Vorschau: TSV Ampfing - ASV Au

Geht noch was für Ampfing? Ist Au der richtige Gegner?

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Freut sich darauf, dass es wieder losgeht: Ampfings Trainer Gzim Shala, dessen Blick nach vorne auch nach oben gerichtet ist.

Ampfing - Kann der TSV Ampfing noch mal in Richtung Aufstiegsplätze angreifen - das ist die große Frage vor dem Start in die Frühjahrsrunde der Bezirksliga Ost am Samstag, wenn die Schweppermänner um 15:00 Uhr den ASV Au im Isenstadion erwarten. Und natürlich, wie die Gäste drauf sind, die zuletzt wechselhafte Leistungen zeigten.

„Das erste Spiel ist natürlich immer das Wichtigste.“, sagt Ampfings Trainer Gzim Shala, der weiß, dass die beste Vorbereitung zur Makulatur wird, wenn der Auftakt in die Hose geht. Insofern war der 52-Jährige gar nicht so unglücklich, dass die Generalprobe letzte Woche gegen den ambitionierten Münchner Kreisligisten SV Zamdorf mit 0:2 verloren wurde: „Bei einem Sieg hätten einige Spieler gleich wieder gedacht, dass zu vieles von alleine geht - so aber wissen sie, dass es keine Selbstläufer gibt.“.

Verstärkter Kader bei Ampfing - der Konkurrenzkampf lebt

Insgesamt war der Coach mit der Vorbereitung sehr zufrieden, da es wenige Ausfälle wegen Verletzung oder Krankheit gab und fast immer auf Rasen trainiert werden konnte: „Rasen bleibt einfach Rasen - auch wenn er nicht optimal ist. Die Spieler konnten gut 90 Prozent der Einheiten absolvieren - und haben so gut gearbeitet, dass ich jetzt die Qual der Wahl habe.“. 18 bis 19 nahezu gleichwertige Akteure stehen aktuell beim Tabellenfünften Gewehr bei Fuß, der sich im Winter unter anderem mit der Rückkehr von Onur Kaya nochmals verstärken konnte, und drängen auf einen Einsatz.

Shala: „Das sind schwierige Entscheidungen - aber egal wer startet, wir werden auf der Bank sehr viel Qualität für alle Mannschaftsteile haben! Der Konkurrenzkampf ist jedenfalls groß - und jeder ist jetzt natürlich heiß auf den Start.“. Die Kunst für den Coach ist es jetzt die Stimmung auch bei den Reservisten hoch zu halten - und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die Mannschaft, die auf dem Platz steht, nicht überdreht.

Schaffen die Schweppermänner von Beginn an, die richtige Balance zu finden - dann ist in den verbleibenden zwölf Begegnungen trotz der großen Rückstände noch viel möglich, zumal sich die vorderen Mannschaften auch noch gegenseitig Punkte abnehmen werden!

Au muss eigentlich geschlagen werden - ist aber gefährlich

Neben dem Auftaktspiel haben vor allem die nächsten vier Runden mit den Spielen bei Spitzenreiter Moosach nächste Woche, gegen Kirchheim acht Tage später und gegen Forstinning am 8. April wegweisenden Charakter. Einen ähnlichen Stotterstart wie im Sommer können sich die Ampfinger dabei aber auf gar keinen Fall leisten - denn dann ist alles vorbei, ehe es richtig angefangen hat. Der ASV Au muss also wohl oder übel geschlagen werden.

Gegen den ASV hat Ampfing im Sommer beim 4:3 den zweiten Saisonsieg eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Franz Pritzl steht nur drei Punkte hinter Ampfing, konnte im Gegensatz zu den Schweppermännern im Winter keine Zugänge vermelden, musste aber auch keine Abgänge verkraften. Vielleicht macht gerade das die Auer stark.

Shala: „Das ist eine gute Mannschaft - die vor allem in der Offensive sehr viel Qualität hat. Da dürfen wir auf keinen Fall kopflos nach vorne rennen, sondern müssen geduldig unser Spiel aufziehen. Schlagbar - aber herausfordernd. Genau der richtige Gegner zum Auftakt!“. Ob er richtig liegt, wird sich am Samstag herausstellen.

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Michael Buchholz

Quelle: rosenheim24.de

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