Laufen demontiert den Absteiger

Wie am Schnürchen lief es für den SV Laufen am Samstagnachmittag am Riedherrn. Beim Kreisligaabsteiger des FC Bischofswiesen sorgte der SVL für einen massiven Paukenschlag. Sage und schreibe 5:0 siegte die Reidinger-Truppe auf fremden Platz. Es ging vieles auf und die harte Arbeit auf dem Platz wurde belohnt. Schnelle Spielzüge und eine Kaltschnäuzigkeit vor allem im zweiten Durchgang waren ausschlaggebend für den hohen Sieg und die Füllung des "Selbstvertrauentanks" der Salzachstädter.

Keine Minute zu spät durfte man zum Riedherrn nach Bischofswiesen kommen. Mit Zug begannen beide Teams und die Geschwindigkeit in den Spielaktionen ließ keine Wünsche offen. In der 7. Minute lief Laufens Christian Höhn alleine durchs Mittelfeld und wurde 20 Meter vor dem Tor unsanft von den Füßen geholt. Thomas Wimmer legte sich das Leder zum Freistoß zurecht und traf schulmäßig zur 0:1 Führung für den Gast. Ein Auftakt nach Maß und eine Befreiung allemal. Der FC Bischofswiesen fand kein richtiges Rezept gegen hellwache Salzachstädter, die das Match in dieser Phase gut kontrollieren konnten. Die sehr aktive Spielanlage hätte schon in diesem Verlauf den zweiten Treffer allemal verdient gehabt. Die erste erwähnenswerte Chance für den Hausherren sahen die Fans auf beiden Seiten in der 22. Minute. Der Schuss von Markus Huthöfer wurde allerdings zur Ecke abgefälscht.

Mit schnellen Spielzügen gelang es dem FCB in der Folge jedoch sich vom Pressing des SV Laufen zu befreien und selbst einige Akzente zu setzen. Die vereinzelten Aktionen im Strafraum des SVL brachten für den FC Bischofswiesen nichts Zählbares ein. Die Gastelf von Manfred Reidinger reagierte darauf gut und versuchte mit Spielruhe das Heft nicht aus der Hand zu verlieren. Deutlich war zu sehen, dass der SV Laufen mit viel Willen am Riedherrn antrat und weiterhin mit kontrolliertem Spiel versuchte den Hausherren den Schneid abzukaufen. Eine Schrecksekunde musste die SVL-Hintermannschaft jedoch in der 43. Minute überleben. Sebastian Vorberg zirkelte einen Freistoß in Richtung Gehäuse von Keeper Michael Höglauer. Dieser war zur Stelle und kratzte das Runde unter der Latte heraus und entschärfte diese gefährliche Aktion.

Im Gegenzug schoss Christian Höhn nochmals auf das Tor. Höhns Schuss flog am Tor vorbei. Im zweiten Durchgang spielte der SV Laufen noch besser auf als in Durchgang eins. Teils unwiderstehlich staffelten sich die Gäste und sorgten mit klugem Passspiel und zielgenauen Einsatz für stetige Gefahr für Stefan Schnitzlbaumer im FCB-Tor. Gerhard Nafe war in der 48. Minute der erste Laufener Spieler, der durch solche Spielzüge eingesetzt wurde. Nafe fehlte bei dieser Aktion noch das Schussglück und er scheiterte aus kurzer Distanz. Nach einem Freistoß von Thomas Wimmer in der 53. Minute legte David Cienskowski auf den eingewechselten Maximilian Schmidt ab. Im Fallen konnte Schmidt das Leder allerdings nicht unterbringen.

Eine Minute später erschien Sebastian Vorberg wieder gefährlich in Laufens Gefahrenzone. Vorberg setzte sich dort durch und prüfte Michael Höglauer, der erneut per exzellenter Flugeinlage dies entschärfte und zur Ecke klärte. Diese Ecke erreichte dann darauffolgend Michael Geisler am zweiten Pfosten. Geisler stieg hoch und platzierte seinen Kopfstoß, doch wieder stand Höglauer goldrichtig im Weg. Wiederum flog das Leder vor Geislers Füße, der nicht lang fackelte und abzog. Allerdings fand er im Laufener Kasten mit Michael Höglauer erneut seinen Meister. Die kurze Druckphase der Bischofswiesener überstand der Gast aus der Salzachstadt somit schadlos und verstärkten ihrerseits wieder die Offensivbemühungen. Gerhard Nafe bekam in der 58. Minute das Leder am linken hinteren Strafraumeck. Nafe schob auf den wenige Meter entfernten David Cienskowski, der einschussbereit stand und abgeklärt zum 0:2 abstaubte.

Der SV Laufen war weiterhin konsequenter in ihren Angriffsaktionen und der Hausherr konnte dem ständigen Druck nicht länger standhalten. Kapitän Florian Hollinger war es in der 69. Minute, der mit einem souveränen Diagonalpass von der Mittellinie auf die linke Halbseite den erstarkten Gerhard Nafe einsetzte. Nafe war kurz davor schon seinem Gegenspieler entwischt und sprintete allein in Richtung Stefan Schnitzlbaumer. Schnitzlbaumer störte Gerhard Nafe vorerst beim Einschuss. Dieser umkurvte jedoch den Keeper, machte nach der Störung durch Schnitzlbaumer eine Drehung um die eigene Achse und knallte den Ball zum 0:3 in die Maschen. Dem SVL reichte es noch lange nicht und die wiedergefundene Spielfreude wollte ausgenutzt werden. Christian Höhn passte in der 73. Minute sehr schön auf Maximilian Schmidt.

Dieser bediente mit einer scharfen Hereingabe David Cienskowski, der am zweiten Pfosten freistehend das Leder im Runden unterbrachte - 0:4. Der Gast von der Salzach gab weiter richtig Gas und drängte den FCB in die eigene Hälfte. Für die "Zu-Null-Partie" musste die SVL-Hintermannschaft in der 87. Minute noch eine Chance überstehen. Erneut war Michael Geisler nach Eckball per Kopf zur Stelle - knapp am Tor vorbei. Richtig zwingend jedoch konnte der FC Bischofswiesen nicht mehr sein. Im Gegenteil. Sie mussten sogar den fünften Gegentreffer an diesem für den FCB schwarzen Tag hinnehmen. In der Schlussminute wirbelten Maximilian Schmidt und Gerhard Nafe in Zusammenarbeit im gegnerischen Strafraum. Schmidt bediente mit einem Flachpass Gerhard Nafe, der im Versuch Stefan Schnitzlbaumer auszuspielen von den Füßen geholt wurde. Der Strafstoß war dann Chefsache. Kapitän Florian Hollinger verwandete zum hoffnungsvollen 5:0 Endstand für den SV Laufen.

Pressemitteilung SV Laufen

Quelle: rosenheim24.de

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