Landesliga Südost: Vorschau 25. Spieltag

Gelingt Töging die Revanche in Freilassing? Kastl in Hallbergmoos

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Im Hinspiel jubelte der ESV Freilassing: Der Aufsteiger behielt am Wasserschloss gegen Töging die Oberhand.

Freilassing - Töging kam im Hinspiel unter die Räder, das soll sich beim ESV nicht wiederholen. Der SB Chiemgau Traunstein kann nach der Pause wieder angreifen. Kastl schielt auf die 40 Punkte. Der Rosenheimer Sportbund hat es erneut nicht leicht - der ASV Dachau auswärts ist eine harte Nuss. Für Erlbach wird es nicht einfacher - der SVE ist bei Türkgücü klarer Außenseiter.

VfB Hallbergmoos - TSV Kastl (Freitag, 19:30 Uhr)

Eine unangenehme Auswärtssaufgabe wartet zum Auftakt der 25. Runde auf den Aufsteiger aus Kastl - es geht nach Hallbergmoos. Der TSV musste am vergangenen Wochenende pausieren, das regnerische Wetter machte einen Auftritt am Samstag gegen den Sportbund Traunstein unmöglich - Topspiel vertagt, ein Nachholtermin gibt es noch nicht. 


Die Elf von Sven Vetter konnte sich regenerieren, auch mal Durchschnaufen nach einem nicht idealen Start in die Frühjahrsrunde. Die Ansprüche, die zum Teil von außen an den Klub herangetragen werden, sind größer geworden - auch wenn die Verantwortlichen selber (wie hier ihr Coach im exklusiven Beinschuss-Interview) nach wie vor nur den Klassenerhalt als Ziel ansehen. 40 Punkte sollten es da schon sein, nur noch deren vier fehlen den Kastlern. 

Einen großen Schritt kann der TSV an diesem Freitagabend in Hallbergmoos machen. Der VfB ist noch keinesfalls in einer derart komfortablen Ausgangslage, auch wenn sich die zu Saisonbeginn eigentlich als Aufstiegsfavorit gehandelte Mannschaft schon einen Vorsprung von fünf Zähler auf den Relegationsrang erarbeitete. Knackt Kastl den Ex-Favoriten ist der Klassenerhalt praktisch eingetütet. Alles, was dann noch kommt, ist Zugabe!


Eintracht Karlsfeld - SB Chiemgau Traunstein (Samstag, 15:00 Uhr)

Nicht auf dem Platz gestanden, Platz Drei trotzdem verteidigt. Traunstein bleibt eines der drei Topteams der Landesliga Südost - jetzt darf die Elf von Jochen Reil aber wieder auf den Platz. Endlich! Denn gerade in Karlsfeld wird sich zeigen, ob die Traunsteiner tatsächlich noch beabsichtigen ganz oben einzugreifen .

Service:

Sicherlich waren es noch keine absoluten Top-Auftritte bisher in diesem Jahr für den SBC - doch wer alles gewinnt, dem gibt einfach die Tabelle Recht! Traunstein mit sechs erkämpften Punkten aus zwei Spielen, moralisch hat die Mannschaft wieder einmal überzeugt. Gegen Erlbach war eine Energieleistung gefragt - ebenso gegen Geretsried, als man in den Schlussminuten sensationell den TuS noch doppelt überrumpeln konnte.

Die Eintracht aus Karlsfeld heißt der Gastgeber für die Chiemgauer am Samstagnachmittag. Platz 14 steht derzeit für den TSV zu Buche, das ist der erste Relegationsplatz. Gerade weil sich die besser positionieren Freilassinger und Töginger Punkte im Derby nehmen werden, könnten Karlsfelder einen Sprung nach oben machen. Aber dazu müssten die ja erst einmal die so starken wie selbstbewussten Traunsteiner schlagen. Es gibt leichtere Aufgaben derzeit.

ASV Dachau - SB Rosenheim (Samstag, 15:00 Uhr)

Wo steht er nun, der Sportbund Rosenheim? Letzte Woche gab es ein klares 0:4 zuhause gegen Türkgücü. Es war zwar keine solche Abreibung für die Innstädter, wie es sich liest - aber eine sehr klare Angelegenheit war es dennoch. Denn der SBR zeigte - auch gegen einen sicherlich besser besetzten Gegner - unter dem Strich zu wenig um ernsthaft mithalten zu können.

