Wander-Tipp: Wander-Genuss zu jeder Jahreszeit

Warum Sie einmal den Schnaitseer Fernsehturm besuchen sollten

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Oberbayerische Idylle: Schnaitsee mit den Chiemgauer Alpen und den Loferer Steinbergen, bzw. der Glocknergruppe dahinter.

Schnaitsee/Garting/Obernhof – Jeden Samstag lesen Sie hier unseren Wander-Tipp. Dieses Mal geht es noch nicht auf einen Berg – dafür liegt noch zu viel Schnee. Aber im nördlichen Chiemgau ist das anders: um den schneefreien Schnaitseer Fernsehturm ergeben sich viele Tourenmöglichkeiten.

Egal, von wo man auch hinschaut: Meist ist das Plateau mit dem Schnaitseer Fernsehturm schon von weitem zu sehen. Eigentlich ziemlich unspektakulär, so ein Hügel mit Fernsehturm und zwei Windrädern. Allerdings ist genau dieser Hügel, der durch die letzte Eiszeit entstand, ein hervorragender Aussichtspunkt, der mit dem Schnaitseer Ortsteil Obernhof sogar die höchstgelegene Ortschaft des südostoberbayerischen Alpenvorlands besitzt.

Die Wanderung im Überblick

  • Berg/Gipfel: Schnaitsee, Ortsteile Garting und Obernhof (653m) 
  • Höhenmeter der Wanderung: circa 50 
  • Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Aussichtsplattform Obernhof, 83530 Schnaitsee 
  • Gehzeit: Viele Tourenmöglichkeiten um den Fernsehturm - von kurz bis ganz lang ist alles dabei! 
  • Schwierigkeit: Sehr einfach 
  • Einkehrmöglichkeiten: keine 
  • Wann sollte man aufpassen? Beim Queren der Hauptstraße zwischen Fernsehturm und Windrädern 
  • Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 5/5 Punkte: Durch die vielfältige Tourenauswahl vor Ort können selbst Neueinsteiger profitieren. 
  • Für Familien mit Kindern geeignet? 5/5: Zu keinem Zeitpunkt wird der Weg abschüssig oder sonderlich steil. Ist die Querung der Hauptstraße gleich am Anfang gemeistert, steht dem Wanderspaß selbst für die Kleinsten nichts im Wege. 
  • Für Hunde geeignet? 5/5: Dasselbe gilt für Hundebesitzer: Ob Chihuahua oder Wolfshund, jeder Hund wird sich hier in der Natur wohlfühlen können! 
  • Lohnt der Gipfel-Ausblick? 5/5: Sichtweite über 200 Kilometer? Nur bei exponierten Bergen bei bestem Wetter möglich. Einer davon ist der Moränenhügel bei Schnaitsee, der eigentlich die Bezeichnung Berg nicht verdient hat. Und trotzdem ist die Aussicht bombastisch: Neben den bekanntesten Erhebungen Österreichs, dem Dachstein und dem Großglockner erstreckt sich die Sicht bei klarer Sicht vom Toten Gebirge im Osten über die Zugspitze bis zu den über 200 Kilometer entfernten Allgäuer Alpen, während nordwärts die sanften Hügel des Bayerischen Waldes und des Mühlviertels auszumachen sind.

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt

Über dem Ortsteil Stetten setzt das Abendlicht die Zugspitze eindrucksvoll in Szene.

  • Die Aussicht: Man kann mit Fug und Recht behaupten, auf einem der exponiertesten Punkte Bayerns, wenn nicht sogar Deutschlands spazieren zu gehen: Neben dem Dachstein, den Berchtesgadener Alpen, der Glockner- und Granatspitzgruppe ist an klaren Tagen die Sicht bis zum Bayerischen Wald und sogar bis zum „Wächter des Allgäus“, dem Grünten, möglich.

  • Familienfreundlichkeit: Keine größeren Aufs und Abs, dazu viel über asphaltierte Wege: Selbst für die Kleinsten wird das Wandern auf dem Plateau ein Genuss!
  • Ruhe und Einsamkeit: Viel los ist dort oben nicht, weswegen man sich nicht hetzen muss und die tolle Landschaft auf sich wirken lassen kann. Nachdem wir unser Auto an der 2007 errichteten Aussichtsplattform abgestellt haben, statten wir dieser zuerst einen Besuch ab. Auf mehreren Tafeln werden uns die Berge erklärt, die durch das herausragende Panorama sichtbar sind. 
Nun sind wir wieder am Turm.

Gleich neben der Aussichtsplattform ist ein Bushäuschen, an dem auf einer anderen Tafel kurze wie lange Touren angeschrieben sind sowie Informationen über die Geschichte in und um Schnaitsee stehen. Nach dem Überqueren der Straße laufen wir auf das Windrad „Viktor 2“ zu, benannt nach dem österreichischen Erfinder und Naturforscher Viktor Schauberger. 

Nachdem wir das Windrad hinter uns lassen, sehen wir schon den Ortsteil Stetten, hinter dem sich der höchste Berg Deutschlands, die Zugspitze, erhebt. An der Kreuzung gehen wir rechts weiter in Richtung Garting. Dort befindet sich auch eine Ölmühle mit Hofladen, an dem man tagsüber einkaufen kann. Vor dem Teich biegen wir wiederum rechts ab und laufen auf den 158,5 Meter hohen Fernsehturm zu, der seit 2005 keine Fernsehbilder mehr fürs ZDF und den Bayerischen Rundfunk sendet. Nicht viel später und wir sind wieder an der Hauptstraße und haben unsere kleine, aber feine Runde beendet.

Schnaitsee verspricht eine Wanderung für jede Jahreszeit

Simon Schmalzgruber

Quelle: rosenheim24.de

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