TSV Teisendorf - ESV Freilassing

Teisendorf und Freilassing teilen sich im Landkreis-Derby die Punkte

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Teisendorf – Bei bestem Herbstwetter stand am Samstagnachmittag das erste Rückrundenspiel auf dem Programm, der TSV Teisendorf empfing den ESV Freilassing zum Landkreis-Derby. Die 300 Zuschauer auf der Teisendorfer Sportanlage sahen ein Spiel mit zwei verschiedene Halbzeiten, dass mit einem gerechten Unentschieden endete.

Es waren noch nicht einmal zwei Minuten gespielt, als die Mannschaft vom Trainer Franz Pritzl die erste Möglichkeit verzeichnete, doch der Schuss von Daniel Leitz landete auf dem Tor-Dach. Dann kamen die Gastgeber aus Teisendorf zu einer Doppelchance: In der vierten Spielminute ließ ESV-Keeper Tanzer eine Ecke aus den Händen gleiten, doch die TSV-Angreifer brachten den Ball nicht im Tor unter. Nur 120 Sekunden später hatte Timo Fritzenwenger seine erste Möglichkeit zum Jubeln, als er nach einem langen Ball komplett alleine vor Tanzer auftauchte, aber denkbar knapp am Tor vorbei schoss.

In der 13. Spielminute bekamen die Gastgeber dann eine Lehrstunde in Sachen Effizienz, denn die Freilassinger markierten mit dem zweiten gelungen Angriff die Führung. Nach einer schönen Ballstafette im Mittelfeld setzte Bruno Kovac Enis Kuka in Szene, der Freilassinger Angreifer nahm den Ball gekonnt mit und verwertete von der rechten Seite ins lange Eck zur Gästeführung. Ab diesen Zeitpunkt übernahmen die Gäste aus Freilassing dann komplett das Spielgeschehen und der TSV Teisendorf lief die meiste Zeit nur hinterher. Bis auf ein paar Entlastungsangriffe, die allerdings nicht sonderlich gefährlich waren, brachte die Heimelf in der ersten Hälfte nicht mehr zusammen. Die Eisenbahner waren zwar mehr am Ball, konnten diese Dominanz aber nicht in Tore ummünzen. Man hatte zwar einige gute Möglichkeiten - vor allem durch den schnellen Daniel Leitz, der der Teisendorfer Abwehr ein ums andere Mal davon lief - doch man war einfach zu ungenau und nicht kaltschnäuzig genug. So endete die erste Hälfte dann auch mit der knappen Führung für die Gäste.

Teisendorf gleicht im zweiten Durchgang aus

Der Teisendorfer Coach Andreas Brandl, der ja bekanntlich eine ESV-Vergangenheit hat, hatte in der Kabine anscheinend die richtigen Worte gefunden, denn die Teisendorfer kamen höchst motiviert aus der Pause und setzten sich in den Anfangsminuten der zweiten Hälfte regelrecht in der Freilassinger Hälfte fest. Die Freilassinger ihrerseits konnten, wie so oft in der letzten Zeit, nicht den Schwung aus der ersten Hälfte in die zweite übertragen und ließen sich den Schneid abkaufen. So war es in der 68. Spielminute folgerichtig und völlig verdient, dass der TSV Teisendorf den Ausgleich erzielte. Die Eisenbahner verloren in der eigenen Hälfte den Ball und Fritzenwenger wurde freigespielt, der blieb cool und vollstreckte alleine vor Tanzer zum 1:1-Ausgleich. 

Jetzt dachten wohl viele, dass sich jetzt ein richtiges Derby entwickelt, doch aus diesem Wunsch wurde keine Wirklichkeit, denn beide Teams agierten relativ verhalten, wobei die Teisendorfer ein wenig aggressiver, zielstrebiger zu Werke gingen und dem zweiten Treffer näher waren als die Gäste aus Freilassinger. Beim ESV lief dann nicht mehr viel zusammen, man konnte nicht mehr so richtig Druck nach vorne aufbauen, es fehlte einfach die zündende Idee um die fast immer sicher stehende Teisendorfer Abwehr um Kapitän Raimund Gasser zu überwinden. Nach einer vierminütigen Nachspielzeit beendete Schiedsrichter Martin Mooser dann das Spiel mit einem - für ein Derby - eher untypischen Spielverlauf.

Freilassing verliert den Anschluss

Diese Punkteteilung hilft eigentlich keinem von beiden Teams, beide Mannschaften verlieren so langsam den Anschluss, die Freilassinger oben und die Teisendorfer unten. Die Eisenbahner haben mittlerweile einen Rückstand von neun Punkten auf den ersten Tabellenplatz und fünf Punkte auf den zweiten, die Pritzl-Elf hängt auf dem 4. Platz fest. Für die Teisendorfer wird es immer schwieriger, den Klassenerhalt zu realisieren, man klebt mit neun Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz fest und nachdem Haidhausen ihr Samstagsspiel gegen Bad Endorf gewonnen hat, ist der Rückstand auf den einzigen Relegationsplatz auf acht Punkte angewachsen. 

Am kommenden Samstag um 14 Uhr steht für den TSV das nächste entscheidende Spiel auf dem Programm, denn es geht zum Tabellenletzten VfL Waldkraiburg. Da muss unbedingt gepunktet werden, sonst kommt es zum Platztausch. Für die Freilassinger steht am Sonntag um 11 Uhr das nächste Landkreis-Derby auf dem Programm, es gastiert der SV Saaldorf im Max-Aicher-Stadion.

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Pressemitteilung ESV Freilassing

Quelle: rosenheim24.de

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