Hinweis der Redaktion: Das Wetter in den heimischen Bergen vom 24.-26. Juni

Freitag Gewitter mit starkem Regen möglich, Samstag Sonne-Wolken-Mix, Sonntag bestes Bergwetter.

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Wander-Tipp

Rauf auf die Kampenwand: Eine Tour mit dem gewissen Etwas

Nach einem weiten Bogen um den Fuß des Sulten taucht sie plötzlich auf: Die Kampenwand.
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Nach einem weiten Bogen um den Fuß des Sulten taucht sie plötzlich auf: Die Kampenwand.

Aschau im Chiemgau – Jeden Freitag lesen Sie hier unseren Wander-Tipp. Dieses Mal geht es vom Wanderparkplatz Hintergschwendt auf die Kampenwand. 

„Ich gangat gern auf d’Kampenwand, wenn I mit meiner Wampn kannt” lautet ein berühmter bairischer Schüttelreim, der weit über die Grenzen des Chiemgaus hinaus bekannt ist. Nachdem wir die letzten Male zwei Berge im Umfeld des charakteristisch gezackten Bergmassivs begangen haben, ist sie nun heute selbst dran. Eine Tour mit dem gewissen Etwas. 

Vom Wanderparkplatz Hintergschwendt über Liftstüberl auf die Kampenwand

Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Wir gehen eine Rechtskurve... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...und sehen, wie viel Zeit angeschrieben ist. Je nach körperlicher Verfassung wird‘s kürzer oder länger dauern. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Nur wenig steil geht‘s los... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...und erreichen nach einer guten Viertelstunde eine Kreuzung. Hier links abbiegen. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Es wird steiler... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...und erreichen bald wieder eine Kreuzung... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...an der wir rechts abbiegen. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Um abzukürzen können wir nach links abbiegen... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...und den Trampelpfad durch den Wald nehmen. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Über dem Dickicht ist die Gedererwand zu erahnen. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Mal steiniger... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...mal matschiger geht es weiter aufwärts. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Obacht Gegenverkehr! © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Nicht mehr lange... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...und wir geraten an die Gabelung, an der sich der Weg auf die Kampenwand in zwei Routen teilt. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Diesmal biegen wir rechts ab... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...und steigen bald über einen Übertritt. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Kurz noch durch den Wald... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...bis wir ihn vorerst verlassen. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Nun befinden wir uns im Almgebiet, das im Herbst allerdings nicht mehr durch das Schellen der Kuhglocken erfüllt wird. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
„Hier kommt die Sonne!“... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...und hier die Kampenwand! © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Hier geht es links weiter. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Zuerst über die Asphaltstraße... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...dann über den Kiesweg... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...tauchen wir erneut in den Wald ein. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Nun sind wir fast an der Steinling-Alm © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...und erleben ein phänomenales Wolkenspiel an der Kampenwand. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Wir entscheiden uns, erst einmal nach rechts abzubiegen. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Die Sonne spitzt hinter einem weiteren Nebengipfel hervor.  © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Durch das Gatter hindurch... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...kommt bald der Nebengipfel mit seinem großen Gipfelkreuz in Sicht. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Ein paar Meter noch... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...und wir erleben das Wolkenspektakel von der Seite. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Zurück an der Steinling-Alm biegen wir nun nach rechts ab... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...und marschieren auf die Kampenwand zu. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Der Gipfel kommt schon näher... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...allerdings müssen wir jetzt erst einmal die Hände zu Hilfe nehmen. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Wir steigen in den imposanten Canyon ein... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...wo wir auch über Trittbügel nach oben steigen. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Es wird enger... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...und wieder breiter. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Der Gipfel ist nun zum Greifen nah! © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Vorher müssen wir aber noch die Schlüsselstelle meistern. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Die letzten Meter... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...und endlich sind wir oben! © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Durch das Wolkenmeer sind das Achental, das Unterberghorn (1.773 Meter, mittig), die Rudersburg (1.434 Meter) sowie Teile des Wilden Kaisers zu erkennen. Rechts davor der kegelförmige Geigelstein (1.808 Meter). © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Eindrucksvoll brechen sich die Wolken an den Loferer Steinbergen, an denen Breithorn (2.413 Meter, links) und Mitterhorn (2.506 Meter, Mitte) zu erkennen sind. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Wenig Wolkenspiel gibt‘s hingegen am Sulten (1.486 Meter)... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...und an der Gedererwand (1.398 Meter). © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Im Dunst verschwindet das „Bayerische Meer“, unser Chiemsee. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Etwas später sind hinter dem Unterberghorn auch das Kitzbüheler Horn (1.998 Meter) und Teile der Hohen Tauern zu erkennen... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...links daneben das Fellhorn (1.765 Meter). © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Auf der anderen Seite sieht man wiederum die Brandenberger Alpen mit dem Kufsteiner Hausberg, dem Pendling (1.563 Meter, links) und die Bayerischen Voralpen mit dem Großen Traithen (1.852 Meter, halbrechts). © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Aus den Wolken taucht plötzlich auch die Hörndlwand (1.684 Meter) auf. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Nochmal ein Wolkenspiel am Wilden Kaiser... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
...und an den Loferer Steinbergen. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist wieder der Wanderparkplatz Hintergschwendt.
Eine relativ seltene Halo-Erscheinung am Berg: Das Brockengespenst mit Glorie. © Simon Schmalzgruber

