Traunstein siegt souverän in Amerang

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sr – das war eine kostenlose Lehrstunde bzw. 90 Minuten für den SV Amerang: gegen überlegene Gäste musste man an der Frabertshamer eine auch in dieser Höhe verdiente 0:4 Niederlage einstecken.

Von Beginn an übernahmen die Gawron-Schützlinge das Kommando und legten ein Tempo vor, dem die Heimelf nur äußerst schwer folgen konnte. Angriff über Angriff starteten die Gäste auf das von Uli Birle gehütete Tor - Stammtorwart Christian Rechl war beruflich verhindert - und näherten sich dem ersten Einschuss im SVA-Gehäuse immer mehr an. Zunächst scheiterte Stefan Mauerkirchner aus 20m an Birle (12.), bereits eine Minute später zielte Patrick Schön von der Strafraumgrenze nur um Zentimeter über den Kasten. Dann, eine Viertelstunde war gespielt, konnte Sturmtank Mauerkirchner einen Abpraller, nach schöner Vorarbeit über rechts, aus kurzer Distanz zur Führung für die Kreisstädter versenken.

Amerang agiert, Traunstein bleibt gefährlicher

Mit dem 1:0 im Rücken zogen sich die Gäste ein wenig zurück und legten ihr Hauptaugenmerk auf das Konterspiel. Dabei blieben sie jedoch stets gefährlicher, als die Seidel-Elf, die nun zwar mehr am Spiel teilnahm, aber sich nicht in die Spitze durcharbeiten konnte. Mit einem Kopfball von Dengel (knapp am kurzen Pfosten vorbei), einem von Birle toll parierten Griesbeck-Abschluss und einem Freistoß vom äußerst agilen Schön, der auch im SVA-Keeper seinen Meister fand, hätten die Traunsteiner durchaus die Führung ausbauen können. Die Gastgeber verbuchten lediglich mit einer Direktabnahme von Rechl aus 20m die einzige Torchance der ersten Hälfte (42.), die aber kein Problem für Torhüter Ndiaye darstellte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten die Gäste bereits den zweiten Torjubel auf den Lippen, aber Stefan Mauerkirchner setzte freistehend nach einer Ecke den Ball nur um Zentimeter über den Querbalken des SVA-Tores.

Zur Halbzeit eine hochverdiente Führung für den Aufstiegskandidaten aus der Kreisstadt, die wie die Feuerwehr loslegten und die SVA-Abwehr ein ums andere Mal vor größte Probleme stellte.

Blitztor bringt Vorentscheidung

Mit dem ersten Angriff der Gäste in Halbzeit zwei gleich nach Wiederanpfiff, die SVA-Abwehr spielte erfolglos an der Mittellinie auf Abseits, konnte Florian Griesbeck im Alleingang souverän das 2:0 für die SBler erzielen (46.). Das war eine ziemliche „Watschn“ für die Ameranger, die sich durch den knappen Rückstand nach der Pause noch durchaus was ausrechneten. Da das 0:3 nur kurze Zeit später fiel, Waritschlager zog unhaltbar aus 16m ab, war das Spiel endgültig gelaufen.

In der 68. Minute, die Partie war mittlerweile ausgeglichener, musste Florian Stöcklhuber den 1:3 Anschlußtreffer erzielen: nach schöner Vorlage von Rechl steht der SVA-Angreifer frei vor von TW Ndiaye, schießt diesen aber völlig unbedrängt am Oberkörper an – eine 100%ige! Es ergaben sich nun für die Gawron-Schützlinge einige gute Kontermöglichkeiten, eine davon schloss Kapitän Sebastian Mayer aus kurzer Distanz per Kopf zum 0:4 Endstand ab.

Nächster Brocken für Amerang

Nun heißt es für die Ameranger den Mund abwischen und sich der nächsten Herkules-Aufgabe am Samstag gegen den FC Miesbach stellen. Man kann sich aber trösten, gegen die kombinationsstarken und hervorragend eingestellten Akteure des SB Chiemgau Traunstein werden im Laufe der Saison sicher noch andere Mannschaft gehörige Probleme bekommen. In dieser Form sind die Kreisstädter ein heißer Kandidat auf den Meistertitel und kein Gradmesser für den Aufsteiger aus Amerang.

Aufstellung SV Amerang:Birle, Lindner, Seidel, M. Rechl, A. Kasparetti, C. Voit (A), Stöcklhuber, T. Kasparetti (ab 75. Millkreiter), M. Schmid (ab 57. Auer), Rußwurm (ab 62. Hainzl), GrulkeGelbe Karten: Seidel, Voit, Grulke, Hainzl (alle Foul)

Aufstellung SB Chiemgau Traunstein:Ndiaye, Mayer, Bauer, Berz (ab 58. Maaßen), Schön, Mauerkirchner, Waritschlager (ab 65. Thudt), Dengel, Daniel, Marchl (ab 68. Petzka), GriesbeckGelbe Karten: Mayer, Dengel (jeweils Foulspiel)

Tore: 0:1 (15.) Mauerkirchner, 0:2 (46.) Griesbeck, 0:3 (53.) Waritschlager, 0:4 (78.) Mayer

Quelle: rosenheim24.de

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