Hammerau serviert Buchbach eiskalt ab

In seinem Heim-Showdown 2014 schickte der FC Hammerau die Reserve des Regionalligisten TSV Buchbach mit einer 4:0-Packung nach Hause. Mit diesem Ergebnis wurden die Gäste noch ziemlich gut bedient. Speziell in der zweiten Halbzeit avancierte Keeper Alexander Wolf zum besten Buchbacher Akteur und verhinderte mit teils spektakulären Paraden ein totales Debakel.

Die Hammerauer Mannschaft startete vor 204 gezählten Zuschauern ziemlich zäh in die Partie Eine halbe Stunde plätscherte die Partie so gemütlich dahin wie das südlich am Sportplatz vorbei fließende Wiesbachl. Beide Abwehrreihen beherrschten die Szenerie, sodass sich nichts Nennenswertes abspielte. Erst das Führungstor nach 36 Minuten weckte offenbar die Lebensgeister bei den Hausherren, die ab diesem Zeitpunkt mit erhöhtem Tempo und druckvoller Offensive die Partie nach Belieben beherrschten.

Dem 1:0 ging zunächst einem Eckstoß von Lucas Dillenbourg voraus, dessen Hereingabe von der linken Fahne Stefan Eisenreich mit einem wuchtigen Kopfball übernahm. Noch glänzend von Keeper Wolf kurz abgewehrt, schaltete in Nachsetzen Manuel „Speedy“ Weiß am schnellsten und versenkte die Kugel im TSV-Netz. Der Heimkehrer vom ESV Freilassing begeisterte in der 43. Minute mit einem Doppelpack. Vorher hatte er gemeinsam mit Julian Galler eine tolle Kombination zu Stefan Eisenreich eingeleitet, der Zentimeter vor der linken Strafraumgrenze von Christian Landenhammer mit einem Foul gestoppt wurde. Den fälligen Freistoß bog Weiß phänomenal über die Spielermauer ins linke obere Dreieck, unerreichbar für den Goalie – 2:0.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Buchbachs Zweite blass ohne Tormöglichkeit. Etliche Vorstöße endeten an der stabilen und sehr kopfballstarken FC-Hintermannschaft, sodass Schlussmann Sebastian Bayer beschäftigungslos blieb. Seine Vordermänner starteten serienweise Angriffswellen. Die Mannschaftsteile harmonierten und es ergaben sich jede Menge torreifer Chancen. Kaum hatte Haris Solakovic trotz freier Schussbahn in zentraler Mitte noch einen Tick zu lange gezögert, so war er eine Minute später - in der 53. - der Vorbereiter mit einer weitgezogenen Flanke von rechts zur Mitte. Dort übernahm der ungedeckte Dillenbourg das Leder aus zwölf Meter mit einem Volley-Seitfallzieher und markierte ein herrliches „Abschiedstor“ für das sich Stadionsprecher Oliver Bickelmann namens der Hammerauer Fans ausdrücklich bedankte. Dillenbourg will sich beruflich verändern und seine Zelte für längere Zeit im spanischen Valencia aufschlagen.

FC-Kapitän Erwin Haas forderte in der 58. und 61. Minute mit zwei Gewaltknallern den gegnerischen Torwart zum Direktduell, wobei sich jedes Mal der Gästekeeper - in allen Richtungen - fliegend auszeichnete. Der Hammerauer Zweikampfstärke und klar spielerischen Überlegenheit konnten die Gäste nur verzweifelte Abwehrbemühungen entgegensetzen. Dank der Schwerstarbeit von Alexander Wolf zwischen den Pfosten, der Top-Chancen der gesamten Hammerauer Vorderreihe zunichte machte, blieb es lange beim 3:0. In der 88. Minute bahnte sich aber endgültig noch das 4:0 an, als sich Dillenbourg auf der linken Seite den Ball erkämpfte, quer für den entlangspurtenden Matej Kovac auflegte, der aus extrem spitzem Winkel das Schlussresultat fixierte.

Mit dem fairen Spiel hatte Schiedsrichter Alexander Bohner vom SV Weidenbach keinerlei Probleme. Den Griff zu Gelbkartons nach vergleichsweise leichten Vergehen in der zweiten Halbzeit muss ihm allerdings angekreidet werden.

Auch wenn die Anfangsphase selbst für Hammeraus Trainer Branislav Aleksic trotz allem taktischen Abtasten zu schleppend von seiner Truppe verlief, so gab`s in der folgenden Stunde Spielzeit von ihm nichts mehr bekritteln. Vielleicht hätte man mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit noch mehr für die Torausbeute tun können, doch die Serien von nunmehr acht unbesiegten Begegnungen und der Sprung vom 7. auf den 5. Tabellenplatz mit jetzt 21 Punkte und insgesamt 27 Treffern - die meisten aller 13 Staffelgegner - geben allemal den nötigen Schub um auch das letzte diesjährige Kreisligamatch beim Rangzweiten FC Perach mit einer guten Portion Selbstvertrauen zu bestreiten. Ein Wermutstropfen ist freilich, dass Haris Solakovic sich bei einer Flanke, ohne gegnerische Einwirkung, das Knie verdreht hatte, fast tragend vom Platz geführt werden musste und wohl ziemlich sicher für das Finalspiel in Perach nicht zur Verfügung stehen wird.

Pressemitteilung FC Hammerau

Quelle: rosenheim24.de

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