Kreisliga 1: Favoriten werden Rolle gerecht - Emmering überrascht, Raubling enttäuscht

Beinschuss-Rückblick: Der bisherige Saisonverlauf der Kreisliga 1

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Schaffen sie dieses Jahr den Aufstieg? Der SV Bruckmühl.
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Inn/Salzach: Kreisliga 1 - Das letzte Spiel der Kreisliga 1 wurden am Wochenende absolviert, womit sich die Kicker der äußerst spannenden Liga vorerst eine Pause gönnen und sich in die Winterpause verabschieden. Wir vom Beinschuss blicken auf die erste Saisonhälfte der Teams zurück. Wer war die Überraschung der Liga? Wer war die große Enttäuschung? Wie erging es den Auf- und Absteigern? Solche und noch weitere Fragen sollen im Kreisliga 1-Rückblick geklärt werden. 

Vor der Saison hatten wohl die allermeisten diese beiden Teams auf dem Schirm, wenn es um das Thema Aufstieg ging. Den SV Bruckmühl, der letzte Saison noch haarscharf am Bezirksliga-Aufstieg in der Relegation gescheitert war und den SV Westerndorf, der letzte Saison fast bis zum Ende ein Wörtchen um Aufstieg mitredete und mit furiosen Leistungen auf sich aufmerksam machte.

So ist es keine Überraschung , dass die beiden Teams nach 16 absolvierten Begegnungen die Kreisliga 1 in Punkten anführen (35 Punkte). Dabei grüßt der SV Bruckmühl vom Platz an der Sonne. Denn das direkte Duell zwischen den beiden besten Offensiven der Liga (40 Tore) konnte der SV Bruckmühl beim SV Westerndorf mit 2:1 gewinnen. Es scheint also, dass diese beiden ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht werden und der Aufstieg nur über die beiden Teams gehen kann. 

Bruckmühl und Westerndorf werden Rolle gerecht - Emmering und Tüßling lauern

Die ärgsten Verfolger der beiden Spitzenteams sind die SG Tüßling-Teising (30) Punkte, die aktuell zwar noch fünf Punkte hinter dem Spitzenduo liegen, allerdings hat die SG ein Spiel weniger absolviert und der TSV Emmering, der die größte Sensation in diesem Teilnehmerfeld darstellt. Der Aufsteiger aus Emmering sammelte in seiner ersten Kreisligasaison der Vereinsgeschichte bereits 31 Zähler. Des Weiteren hat das Team aus dem beschaulichen Emmering erst eine Niederlage hinnehmen müssen (3:2 in Bruckmühl), was den Topwert der Liga stellt. Mit Michael "Fußballgott" Tuscher haben sie auch noch den besten Torschützen der Liga. Von den 29 Treffern gehen sagenhafte 16 auf das Konto des Fußballgotts!

Das Mittelfeld der Liga beginnt mit dem SV Ostermünchen (26 Punkte), der hinter der SG Tüßling-Teising auf dem fünften Platz rangiert. Eine Situation mit der man in Ostermünchen wohl nicht ganz zufrieden sein kann, waren doch die Ansprüche vor der Saison vielleicht doch ein Wörtchen im Aufstiegsrennen mitsprechen zu können. Bei nun schon neun Punkten Rückstand scheint dieses Ziel wohl verfehlt zu werden, wobei die Osterhasen immer wieder mit richtig starken Leistungen wie dem 2:0-Sieg in Bruckmühl auf sich aufmerksam machen und noch nicht völlig abgeschrieben sind. 

Aufsteiger Aibling eindrucksvoll - Geht für Ostermünchen noch was?

Auf Platz sechs folgt mit dem FC Grünthal der Kreisliga-Dino. Nach einem schleppenden Beginn mit nur acht Punkten aus acht Spielen nahm der Dino zum Hinrundenendspurt nochmal richtig Fahrt auf und holte in den letzten acht Spielen satte 18 Punkte, weshalb sich das Team mit 26 Punkten auf den sechsten Platz verfrachten konnte. Mit 23 Punkten liegt der TuS aus Bad Aibling vollkommen im Soll. Als Aufsteiger legten die Kleeblättler einen überragenden Saisonstart hin und rangieren zu Recht im gesicherten Mittelfeld der Liga. Nach Vorne sowie nach Hinten sollte für den TuS in dieser Saison nichts mehr anbrennen. 