Die Wanderung im Überblick 

Berg/Gipfel: Kampenwand-Ostgipfel, 1.664 Meter, Chiemgauer Alpen 

Höhenmeter der Wanderung: Circa 900 Höhenmeter 

Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Wanderparkplatz Hintergschwendt/Aigen, 83229 Aschau, Tagesticket 5 Euro 

Gehzeit: Circa zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden 

Schwierigkeit: mittelschwer bis schwer 

Einkehrmöglichkeiten: Liftstüberl, 1.170 Meter (ganzjährig geöffnet), Schlechtenberg-Alm (derzeit geschlossen), 1.263 Meter, Steinlingalm (Anfang Mai bis Ende Oktober/Anfang November, sowie von 26. Dezember bis etwa Ende März von Donnerstag bis Sonntag geöffnet; von 26. Dezember bis 6. Januar durchgehend geöffnet), 1.437 Meter  

Benötigte Ausrüstung / Kenntnisse: Festes Schuhwerk, gegebenenfalls Stöcke, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Orientierungsvermögen 

Wann sollte man aufpassen? Nicht nur die mittlere Passage bis zum Liftstüberl erfordert Trittsicherheit und Orientierungsvermögen, sondern auch der Schlussanstieg hat es in sich! Nicht zu Unrecht steht “alpines Gelände” auf dem Wegweiser, der von der Steinling-Alm zum Gipfelanstieg leitet: Neben vereisten Partien, die in den kälteren Monaten (also von Anfang Oktober bis circa Anfang März) überwunden werden müssen, erfordert das speckige Gestein besondere Vorsicht beim Hinaufklettern, da man leicht abrutschen kann. Außerdem ist die Schlussviertelstunde ziemlich ausgesetzt. Absturzgefahr! 

Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 2/5 Punkte: Auch wenn durch die Erschließung des Kampenwandgebiets per Seilbahn viele Leute vorzufinden sind, so ist die Besteigung des Gipfels Anfängern eher abzuraten, da die eben genannten alpinen Risiken nicht auf die leichte Kappe genommen werden dürfen. 

Für Familien mit Kindern geeignet? 2/5: Für Familien mit Kindern ist die Besteigung der Kampenwand ebenso als riskantes Unterfangen einzustufen, da man sich beim Schlussspurt gar an einem Stahlseil festhalten muss, das für zu kleine Kinder ein unüberwindbares Hindernis darstellen wird. Nur wer schon mal Erfahrungen am Stahlseil gemacht hat, sollte mit seinen Kindern den Gipfelsturm wagen! 

Für Hunde geeignet? 1/5: Hundebesitzern ist die Kampenwand-Besteigung noch weniger zu empfehlen, da eben genannte Stelle noch unüberwindbarer für Hunde ist. 

Lohnt der Gipfel-Ausblick? 5/5 Punkte: Durch seine exponierte Stellung ist die Kampenwand ein sagenhafter Aussichtsberg: Nicht nur der Chiemsee in seiner ganzen Pracht ist von oben zu sehen, bei guter Fernsicht ergeben sich außerdem Ausblicke bis in den Bayerischen Wald im Norden und zu Großglockner und Großvenediger im Süden. 

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt

Alpines Abenteuer: Was Anfängern eher abzuraten ist, ist ein Traum für den halbwegs versierten Bergsteiger: Der Weg durch den Bergwald und später die Kraxeleinlage machen die Kampenwand zu einem alpinen Abenteuer, das im Chiemgau ihresgleichen sucht. 

Chiemgaukreuz: Mit zwölf Metern Höhe ist das am 26. August 1951 geweihte Gipfelkreuz der Kampenwand das höchste ihrer Art in den Bayerischen Alpen. Zwar ist es schon vom Boden aus gut sichtbar, doch erst ganz oben wird man sich des ganzen Kraftakts bewusst, den die Erbauer dieses Eisen-Kolosses geleistet haben und wird sogleich von Ehrfurcht ob dieser Leistung erfasst. 

Aussicht: Nicht nur der Blick zum Chiemsee und den Tauern ist eine Schau, sondern auch etliche andere Gebirgsgruppen wie die Berchtesgadener Alpen, die Steinberge, das Kaisergebirge, die Bayerischen Voralpen sowie die gesamten Chiemgauer Alpen sind dank der freistehenden Lage sichtbar. 

