Der Kreisklassist verrät die Ziele für das neue Jahr

Jahresrückblick mit dem SV Tattenhausen: „Jeder fieberte auf den Re-Start hin“

SV Tattenhausens Abteilungsleiter Patrick Bonnetsmüller.
+
Hofft, dass die Saison fair zu Ende gespielt werden kann: Tattenhausens Abteilungsleiter Patrick Bonnetsmüller.

Großkarolinenfeld - Die Fußballvereine aus der Region standen 2020 vor großen Herausforderungen. beinschuss.de hat beim Kreisklassisten SV Tattenhausen nachgefragt, wie sie auf das bisherige Jahr zurückblicken, wie sich die Corona-Pandemie in ihrem Verein auswirkt und welche Wünsche sie für 2021 haben.

Ein besonderes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Die Corona-Pandemie wirkte sich auch auf die Fußballvereine aus der Region aus und stellte diese vor große Herausforderungen. beinschuss.de blickt mit den Klubs aus der Region auf das vergangene Jahr zurück und fragte nach, wie sehr sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Verein bemerkbar machen und ob es trotzdem schöne Momente gab. Zudem blicken wir auf 2021 und die Klubs verraten, was sie sich für das kommende Jahr wünschen.


Nun beantwortete Patrick Bonnetsmüller, Abteilungsleiter des Kreisklassisten SV Tattenhausen, die Fragen von beinschuss.de:

Hallo Herr Bonnetsmüller, 2020 neigt sich dem Ende entgegen. Wie lautet aus Sicht eures Vereins die Bilanz des doch sehr besonderen Jahres?

Patrick Bonnetsmüller: Trotz der langen Pause und der sehr intensiven Vorbereitung im Sommer, konnte unsere Elf in den Derby’s gegen Großkarolinenfeld und Schechen jeweils als verdienter Sieger vom Platz gehen. Mit dem Sieg in Flintsbach und dem Punktgewinn gegen Nußdorf, setzten wir uns ganz oben fest und blieben nach dem Re-Start ungeschlagen.
Wie wirkt sich die lange Aussetzung des Trainings- und Spielbetriebs auf euer Vereinsleben auch hinsichtlich möglicher Abmeldungen von Mitgliedern aus?
Bonnetsmüller: Wir mussten im Sommer nur einen Abgang verkraften und das war meine Wenigkeit (lacht).
Das Thema „Finanzen“ ist im Profibereich allgegenwärtig. In eurem Verein auch?
Bonnetsmüller: Grundsätzlich trifft das Thema „Finanzen“ einen kleinen Verein wie uns nicht so sehr. Die Ausgaben in unserem Verein halten sich gering und durch gute Arbeit in den letzten Jahren ist ein finanzielles Polster angelegt. Was man aber sagen kann ist, dass wir neben den Sponsoreneinahmen aus Banden- und Stadionzeitungswerbung von Einnahmen aus „Festlichkeiten“ angewiesen sind und davon leider nichts möglich war.
Gab es für euch als Verein in diesem Jahr schöne/besondere Momente? Wenn ja welche?
Bonnetsmüller: Wenn man hier was nennen kann, dann den SVT-Nikolausdienst. Seit einigen Jahren organisieren die Fußballer für Kinder in und um Tattenhausen den Nikolausbesuch am 5. Dezember. Mit einem durchdachtem Konzept konnten wir den vielen Kindern auch in diesem Jahr eine große Freude machen.
Wie habt ihr im Verein den Re-Start im September erlebt?
Bonnetsmüller: Jeder im Verein, ob groß oder klein, fieberte auf den Re-Start hin. Hinzu kam natürlich auch, dass in der ganzen Republik und Österreich schon viel früher gespielt wurde. Als dann endlich das „Go“ kam und das Hygienekonzept des Vereins stand, war die Freude auf den Trainings- und Spielbetrieb natürlich riesig.
Stehen im kommenden Jahr im Verein besondere Highlights oder Feste an, solange die Corona-Pandemie dies zulässt?
Bonnetsmüller: Vielleicht ja die nächste Aufstiegsfeier (lacht). Wir hoffen, dass in 2021 wieder die beliebten Feste des SV Tattenhausen stattfinden können. Mit dem über Landkreisgrenzen hinaus bekannten Watt-Turnier im Januar werden wir nicht rechnen, aber unser Jugend- und Hobbyturnier im Sommer wird auf alle Fälle geplant.
Welche sportliche Ziele habt ihr als Verein im Herren- Frauen und Jugendbereich für das kommenden Jahr?
Bonnetsmüller: Im Jugendbereich wird hoffentlich bald wieder Fußball gespielt. Sportliche Ziele gibt es hier von unserer Seite keine, denn der Spaß der Jungs und Mädels soll immer im Vordergrund stehen. Bei der ersten Mannschaft hat man eine super Ausgangsposition auf den Relegationsplatz und wird den Tabellenführer Bosnia Rosenheim bis zum Ende auf den Fersen bleiben. Die sportliche Entwicklung der Truppe ist der größte Erfolg in dieser Saison und die jungen Spieler sollen in den restlichen Spielen noch weiterentwickelt werden. Großes Lob an dieser Stelle an unseren Chefcoach Tschisn Hofmann, der überragende Arbeit leistet. Die zweite Mannschaft des SVT spielt derzeit im vorderen Drittel, hat aber nur noch minimale Chancen auf die Aufstiegsplätze.
Zum Abschluss: Welche Wünsche habt ihr aus Sicht des Vereins für das Jahr 2021?
Bonnetsmüller: Alle sollen gesund durch den Winter kommen und wir hoffen, dass die Saison in allen Ligen fair zu Ende gespielt werden kann. Das jährliche Trainingslager am Gardasee, wäre schön wenn dies in der Frühjahrsvorbereitung wieder absolviert werden könnte. Außerdem fehlen die spannenden Relegationsspiele am Saisonende, wo sich Rang- und Namen auf sämtlichen Fußballplätzen über den Weg läuft.
Herr Bonnetsmüller, vielen Dank für das Interview!

ma

Kommentare