Beinschuss-Direkt mit Hannes Ganghofer (FC Töging)

Ganghofer: Schauen nicht mit Neid nach Kastl

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Hat immer den Überblick: Hannes Ganghofer, Spielführer vom FC Töging, am vergangenen Samstag gegen Erlbach
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Töging - Bis zum zehnten Spieltag dauerte es, bis der FC Töging den ersten Sieg einfahren konnte: Der Wendepunkt, verriet Töging-Kapitän Hannes Ganghofer im Gespräch mit Beinschuss-Reporter Max Böning. In der Interview-Reihe "Direkt" ging es auch um die Töginger DNA und den TSV Kastl:

Beinschuss: Ganz knapp konnten ihr am Samstag Erlbach in die Schranken weisen (1:0). Wie viel war dieser Heimsieg wert?

Natürlich war dieser Heimsieg sehr viel wert. Die ganze Mannschaft und sämtliche Betreuer wollten unbedingt den Derbysieg. In der Vorrunde wurden beide Derbys ja leider verloren. Die drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten waren einfach unglaublich wichtig.

Für dich sind die Derbys gegen den SVE als ehemaliger Erlbacher immer was besonders.

Klar. Man kennt noch ein paar Spieler. Aus der Zeit, in der ich bei Erlbach aktiv war, sind aber gar nicht mehr so viele Spieler dort übrig. Ich war zwar nur eine Rückrunde bei Erlbach, wobei die kurze Zeit sehr geil war. Diesmal war es wieder ein geiles Derby mit dem besseren Ende für uns.

Wie ist generell noch die Verbindung nach Erlbach?

Wenn man sich sieht, grüßt man sich und redet kurz. Wenn ich mal selber nicht spiele und Zeit habe, dann schaue ich gerne auch mal ein Heimspiel des SVE an. Die Leute sind super nett dort, ich bin gerne am Sportplatz in Erlbach.

Aber als gebürtiger Töginger hast du die FCT-DNA wahrscheinlich in dir wie kein Zweiter?

Ich habe in Töging schon in der Jugend gespielt. Ich bin ein Töginger von klein auf. Am Samstag gegen Erlbach im Derby waren aber noch fünf andere gebürtiger Töginger in der Mannschaft. Die haben alle so eine Töginger DNA wie ich auch.

Warum war der Saisonstart so unglaublich schwach?

Wir hatten uns als Mannschaft noch nicht ganz gefunden. Pech hatten wir auch manchmal.

Was hat zur Wende geführt?

Ganz klar das Spiel gegen Landshut (3:1-Auswärtssieg am zehnten Spieltag, der erste "Dreier"; Anm. d. Red.). Wenn du gegen den damaligen Tabellenführer gewinnst, bekommt jeder wieder etwas Aufwind und der Glaube ans Team kommt zurück. Das war sehr wichtig für uns, weil wir endlich auch mal belohnt worden sind.

Wo wird es in dieser Saison hingehen mit "deinem" FC Töging?

Unser Ziel ist es, den Abstand zu den Relegationsplätzen so groß wie möglich zu halten. Das Polster nach unten soll weiter wachsen. Wir wollen einfach nicht wieder bis zum letzten Spieltag zittern, wie es in der abgelaufenen Saison der Fall war.

Ab wann wird es für euch eine erfolgreiche Saison werden?

Nach diesem Saisonstart ganz klar, wenn wir mit der Relegation nichts mehr zu tun haben.

Was ist von eurer Seite aus nötig, dass der Klassenerhalt so schnell wie möglich gepackt wird?

Es klingt so einfach: Wir müssen von Spiel zu Spiel denken und weiter im Training alles geben. Dann mache ich mir keine Sorgen.

Euer Lokalrivale der TSV Kastl mischt als Aufsteiger ganz oben mit. Wie beeindruckt seid ihr in Töging von Kastl?

Schon ein bisschen. Wir schauen schon nach Kastl und müssen sagen, die machen das einfach sehr gut in ihrer Saison als Aufsteiger. Die haben ein geiles Team und schweben vom Aufstieg noch auf einer Euphoriewelle. 

Ist auch ein bisschen der Neid da? In Töging habt ihr ja eigentlich bessere Voraussetzungen als der Aufsteiger.

Nein, Neid würde ich nicht sagen. Bessere Voraussetzungen haben wir eigentlich auch nicht. Wir haben auch einen normalen Platz und normale Bälle. Da ist nichts anders als in Kastl.

Töging scheint finanziell bessere Bedingungen zu haben als Kastl, das aus der Bezirksliga kommt.

Über finanzielle Bedingungen weiß ich weder von Töginger noch von Kastler Seite etwas. Da können die Manager wahrscheinlich besser drüber Auskunft geben.

Vielen Dank für das Gespräch und eine weiterhin erfolgreiche Rückrunde mit dem FC Töging! 

Quelle: rosenheim24.de

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