Danach folgt der Absteiger aus Kolbermoor (20 Punkte). Die wohl größte Unbekannte vor der Saison. Denn der Kader bekam ein komplett neues Gesicht und war nicht mit dem Bezirksliga-Kader der Vorsaison zu vergleichen, weshalb man gespannt sein durfte, welche Rolle die Kolbermoorer in dieser Liga einnehmen sollten. Die Kolbermoorer legten einen miserablen Saisonstart hin. Aus den ersten vier Spielen konnte der SV DJK bei einem Torverhältnis von 6:14 nur einen Zähler einfahren. Danach stabilisierte sich das Team um den erfahrenen Trainer Manfred Thaler und liegt aktuell acht Punkte vor den Abstiegsrängen.

Großholzhausen mit Problemen - Töging & Oberbergkirchen müssen weiter zittern 

Mit dem neunten Platz beginnt die bedrohliche Zone der Kreisliga 1, die unerwarteterweise vom ASV Großholzhausen angeführt wird (17 Punkte). Vor der Saison zählten nicht wenige den ASV zum erweiterten Kreis um den Aufstieg, jedoch kam es ganz anders für die Kicker des ASV. So lagen die Großholzhausener am zehnten Spieltag noch auf dem letzten Tabellenplatz. So musste auch hier ein Endspurt von sechs Spielen ohne Niederlage herhalten, um nicht auf einem Abstiegsplatz zu überwintern. Nicht zu vergessen ist hierbei, dass der ASV wie die SG Tüßling-Teisng ein Spiel weniger absolviert hat, nämlich 15. 

Punktgleich (15 Punkte) auf den Plätzen 10 und 11 liegen die Zweitvertretung des FC Töging und die erste Garde des SV Oberbergkirchen. Für beide Teams war vor der Saison klar, dass es wohl nur um den Klassenerhalt gehen wird. Beim FC Töging II darf man gespannt sein, ob vielleicht der ein oder andere Spieler aus der ersten Mannschaft, die sich im Mittelfeld der Landesliga etablieren konnten und wohl nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben, eingesetzt werden wird, falls der vorzeitige Klassenerhalt nicht geschafft wird. 

Raubling enttäuscht komplett! Sportbund auf Schlagdistanz

Die drei Kellerkinder der Liga. Der DJK SV Edling, TuS Raubling und die zweite Mannschaft des SB DJK Rosenheim liegen nur drei magere Pünktchen auseinander. Auf dem 12 Platz und damit auf dem ersten Relegationsplatz liegt der DJK SV Edling, der zumeist ansprechende und kämpferisch gute Leistungen zeigt und für teilweise völlig verrückte Ergebnisse, wie das 4:4 nach 4:1 Führung gegen Tüßling, das 3:3 nach 3:0-Rückstand gegen Kolbermoor oder die 5:4-Niederlage in Aibling, nachdem man bereits nach 32. Minuten mit 4:0 in Rückstand lag, steht. Beim DJK SV ist immer etwas geboten, außer eine Konstanz. 

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Ähnlich geht es da dem TuS Raubling, der nach 16 Spielen erst 12 Pünktchen sammeln konnte. Dabei ging die TuS als einer der ganz großen Favoriten um den Aufstieg in das Rennen. Die ersten beiden Begegnungen unterstrichen diese Ambitionen, so konnte der TuS mit einem Torverhältnis von 7:2 vier Punkte aus den ersten beiden Spielen sammeln und schien für das Aufstiegsrennen gewappnet. Doch wie das manchmal im Fußball so ist, riss danach komplett der Faden bei den Raublingern. Zwar zeigten die Raublinger danach oftmals ihre enorme Qualität um die Achse Schlosser, Lallinger und Gruber, jedoch meist ohne größeren Erfolg. Bestes Beispiel ist hier die knappe 2:3-Heimniederlage gegen den SV Bruckmühl am letzten Spieltag vor der Winterpause, als die TuS noch einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gab. 

Auf dem letzten Tabellenplatz rangiert aktuell die zweite Mannschaft des SB DJK Rosenheim. Neun Punkte konnten die Sportbündler erst sammeln und das obwohl die junge Mannschaft immer wieder frischen und auch kombinationssicheren Fußball zeigt. Jedoch muss der Sportbund oftmals den Platz mit einer knappen Niederlage verlassen, was vielleicht teilweise der noch fehlenden Erfahrung und Abgebrühtheit geschuldet ist. Aber auch den Sportbund darf man im Abstiegskampf nie abschreiben, das haben die letzten Jahre bei der ersten und bei der zweiten Mannschaft gezeigt. 

Quelle: rosenheim24.de

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