SV-DJK Kolbermoor – TSV Aßling 3:3 (1:2)

Nach 0:2 und 1:3-Führung - Gefühlte Niederlage für Aßling

Stefan Kuklok mit dem 1:3 für Aßling.
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Stefan Kuklok mit dem 1:3 für Aßling.

Kolbermoor - Der amtierende Tabellenführer, der im 2017er Teil der laufenden Saison noch ohne Niederlage blieb, holte in den ersten beiden Spielen in 2018 nur einen Punkt und fuhr nach Kolbermoor, um endlich wieder zu zeigen, warum man nicht unverdient Tabellenführer war.

Am Ende des Spiels teilte man sich die Punkte, was sich wohl für beide Mannschaften wie eine Niederlage anfühlte, da der TSV zweimal mit 2 Toren vorne lag, aber ab der 23. Minute auch in Unterzahl agieren musste. Aber von vorne. In den ersten Minuten scheint sich Kolbermoor sehr gut auf den TSV eingestellt zu haben, der es nicht versteht, die Bälle zu halten oder einen Spielaufbau zu gestalten. Die DJK macht ordentlich Druck, allerdings ohne dabei wirklich gefährlich zu werden. 

Hier zeigt, sich schon warum der TSV bis dato nur 12 Gegentore in der Saison hinnehmen musste. In der 8. Minute nimmt der TSV durch einen langen Ball von Dimitrijevic, den Kolbermoorern den Wind aus den Segeln. Florian Huber war gestartet und am Strafraum kurz vor dem Torwart der Gastgeber mit der Pike am Ball: 0:1. Kurze Zeit später ist Limberger nach einem weiteren langen Ball mit viel Tempo auf rechts unterwegs. Seine scharfe Hereingabe findet Palmhöfer, der sich den Ball mit dem ersten Kontakt vorlegt und gekonnt mit rechts verwandelt. Danach hat der TSV das Spiel defensiv im Griff und kommt immer wieder zu gefährlichen Vorstößen, das Spiel läuft ganz nach Plan für den Tabellenführer, bis zur 23. Minute. 

Ein Freistoß von Andreas Huber findet am langen Pfosten seinen Namensvetter Florian, der gestoßen wird und dann mit beiden Armen den Ball ins Tor befördert. Gelb hatte er schon, also Platzverweis. Er selbst ärgert sich am meisten darüber. Für den TSV beginnt ein sehr langes Spiel und Kolbermoor bekommt wieder Luft. Wer jetzt ein Spiel auf ein Tor, eine Abwehrschlacht erwartete, wird enttäuscht, der neutrale Zuschauer wird es nicht. Immer wieder kommt auch der TSV zu gefährlichen Gegenstößen über seine schnellen Spieler Kuklok, Limberger, Pröschel, die teilweise sehr hart unterbunden werden und defensiv stand man immer noch gut. 

In der 35. Minute allerdings wurde Manuel Pavlovic links auf Strafraumhöhe sträflich allein gelassen und seine tolle Flanke mit dem linken Außenrist findet Tobias Hotter allein am Fünfer, der überlegt einnickt. Beide Spieler sind während des Spiels ständige Unruheherde. Im Anschluss vergibt der TSV zweimal durch Kuklok und einmal durch Huber die Chance, den alten Spielstand wieder herzustellen. In der 50. Minute sind es dann Limberger und der eingewechselte Mörbt, die sich auf rechts durchkombinieren und ersterer Kuklok das 1:3 auflegt. Die Stimmung ist da. 

In der 70. Minute fällt der erneute Anschlusstreffer durch Pavlovic, der nach einem Freistoß am Fünfer einköpft und nur zwei Minuten später den Ball auf links durchgesteckt bekommt und den Ball gekonnt in die lange Ecke schlenzt: 3 zu 3. Anschließend spielen beide Teams bis zur letzten Minute auf Sieg, ohne belohnt zu werden. Verdient oder unverdient kann man heute nicht sagen, aber doch unglücklich. So geht es 2018 für den TSV weiter darum, den ersten 3er einzufahren, was angesichts der heutigen Leistung aber nur eine Frage der Zeit sein kann.

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Pressemitteilung TSV Aßling

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