Und der Gegner diesen Samstag ist sicher nicht schlechter einzuschätzen: Mit dem ASV Dachau wartet ein Team, welches bis dato sogar einen Punkt mehr sammeln konnte als Türkgücü: Mit 34 Zählern und einem vermeintlich machbaren Heimspiel vor der Brust, ist es für die Hausherren wieder eine Möglichkeit, Konkurrenten wie Kastl und vor allem Traunstein unter Druck zu setzen. Der Zug nach ganz oben könnte bei einem Punktverlust so langsam abgefahren sein.

Nach ganz oben braucht der SBR nicht schauen - die Rosenheimer kämpfen erneut nur um den Klassenverbleib. Fünf Punkte sind es jetzt schon auf das rettende Ufer. Die Mannschaft von Werner Wirkner ist Vorletzter, nur Vilsbiburg sammelte weniger Zähler. Ein Spiel haben die Sportbündler noch mehr zu absolvieren als die Konkurrenz - auch das macht Mut, dass die Mission Klassenerhalt noch erfolgreich gestaltet werden kann. Ebenso wie einige gelungene Auftritte nach dem Winter - unter anderem beim verdienten Punktgewinn in Hallbergmoos.

ESV Freilassing - FC Töging (Samstag, 16:00 Uhr)

An das Hinspiel wird man sich in Töging sicher nur sehr ungern erinnern. 1:4 hieß es damals gegen die Freilassinger, der Aufsteiger schraubte gegen den FCT mächtig an seinem Torekonto. Dass sich dies wiederholt, muss Tögings Trainer Andreas Bichlmaier gemeinsam mit seinen Mannen im internen Inn/Salzach-Duell zu verhindern wissen.

Am letzten Spieltag gelang der Truppe vom Wasserschloss ein geradezu unglaubliches Comeback: Gegen Schlusslicht Vilsbiburg stand Töging nach Rückstand eigentlich schon mit dem Rücken zur Wand - doch ein später, wenn auch umstrittener Treffer in der 95. Minute sicherte dem FCT den Pflichtsieg. Und man muss auch nicht drumherum reden: Auch wenn es spektakulär und unendlich knapp war, die drei Punkte waren voll eingeplant.

Freilassing ist gut ins Frühjahr gestartet, mit neuem Coach und neuem Wind holte der ESV fünf Punkte aus drei Spielen, zeigte zuletzt in Freising eine beeindruckende Willensleistung. Verloren haben die Eisenbahner im neuen Jahr noch nicht. Das soll sich auch nicht ändern - zumindest wenn es nach dem ESV geht. Erst recht nicht gegen Töging - ein so deutliches 4:1 wie im Hinspiel ist gegen verbesserte Töginger jedoch nicht zu erwarten.

SV Türkgücü-Ataspor - SV Erlbach (Sonntag, 15:00 Uhr)

Erlbach bildet mal wieder den Abschluss des Spieltags. Auch letzte Woche war das schon der Fall - und hält man es mit der Truppe von Robert Berg, dann war es auch ein erfolgreicher Abschluss. Drei Punkte daheim gegen Hallbergmoos - diese Zähler waren so dringend nötig für den SVE! Und die Elf aus dem Holzland hat sie sich geholt.

1:0 - Alex Fischers Treffer nach einer guten Viertelstunde reichte der Truppe, die im vergangenen Jahr nach einer Mammut-Relegation den bitteren Gang in die Landesliga antreten musste. Jetzt geht es nach München, der SV Türkgücu-Ataspor ist der Gegner - sicher nochmal ein ganz anderes Kaliber als der VfB am vergangenen Sonntag.

Die Türken zeigten am Samstag beim Sportbund in Rosenheim ihre Klasse, verloren auch zuvor daheim nur äußerst unglücklich in der 90. Minute gegen Spitzenteam Holzkirchen. Durch diese Niederlage wird es für ein Comeback ganz oben wohl nicht mehr reichen - eine veritable Aufholjagd ist den Münchner Türken aber durchaus zuzutrauen. Zu stark besetzt ist dafür ihr im Winter nochmals außerordentlich verstärkter Kader - purer Luxus für die Landesliga, aber auch sündhaft teuer. Würde es der SV Erlbach schaffen, Türkgücü auf eigenem Platz ein Bein zu stellen, könnte sich der ein oder andere mit Sicherheit ein Schmunzeln nicht verkneifen. Im Vorhinein davon ausgehen kann man aber nicht.

Quelle: rosenheim24.de



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