Für wen die Tour nix ist 

Wer die Parkgebühren am Parkplatz unten sowie die alpinen Gefahren oben scheut, sollte lieber eine andere Tour in Angriff nehmen. 

Und Marsch! 

Unser Startpunkt ist wie die letzten Male schon der große Wanderparkplatz Hintergschwendt. Früh aufstehen lohnt sich, denn bereits um 9 Uhr früh kommt es einem vor, dass eine halbe Infanteriedivision hier aufgeschlagen hat. Nachdem wir unser Auto abgestellt und den Automaten mit viel Kleingeld gefüttert haben, geht es gemächlich los: Über eine Forststraße geht es in einer guten Viertelstunde an eine Kreuzung, an der wir links abbiegen. Von dort aus geht es über die allmählich ansteilende Straße in einer weiteren guten Viertelstunde an eine weitere Kreuzung: hier biegen wir rechts ab.

Nachdem wir weitere Meter gemacht haben, bietet sich an einem Punkt die Möglichkeit, nach links abzubiegen, um über einen unmarkierten und recht matschigen, aber gut sichtbaren Pfad nach oben zu steigen. Wer auf Nummer sicher gehen will, gelangt allerdings auch über die Forststraße und den anschließenden Steig an das nächste Etappenziel: die Teilung des Weges in Steinling-Alm-Route links und Schlechtenberg-Alm-Route rechts. Nachdem wir schon zweimal links gegangen sind, entscheiden wir uns diesmal für den rechten Weg.

Unter Umständen recht matschig, führt aber kürzer ans Ziel: Der unmarkierte Trampelpfad hinauf zur Kampenwand.

Kurz nach der Gabelung steigen wir über einen Übertritt, das heißt, dass uns in den warmen Monaten unter Umständen nach Verlassen des Waldes Rinder unterkommen können. Erst einmal geht’s allerdings noch ein bisschen über den schmalen Steig durch den Wald, den wir etwa nach einer halben Stunde verlassen. Wir gehen einen weiten Bogen um den Fuß des Sulten und plötzlich taucht die Kampenwand in all ihrer Pracht auf! 

Allerdings wird es noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis wir von ganz oben runterjodeln dürfen. Nachdem wir ein paar Bachläufe überquert haben, erreichen wir zuerst das Liftstüberl, dann befinden wir uns auf Höhe der Schlechtenberg-Alm. Von dort aus geht es zuerst über eine asphaltierte, dann sandige Straße weiter nach oben. Eine bis eineinviertel Stunden nach der Gabelung sind wir dann an der Steinling-Alm angelangt. Von hier aus bieten sich zweierlei Möglichkeiten: einerseits können wir uns rechts halten und in Richtung Bergstation der Kampenwand latschen – eine Option, die besonders bei Wolkenspiel sehr attraktiv ist! Oder wir nehmen gleich den Gipfel ins Visier. So oder so beginnt ab der Steinling-Alm der schwierigste Teil: Zuerst geht es über ein Wegelabyrinth nach oben. Besonders, wenn der Boden frostig ist, herrscht hier verstärkte Ausrutschgefahr. Aufpassen! 

Wer auf einen Nebengipfel in der Nähe der Bergstation der Kampenwand-Seilbahn steigt, bekommt unter Umständen ein tolles Wolkenspiel zu sehen!

Sind wir am rechten Rand der Kampenwand angelangt, beginnt die Kraxelpartie: Immer wieder müssen wir ab jetzt die Hände zu Hilfe nehmen, außerdem müssen wir immer wieder anhalten, um die Heerscharen anderer Wanderer vorbeizulassen. Aber immerhin hat man dann mehr Zeit, um den imposanten Felscanyon zu bewundern, durch den wir nun gen Gipfel schlüpfen. Nachdem wir dem gut markierten Weg gefolgt und über einige Trittbügel gestiegen sind, ist der Gipfel mit seinem riesigen Gipfelkreuz schon zum Greifen nah!

Allerdings müssen wir noch einen Schlenker nach rechts machen und landen auf einem kleinen Plateau. Je nach Zugang müssen wir hier schon mal fünf Minuten warten, um die Wandererkarawanen absteigen zu lassen. Haben wir endlich grünes Licht, hangeln wir uns beim Stahlseil am Fels entlang, hier nochmal besonders Obacht geben. Nach einem kleinen Zwischenabstieg geht es in leichter Kletterei die letzten Meter nach oben und nach dem Überqueren einer kleinen Brücke stehen wir endlich am Gipfelkreuz. Geschafft! 

Kurz vorm Gipfel kann es unter Umständen zu längeren Staus kommen.

Abstieg wie Aufstieg. Alternative: Über die Steinling-Alm und zwischen Sulten und Gedererwand nach unten. Dieser Weg führt uns dann an der Gabelung der zwei Routen wieder auf unseren Aufstiegsweg. 

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