Jell, Jell, Tor

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Die 91. Minute im Chiemseederby zwischen dem heimischen TSV Bernau und dem Gast aus Prien. Spielstand 2:2. Aktivcoach Gregor Jell hob das Leder an den Fünfer, wo sein Bruder Thaddäus in Uwe-Seeler-Gedächtsnismanier den Ball gefühlvoll mit dem Hinterkopf zum 3:2 ins Tor beförderte. Dies war zugleich der Endstand in einem Spiel, das auch in den 90 Minuten vorher einiges zu bieten hatte. Die Hausherren kamen mit den schwierigen Platzverhältnissen von Beginn an besser zurecht und erspielten sich eine Überlegenheit. Die erste Chance vergab Kornfeld, der nach Thalhammer-Vorarbeit knapp vorbeischoss. Keine Zeigerumdrehung später wurden die 100 Zuschauer Zeugen eines sensationellen Treffers. Daniel Zaglauer legte sich nach einer Flanke sehenswert in die Luft und knallte das Leder mithilfe des Innenpfostens in die Maschen (22.). Kurz darauf traf auch der Gast - allerdings ins eigene Tor. Marco Kirchbuchner lenkte eine Horlacher-Flanke am chancenlosen Mehlhart vorbei ins Gehäuse. Kurz vor dem Seitenwechsel der TuS mit der Chance auf den Ausgleich. Loehmann scheiterte aber am gut reagierenden Kumpfmüller im Bernau-Kasten. Hälfte Zwei sollte es dann in sich haben, was auch an Schiedsrichter Gerhard Burghart lag, der nach Ansicht der Heimelf die Bezeichnung "Unparteiischer" nicht verdient hatte. Zunächst verkürzte Okanovic mit einem abgekürzten Freistoß, ehe Johannes Loehmann wenig später den Ausgleich markierte. Das Spiel wurde nun zunehmend hektischer, wobei der Schiedsrichter die Karten vornehmend an Bernauer Akteure verteilte. Doch nicht nur diese Aktionen ließen den TSV kochen. In der 78. Minute drang Gregor Jell in den Strafstoß ein und wurde klar gefoult. Es folgte ein Pfiff, doch zum Entsetzen der Bernauer und zur Verwunderung der Priener gab es keinen Strafstoß. Der Unparteiische unterstellte Jell eine Schwalbe und zeigte ihm Gelb. Mit viel Wut im Bauch legte Bernau eine Jetzt-erst-recht-Mentalität an den Tag und drängte fortan auf den Siegtreffer. Hartl und Angermaier verpassten zunächst das 3:2. Doch dann kam die besagte 91. Minute. (csl/tsv)

Quelle: rosenheim24.de

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