VfL nicht zu stoppen – souveräner Sieg gegen den Tabellendritten

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Der VfL Waldkraiburg blieb auch im fünften Spiel hintereinander ungeschlagen. Mit 2:0 wurde am Samstagnachmittag der TSV Kastl wieder nach Hause geschickt. Von Anfang an beherrschten die Industriestädter den Tabellendritten. In der 5. Minute bewahrte das Lattenkreuz, nach einem Kopfball von Patrick Keri, die Gäste vor dem frühen Rückstand. Die verdiente Führung fiel in der 35. Minute nach einem verwandelten Foulelfmeter von Markus Gibis. In der zweiten Hälfte das gleiche Bild, der VfL spielerisch überlegen. Für die Entscheidung mussten die Zuschauer allerdings bis 80. Minute warten, ehe der kurz zuvor eingewechselte Gerry Kukucska traf. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste bereits in Unterzahl, da Kastls Langenecker mit Rot vom Platz flog. Der VfL steigert sich von Woche zu Woche, immer mehr ist die Handschrift von Coach Gzim Shala zu erkennen.

Über 300 Zuschauer, davon knapp 50 aus Kastl, fanden den Weg ins Jahnstadion und sofern sie Anhänger von VfL waren, gingen sie auch freudestrahlend wieder nach Hause. Die ganz in Rot spielenden Waldkraiburger ließen die favorisierten Gäste von Beginn an gar nicht ins Spiel kommen. Erstmals konnte Gzim Shala mit einer fast identischen Aufstellung zur Vorwoche beginnen. Zu 100% setzte dann das Team die taktischen Anweisungen und die Marschroute des Coachs um, die Räume eng zu machen, um so den Gegner nicht zu seinem gewohnten Kurzpassspiel kommen lassen.

Gibis ganz abgeklärt

Mit dem ersten Angriff des VfL hätte die Heimmannschaft schon in Führung gehen können. Nach einem Eckball von Andy Balck köpfte Markus Gibis an den Fünfmeterraum und Patrick Keri verlängerte ebenfalls mit dem Kopf Richtung Tor. Das Lattenkreuz verhinderte jedoch, dass Keri endlich seine Pechsträhne beendete. Knapp 12 Minuten später erneute Ecke für den VfL, wieder durch Balck, diesmal köpfte Gibis direkt aufs Tor, verfehlte dies aber nur knapp. Die einzige Chance der Gäste entstand nach einem Fehlpass der Waldkraiburger Defensive. Mitch Cossu, legte dem Kastler Leonhard Thiel den Ball genau in den Lauf, ein Traumpass, nur in die falsche Richtung. Thiel ging allein auf Auer zu, der heute erneut zwischen den Pfosten stand, und versuchte an ihm vorbei zu schieben.

Mit einem Wahnsinnsreflex grätsche „Oldie Barne“ den Ball zur Ecke (25.). Obwohl Shala nur selten Standartsituationen trainieren lässt, ist der VfL mit diesen immer wieder brandgefährlich. Nach der dritten Ecke von Balck wurde Neuzugang Catalin Dedu im Strafraum gefoult und es gab Elfmeter (wie zu Kinderzeiten: 3 Ecken – 1 Elfer). Diesen verwandelte Markus Gibis ganz sicher zur 1:0 Führung des VfL. Wieder war es die 35. Minute, wieder war es Gibis, wie auch schon letzte Woche. Kurz vor der Pause hatte Keri noch eine Möglichkeit zu erhöhen, er scheiterte aber am Gästeschlussmann Egon Weber.

"Ich erlöse dich"

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Der VfL spielbestimmend und überlegen. Ein so aggressives Zweikampfverhalten hat man im Jahnstadion schon lange nicht mehr gesehen. Jeder Angriffsversuch des TSV wurde schon im Keim erstickt. Die Gäste versuchten es deshalb fast nur noch mit hohen oder langen Bällen, was ihnen aber auch keinen zählbaren Erfolg brachte. Die Industriestädter hatten nach knapp einer Stunde eine gute Freistoßmöglichkeit aus gut und gerne 25 Metern. Nur ganz knapp platzierte Andy Balck die Kugel über das Gäste Gehäuse. Kurz drauf hatte der quirlige Dedu seine Chance, doch er traf das Tor nicht. Nun brachte Gzim Shala frischen Wind in den Angriff und brachte den angeschlagenen Gerry Kukucska.

„Ich wollte Gerry eigentlich schonen, doch er bettelte mich auf der Bank an, Coach bring mich, ich erlöse dich!“, so Shala nach dem Spiel. Gesagt getan, denn nach knapp einer Viertelstunde machte Kukucska das entscheidende 2:0. Er verlor zuerst einen Zweikampf und spitzelte dann seinem Gegenspieler den Ball weg. Der Ball wurde immer länger und schlug letztendlich knapp neben dem Pfosten ein. Bis zehn Minuten vor dem Ende mussten die Zuschauer auf die Entscheidung warten. Die Gäste waren zu diesem Zeitpunkt nur noch zu zehnt, da Hannes Langenecken nach einem Foul zunächst Gelb sah, dann aber den Ball weg schlug und den Schiedsrichter beleidigte und mit Rot vom Platz musste. Ein kleines Indiz dafür, mit der Unzufriedenheit der Kastler Spieler, gegen den abstiegsbedrohten VfL, nicht den Hauch einer Chance zu haben.

Herkules-Aufgabe für VfL

Die Industriestädter steigern sich von Woche zu Woche, die Systemumstellung macht sich immer mehr bezahlt. Ein absolut genialer Schachzug des neuen Coach, der nun der VfL so gut wie gerettet hat, denn es fehlt lediglich ein Pünktchen, um nicht noch rein rechnerisch auf den Relegationsplatz abrutschen zu können. Aber auch nach oben hin ist noch alles offen, denn durch den Sieg verkürzte sich der Abstand auf Kastl auf nur noch vier Punkte.

Am kommenden Freitag geht es für den VfL zum Tabellenführer SB Chiemgau Traunstein.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bezirksliga Ost

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare