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Fünf Platzverweise gegen die Schweppermänner

Ampfings Coach Elfinger über Spielabbruch: „Habe so etwas noch nie erlebt“

Hofft im vierten Spiel unter seiner Regie auf den ersten Sieg: Ampfings Trainer Rainer Elfinger.
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„Man hat in diesem Spiel klar gesehen, wie sehr wir von korrekten Schiedsrichter-Leistungen abhängig sind“, sagt Ampfings Trainer Rainer Elfinger nach dem Spielabbruch in Landshut.

Was für eine extreme Nummer! Schiedsrichter Jan Dirrigl hat am Samstag die Partie zwischen der SpVgg Landshut und dem TSV Ampfing in der Landesliga Südost in der Nachspielzeit beim Stand von 2:2 abgebrochen. Nach roten Karten gegen Sahin Bahadir und Anel Salibasic, sowie Gelb-Rot gegen Irfan Selimovic, Nadil Buljubasic und Liviu Pantea standen nur noch fünf Ampfinger Feldspieler auf dem Platz.

Ampfing - „Ich habe so etwas noch nie erlebt, das war wirklich völlig irrsinnig“, rang Ampfings Trainer Rainer Elfinger, der selbst Gelb-Rot sah, um Worte. Für Elfinger war nur die rote Karte gegen Salibasic wegen einer Notbremse gerechtfertigt, „alles andere war eine Farce.“ Nach den Statuten wird das Spiel mit einem Sieg für Landshut gewertet, aber Elfinger hofft, dass der Fall vom Sportgericht dahingehend gewürdigt wird, dass es zu einem Wiederholungsspiel kommt. 

„Foul ja, aber niemals Rot“

Bereits in der 2. Minute zückte Dirrigl vom SV Aichkirchen nach einem Foul von Sahin Bahadir erstmalig Rot. „Foul ja, aber niemals Rot“, urteilte Elfinger, dessen Team sich von dem Schock nicht beirren ließ und in der 18. Minute in Front ging, als Daniel Toma eine Musterflanke von Livia Pantea volley über die Linie drückte, der Vorsprung hielt aber nur sechs Minuten: Nach einer weiten Flanke von Johannes Zettl war Torjäger Kenneth Sigl mit einem herrlichen Volleytreffer zur Stelle. In der Folge sahen Buljubasic und Irfan Selimovic Gelb und noch ehe der dritte Treffer der Partie fiel, musste Selimovic mit der Ampelkarte vom Platz (37.). „Einmal ein Allerweltsfoul und da andere Mal hat er den Ball zu der Stelle gespielt, an der es Freistoß gab“, schüttelte Elfinger den Kopf.

In der 40. Minuten nutzte dann Stefan Alschinger ein Missverständnis zwischen Keeper Domen Bozjak und einem Abwehrspieler zur Landshuter Führung, doch die Schweppermänner erzielten in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs noch den Ausgleich durch Buljubasic, der eine Flanke von Pantea verwerten konnte.

„Der Schiri hat immer erst auf die Nummern geschaut, bevor er Gelb gezogen hat“

Als dann Salibasic in der 54. Minute Rot sah und die Gäste nur noch sieben Feldspieler auf dem Platz hatten, schien die Sache bereits gegessen, doch Ampfing verteidigte mit Mann und Maus. „Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft, wir haben uns wahnsinnig gewehrt. Und das nicht nur in Unterzahl, sondern gegen 13 Mann“, so der Ampfinger Trainer. Außer einem Freistoß an die Latte hatte „die Spieler“ kaum nennenswerte Möglichkeiten, die Gäste hatten dann ihrerseits durch Pantea noch das 3:2 auf dem Fuß.

In der Nachspielzeit mussten dann noch Baljubasic und Pantea nach fragwürdigen Entscheidungen mit Gelb-Rot runter – für Elfinger ein Affront einmaligen Ausmaßes: „Der Schiri hat immer erst auf die Nummern geschaut, bevor er Gelb gezogen hat, geradezu als wolle er sich vergewissern, dass er da schon einen vorbelasteten Spieler erwischt. Da ist schon brutal, weil es in den ganzen 90 Minute von beiden Seiten kein böses Foul gegeben hat. Egal wie die Sache jetzt ausgeht, wir nehmen das Positive mit. Da war eine ganz starke Leistung meiner Mannschaft, die immer mehr zusammenwächst.“      

Die Daten zum Spiel

TSV Ampfing: Bozjak – Block, (87. Petrovic), Bahadir, Weichhart, Popa – Pantea, Salibasic, Selimovic, Grahovac (62. Peii) – Buljubasic, Toma (25. Miller). Trainer: Elfinger

Tore: 0:1 Toma (16.), 1:1 Sigl (22.), 2:1 Alschinger (41.), 2:2 Buljubasic (45.+2)

Schiedsrichter: Dirrigl (SV Aichkirchen)

Zuschauer: 150.

Besonderheiten: Spiel wurde in der Nachspielzeit vom Schiedsrichter abgebrochen, da Ampfing nach Rot gegen Bahadir (2.) und Salibasic (54.), sowie Gelb-Rot gegen Selimovic (37.), Buljubasic (90. + 1), Pantea (90. + 2) und nur noch sechs Spieler auf dem Feld hatte.

MB

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