SE Freising - SB Chiemgau Traunstein 0:1

Elfer in der Nachspielzeit bringt SB Chiemgau den Sieg!

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Am Ende hatten Traunsteins Antreiber Dominik Schlosser (blau) und der SB Chiemgau auch in Freising die Nase vorn.

Freising - Der SB Chiemgau Traunstein holt sich auf seinem Landesliga-Höhenflug auch den Auswärtssieg in der Domstadt Freising! Gegen eine zunehmend passive Eintracht spielten die Gäste zwar bis zum Schluss mit kontrollierter Offensive - für einen weiteren glücklichen Dreier in letzter Minute reichte es aber auch diesmal. Elfmetertor und Sieg in der Nachspielzeit - in einem Spiel in dem man clever war: Der Stoff aus dem Aufstiegsträume gemacht sind?

Beide Mannschaften ließen es zunächst ausgewogen und um Kontrolle bedacht angehen im Stadion Savoyer Au. Keiner wollten den Gegner zu irgendetwas einladen - das gelang auch größtenteils, konnte aber nicht ganz vermieden werden.


Nach zehn Minuten hatte der SE Freising seine erste große Chance - es sollte die einzige in dieser ersten Halbzeit bleiben: nach schöner und überlegter Spieleröffnung aus der Abwehr heraus, wurde der Ball von einem Freisinger im Mittelfeld geschickt mit dem Kopf verlängert, ein Traunsteiner Abwehrspieler verlor in der Drehung den Überblick und das Spielgerät aus den Augen - und dieses landete bei Eintracht-Angreifer Sebastian Waas. Der kam in bester Abschlussposition zentral am Sechzehner frei zum Schuss - machte das allerdings eher schlecht als recht und verfehlte das anvisierte linke untere Eck doch deutlich. Das hätte die Führung für die Hausherren sein können.

Beide Teams um Kontrolle bemüht - aber Freising hätte in Führung gehen können

Ansonsten bemühten sich hier beide um Ballbesitz und darum den Ball kontrolliert in den eigenen Reihen zu halten, kein Ping-Pong zu spielen oder überstürzte Angriffe einzuleiten, die postwendend als gefährliche Konter wieder zurückkommen. Die Freisinger taten dies um ihr gewohntes Spiel aufzuziehen - was ihnen allerdings eher nicht gelang. Die Traunsteiner versuchten über die Ballkontrolle und -zirkulation ihre am besten postierten Mitspieler zu finden und so ruhig und umsichtig aufzubauen.


Service:

Das sah weitestgehend gut und souverän aus. Ohne hinten etwas zuzulassen, holten sie sich geduldig die nötige Sicherheit, versuchten klare Bälle zu spielen. Klar wollten sie hier das Spiel gewinnen, schielen sie doch mehr als nur verstohlen nach Platz Zwei und damit der Aufstiegs-Relegation zur Bayernliga - aber eben nicht um den Preis überhastet und unkontrolliert in die Offensive zu gehen.

Traunstein spielt es sicher - und geht kein unnötiges Risiko

Als gut 25 Minuten gespielt waren eine ähnliche Situation auf der Gegenseite - wenn auch nicht so gezielt herausgespielt: Ein Anspiel der Traunsteiner in die Spitze kam eigentlich zu ungenau, hätte locker und leicht geklärt werden können - doch auch hier verhielt sich der Abwehrspieler ungeschickt. Dadurch verdaddelte er das Leder, SBC-Stürmer Maximilian Probst hätte zentral davon profitieren können - doch er zögerte vielleicht einen Moment zu lange und sein Schussversuch aus aussichtsreicher Distanz konnte geblockt werden.

SE Freising - SBC Traunstein

SE Freising - SB Chiemgau Traunstein
SE Freising - SB Chiemgau Traunstein © Beinschuss
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SE Freising - SB Chiemgau Traunstein © Beinschuss

Anschließend spielte sich das Geschehen hauptsächlich im Mittelfeld ab. Beide Abwehrreihen machten ihre Sache gut - ließen in letzter Konsequenz kaum etwas zu. Auch wenn es nach und nach eher die Gäste waren, welche gefühlt etwas mehr für ihre Angriffsbemühungen taten, mehr zu investieren schienen und etwas mehr Zug an den Tag legten. Nicht unbedingt überraschend - ging es für die einen doch um einen eventuellen Relegationsplatz und für die anderen im Niemandsland der Tabelle um nicht mehr viel.

Probst haut einen raus - Glanzparade von Wachenheim!

Kurz vor der Pause dann die ganz große Chance für den SB Chiemgau: Eine Hereingabe der Traunsteiner von der rechten Außenbahn fand in der Mitte Probst. Der ließ von knapp innerhalb des Strafraums einen tollen Schuss los - doch Freisings Torwart Stefan Wachenheim zeigte sich als formidabler Rückhalt seines Teams und holte das Ding mit einer Glanzparade aus dem linken Winkel! Ganz starke Szene von Beiden (42.)!

