4:5! Kurioses Offensivspektakel

Bis der Pfosten bricht: Torfestival zwischen Edling und Westerndorf!

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Ganz so dramatisch wie 1971 beim legendären "Pfostenbruch" im Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen war es in Edling nicht - das Match konnte fortgesetzt werden und es fielen noch mehr Tore!

Edling - Was für ein Ritt! Die Spieler, Verantwortlichen und Fans mussten erst einmal durchschnaufen: Im letzten Spiel des Jahres lieferten sich der DJK-SV Edling und der SV Westerndorf einen wahren Schlagabtausch - den die Gäste am Ende mit 5:4 für sich entschieden. Doch das Spiel hatte noch so einiges mehr zu bieten als nur das reine Ergebnis. Das Spiel war sogar zu stark für das Gebälk.

Es dauerte keine volle Zeigerumdrehung, da lief die Edlinger Tormusik bereits zum ersten Mal. Überfallartig konnte sich die Edlinger Offensive über den linken Flügel durchtanken und den Ball durch Mittelfeldmotor Bernhard Müller zur Mitte geben. Dort war Außenspieler Philip Bacher bereits eingerückt und zur Stelle. Es sollte der Beginn einer tor- und chancenreichen Begegnung sein.


Was für ein Auftakt! Gastgeber führen nach einer Minute

Denn der SV Westerndorf erholte sich sehr schnell vom frühen Schock und hätte nach zehn Minuten eigentlich die Riesenchance auf den Ausgleich haben müssen. Edlings Thomas Rotherbl konnte SVW-Stürmer Fabian Martinus im Strafraum nur per Foulspiel stoppen. Schiedsrichter Armin Just sah jedoch kein Foulspiel und ließ die Partie weiterlaufen.

Es dauerte allerdings nur sechs Minuten bis der SV Westerndorf folgerichtig den Ausgleich erzielen konnte. Nach einer Hereingabe von Martinus scheiterte Krauß erst noch an Schlussmann Manuel Küspert, der den Ball zur Seite abwehren konnte, wo Martinus bereits lauerte. Dieser traf jedoch nur den Pfosten, von wo aus der Ball auf den Schlappen von Torben Gartzen fiel, der den Ball letztendlich einschob.


Irrer Schlagabtausch - schnellem Ausgleich folgt Gästeführung

Kurz darauf ergab sich aus einer Freistoss-Situation eigentlich eine Chance für den DJK-SV Edling. Der Freistoß wurde jedoch zum Boomerang und schickte erneut Krauß auf die Reise. Dieser spielte drei Edlinger Defensivakteure schwindlig und schob überlegt zur Führung der Gäste ein.

Service:

Auch in der Folge war es ein offensiver Schlagabtausch beider Mannschaften, wodurch sich sowohl Manuel Küspert als auch Simon Rott ein ums andere Mal auszeichnen konnten. Da jedoch die Wetterverhältnisse im Verlauf der Begegnung immer ungünstiger wurden, verlor auch das Spiel auf matschigem Untergrund ein wenig an Kombinationsfluss. Für den DJK-SV Edling ergab sich dann kurz vor der Pause noch eine Hiobsbotschaft, als Torschütze Philipp Bacher mit dickem Knie vom Platz musste.

Edling bricht ein: Westerndorfs 1:3 zu hart für den Pfosten!

Als hätte das nicht schon ausgereicht, kassierte man praktisch mit dem Pausenpfiff auch noch den dritten Gegentreffer. Nach feinem Zuspiel musste wiederum Krauß den Ball aus kurzer Distanz nur noch einschieben. Kurioserweise prallte der bullige Stürmer im Anschluss an den Edlinger Torpfosten, welcher dadurch brach.

Da es die letzte Aktion der ersten Halbzeit war, bat der Schiedsrichter die Mannschaften in die Kabine, um den Edlinger Verantwortlichen die Möglichkeit zu geben, ein neues Tor zu besorgen. Aus dem Publikum wurden daraufhin während der Halbzeitpause immer wieder Sprüche wie: „Ein Tor würde dem Spiel gut tun“ oder „Das Tor hätte jetzt nicht mehr fallen müssen“ laut.

