Muhammed Ergüden zog aus etwa 23 Metern aus dem Zentrum heraus ab - und sein scharfer Aufsetzer verpasste das linke untere Eck des von Ex-Garchinger Stefan Wachenheim gehüteten Kastens der Freisinger nur knapp (39.). Mit ein wenig Glück hätte das sogar die Führung für Freilassing sein können - so aber ging es mit einem gerechten Halbzeitstand von 0:0 in die Kabinen.

Freising kommt besser aus der Pause

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeber aus Freising dann die stärksten Momente in diesem Spiel, fingen an sich leichte Feldvorteile zu erspielen. Die Eisenbahner waren jetzt nicht mehr ganz so kompakt, nicht mehr ganz so aufmerksam in der Arbeit gegen den Ball - und ein einziges entscheidendes Mal unachtsam.

SE Freising - ESV Freilassing

SE Freising - ESV Freilassing
SE Freising - ESV Freilassing © Beinschuss
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SE Freising - ESV Freilassing © Beinschuss
SE Freising - ESV Freilassing
SE Freising - ESV Freilassing © Beinschuss

Nachdem die Gäste nach einem ungeschickten Verhalten bei einem Kopfballduell in der eigenen Hälfte nicht an den Ball kamen, landete die Kugel bei Freisings starker Nummer Sieben Mesut Töprak. Der zog von halbrechts nach innen bis über die Höhe der Tormitte hinaus, verzögerte noch einmal, fintierte - und schoss dann herrlich aus der Drehung. Der Ball schlug links oben ein! Wenig zu machen für ESV-Keeper Stefan Schönberger - 1:0 für die Hausherren (58.).

Freilassing bleibt nach Rückstand zuversichtlich und geduldig

Wer dachte, im Anschluss an diesen Führungstreffer würden die Freisinger hier - mit dem Sicherheit gebenden Gefühl von neun Punkten in Serie im Rücken - richtig aufdrehen und den Gast aus der Grenzstadt klar besiegen, sah sich getäuscht. Das Gegenteil trat ein. Die Schützlinge von Christian Schaider wollten sich hier noch lange nicht geschlagen geben und machten sich ihrerseits daran, denn Spieß noch einmal umzudrehen.

Und sie behielten dabei die notwendige Geduld, spielten weiter Fußball - und versuchten nicht verzweifelt schon eine halbe Stunde vor Schluss nur noch lange unkreative Bälle in Richtung Strafraum zu kloppen. Gepaart mit dem offensichtlich weiter vorhandenen Glauben in die eigenen Fähigkeiten gelang es dem ESV tatsächlich hier das Spielgeschehen zu wenden - jetzt selbst das Team mit mehr Ballbesitz und der gefühlten Überlegenheit zu sein.

Doppelchance für den ESV durch Joker Triller

Eine Viertelstunde vor Schluss hätten sie sich fast für dieses Selbstvertrauen belohnt: Edwin Karibasic setzte sich von links außen in den Strafraum eindringend im Dribbling klasse durch und servierte dem nur drei Minuten zuvor für Robert Schiller eingewechselten Alexander Triller den Ball auf den Fuß - doch der vergab seine Volleyabnahme im Fünfmeterraum aus bester Einschussposition (75.)!

Direkt im nächsten Angriff brachen die Freilassinger wieder durch, wieder ging es blitzschnell über links: Der pfeilschnelle Daniel Leitz der fein am Flügel freigespielt worden war gab scharf und flach nach innen - und dort rutschte Triller nur um Haaresbreite am Ball vorbei! Der wäre drin gewesen - der Joker hätte zum Helden werden können (76.)!

Eisenbahner versuchen es weiter - aber die Zeit rinnt davon

Doch auch jetzt verloren die Eisenbahner nicht die Geduld - setzten weiter auf die Karte, dass sie dieses Spiel auch noch ohne Hektik würden umbiegen können. Und es wäre zu diesem Zeitpunkt völlig verdient gewesen. Freising hatte zwar seine Stärken durchaus aufblitzen lassen, aber keinesfalls dieses Spiel dominiert - und auch nur eine wirklich gefährliche Abschlussmöglichkeit gehabt. Diese allerdings wunderschön verwandelt.

Auf die unfassbare Doppelchance der Gäste reagierten die Einheimischen jetzt ganz konventionell. Offensichtlich waren auch sie jetzt überzeugt, dass die Freilassinger an diesem Tag noch gefährlich werden konnten, wenn man nicht aufpasste. Und die Gastgeber wollten unbedingt diesen Heimdreier sichern. Die Freisinger igelten sich jetzt ein, versperrten so gut wie alle Wege und massierten die Deckung mit zwei engmaschigen Abwehrreihen. Teilweise waren bis auf eine verbliebene Stoßspitze alle SEF-Akteure hinter dem Ball und im eigenen Abwehrdrittel. Absolut kein Durchkommen - dem ESV schien die Zeit davon zu laufen.

Krojer bleibt in der 93. eiskalt - Ausgleich für den ESV!

Doch dass die Eisenbahner es bis zur letzten Sekunde ohne aufzustecken probierten, zahlte sich aus: Foul der nur noch verteidigenden Freisinger auf der linken Seite, etwa 10 Meter hinter der Mittellinie. Fast alle Freilassinger jetzt mit vorne, dass Leder segelte mit geschicktem Schnitt in den Sechzehner, über alle Abwehrspieler hinweg - die hinten am langen Fünfereck gleich zwei Blaue hatten freistehen lassen. Denis Krojer stoppte sich den Ball herunter, schaute kurz auf - und jagte das Leder unhaltbar unter die Latte (93.)! Doch noch der Ausgleich - Wahnsinn!

Und dieser Wahnsinn war verdient - weil hart und geduldig erarbeitet. Mit ganz viel Willenskraft - und ohne aufzuhören Fußball zu spielen. Vor diesem Auswärtsauftritt und dem Comeback der im Kampf um den Klassenerhalt befindlichen Grenzstädter in der Savoyer Au musste man den Hut ziehen.

Verdienter Punktgewinn für Freilassing - Schaider hoch zufrieden

So sah es im Anschluss an die Partie auch ESV-Coach Schaider: "Das war ganz stark von meinen Männern! Ich bin heute richtig stolz auf sie! Einerseits, weil wir hier grundsätzlich so ein gutes, solides Spiel gemacht haben. Bis auf diesen einen fatalen Fehler haben wir hinten eigentlich gar nichts zugelassen - und meiner Meinung nach waren wir über die kompletten neunzig Minuten gesehen sogar die bessere Mannschaft. Andererseits, weil wir uns nicht haben entmutigen lassen von diesem Rückstand. Weiter dran geglaubt haben, dass wir das Ding noch drehen - und weiter Fußball gespielt haben. Das hat richtig Kraft gegeben dieser Ausgleich, dieses Resultat - wenn wir so auftreten, holen wir uns am nächsten Wochenende mit Sicherheit zuhause den Heimsieg!"

Quelle: rosenheim24.de



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