Nach dem Seitenwechsel stellte sich das Dargebotene dann leicht verändert dar, die gefühlt etwas mehr Spielanteile der Gäste wurden zu einer klaren Überlegenheit. Das lag vor allem daran, dass die Gastgeber nun endgültig weniger Elan zeigten, als die willensstärkeren Chiemgauer.

Einseitige zweite Halbzeit - Freising steht tief, der SBC probiert es

Freising zog sich weit zurück, ließ sich teilweise sogar tief hineindrängen, überließ das Spiel den Gästen und setzte ausschließlich nur noch auf Konter. Den Hausherren schien ein Unentschieden hier zu reichen. Wenn die Traunsteiner etwas anbieten würden und man es mitnehmen könnte, würde man es einstreichen, mehr nicht - so schien die Devise des Sportclub Eintracht zu lauten. Unter dem Strich zeigten die Freisinger so aber eine äußerst dürftige zweite Halbzeit.

Die Akteure des SB Chiemgau hingegen spielten weiter daraufhin einen Sieg auf aktivere Weise zu bewerkstelligen - allerdings weiterhin geduldig und ohne in Hektik zu verfallen und ihre Abwehrreihen zu sehr zu öffnen. Auch bei ihnen schien es, als würden sie mit einem Unentschieden leben können und den einen Punkt mitnehmen, wenn nicht mehr drin sein sollte - aber sie wollten eben schon sichtbar dieses Mehr.

Kein Leckerbissen - Wachenheim rettet erneut gegen Probst

Ein Leckerbissen für die Zuschauer war die Partie allerdings nicht gerade - phasenweise führte die Passivität der Gastgeber in Verbindung mit der kontrollierten Offensive der Gäste doch zu Eintönigkeit. Vor den Toren tat sich wenig. Traunsteins Pascal Legat, der statt Issa Ndiaye, das Tor des SBC hütete, wurde kaum geprüft. Ein Klassiker war das Match gewiss nicht - aber aus Traunsteiner Perspektive trotzdem höchst spannend. Würde ihnen noch der Coup gelingen - und sie hätten ihn am Ende ruhig und geduldig herausgespielt?

Nach 74 Minuten hatten die Traunsteiner im Mittelfeld zunächst ein wenig Glück, dass sie im Ballbesitz blieben, spielten sich dann allerdings gegen die aufgerückten Gastgeber, die zu viel Raum anboten, mit einer blitzsauberen Kombination eine Riesenmöglichkeit heraus: Nach einem Doppelpass bediente Traunsteins Kapitän an diesem Tag Max Bauer aus dem Zentrum heraus einen herrlichen Pass durch die Schnittstelle der Freisinger Abwehr auf Probst. Der visierte halblinks im Strafraum aus vollem Lauf heraus die rechte untere Ecke an - doch erneut war SEF-Keeper Wachenheim zur Stelle und verhinderte mit einem tollen Reflex per Fußabwehr das 0:1.

Die Chiemgauer versuchten es weiter - aber eben nicht in letzter Konsequenz. Zu einem Alles-oder-Nichts ließen sie sich auch in der Schlussphase nicht verführen - und hielten sich damit genau an die Marschroute ihres Trainers Jochen Reil, der dieses Auswärtsspiel am Freitagabend keinesfalls leichtfertig verlieren wollte. So bemühten sich die Kicker des SBC zwar darum Druck aufzubauen - aber wenn es ihnen einmal gelang vielversprechend durchzukommen, spielten sie diese Angriffe nicht präzise genug aus. Und manchmal fehlten auch schlicht und ergreifend die Lösungen. Es schien, als würde ihnen die Zeit davon- und hier alles auf ein Remis hinauslaufen.

Das Warten lohnt sich: Elfer in der 93. bringt die Entscheidung

Als alle Zuschauer schon an ein Unentschieden glaubten, kam er doch noch - der letzte gewinnbringende Angriff des SB Chiemgau: Mit einem langen Ball über halbrechts wurde der eingewechselte Mateusz Galanek in den Strafraum der Hausherren geschickt. Der behauptete an der rechten Strafraumgrenze - fast schon auf Höhe der Torauslinie - geschickt den Ball. Freisings Osaro Aiteniora ging überflüssigerweise zu ungestüm in den Zweikampf und brachte ihn zu Fall. Und Schiedsrichter Stefan Dorfner aus Straubing gab ihn tatsächlich - den Elfmeter in der Nachspielzeit.

Den fälligen Strafstoß verwandelte Stefan Mauerkirchner in der 93. Minute eiskalt und souverän links unten zum Siegtreffer für die überglücklichen Gäste von der Traun! Was für ein Last-Minute-Erfolg! Die Geduld der Chiemgauer war doch noch belohnt worden - als eigentlich keiner mehr daran glaubte. Mit dem Big Point in letzter Minute setzen sich die Traunsteiner weiter ganz oben fest - und haben dank des Freitagabendspiels erst einmal vorgelegt. Der SBC ist Zweiter - die Konkurrenz muss nachlegen.

Quelle: rosenheim24.de




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