Neues Gehäuse parat - es sollten noch mehr Tore fallen

Pünktlich zu Beginn der zweiten Halbzeit stand jedoch dann ein neues Tor bereit und das Offensivspektakel konnte weitergehen. Denn bereits in der 49. Minute gelang dem DJK-SV Edling der Anschlusstreffer: Der zur Halbzeit eingewechselte Daniel Walther konnte sich über die linke Seite durchsetzen und den Ball scharf zur Mitte geben. Dort fand er jedoch keinen Mitspieler, sondern Westerndorfs Manuel Niesner, der den Ball unglücklich über die eigene Linie bugsierte.

Der DJK-SV Edling war in der Folge die spielbestimmende Mannschaft, machte sich jedoch durch teils haarsträubende Defensivfehler das Leben selbst schwer. So auch in der 61. Minute, als ein Fehler im Spielaufbau einen weiteren Gegentreffer zur Folge hatte. Erneut wurde Michael Krauß auf die Reise geschickt und überlupfte Manuel Küspert zu seinem dritten Treffer der Partie.

Eigentor hilft SVW - doch Edling riecht wieder Lunte

Doch der DJK-SV Edling zeigte Moral und kam nur sieben Minuten später wieder auf einen Treffer heran. Einen Halbfeld-Freistoß von Martin Häuslmann verlängerte Kevin Mayr mit dem Kopf ins lange Eck. Doch es sollte an diesem Tag einfach nicht sein, denn wiederrum nur sieben Minuten später musste Manuel Küspert schon wieder den Ball aus dem Netz fischen. Nach einem langen Ball verfehlte Edlings Niki Putner den Ball, woraufhin Krauß wieder im Eins gegen Eins auf Küspert zulief und dem Schlussmann abermals keine Chance ließ.

Doch auch das sollte noch nicht das Ende der Partie gewesen sein, denn der DJK-SV Edling schlug kurz darauf zurück. Edling-Coach Stefan Eck beorderte Thomas Rotherbl in die Offensive, was sich bereits nach wenigen Sekunden bezahlt machte. Einen Abstoß von Küspert ließ er durch die Füße rutschen, wodurch Freddy Schramme frei durch war und den Ball zum 5:4 im Eck versenkte.

Letzter Punch gehört Hausherren - aber die Gäste gewinnen

Der Edlinger Wille war nun größer denn je und man warf alles nach vorne. Der SV Westerndorf schaffte es zwar immer wieder über Konteraktionen für Entlastung zu sorgen, allerdings wollte kein weiterer Treffer mehr folgen. Dieser fiel jedoch auf der anderen Seite. Nach einer Ecke sprang der Ball zu Edlings Spielmacher Andreas Hammerstingl, der jedoch unter dem Pfiff von Armin Just einschob. Der Schiedsrichter hatte ein Foulspiel gegen den Torhüter gesehen, weshalb er den Treffer nicht zählen ließ.

Auch in der Folge versuchte der DJK-SV Edling zumindest einen Punkt im Ebrachstadion zu lassen, allerdings wollte kein Treffer mehr gelingen, wodurch es beim 5:4 blieb. Durch den Auswärtssieg hält der SV Westerndorf Anschluss an die Spitzengruppe aus Bruckmühl und Prien und überwintert auf Rang Drei.

Westerndorf überwintert auf Drei - Edling im Niemandsland

Der DJK-SV Edling hingegen findet sich auf Platz neun wieder und steht somit im Niemandsland der Tabelle. Durch zehn Punkte Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz und 13 Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz wird es für die Eck-Elf in der Rückrunde vermutlich nur noch um eine bessere Platzierung in der Tabelle gehen.

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Pressemitteilung DJK-SV Edling

Quelle: rosenheim24.de



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