Hinweis der Redaktion: Das Wetter in den heimischen Bergen vom 17.- 19. September

Es wird herbstlich frisch. Freitag und Samstag noch meist trocken und sonnig. Sonntag dann regnerisch.

Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Von Maiergschwendt auf den Hochfelln 

Unterwegs in Klein-Mordor  

Ein Hauch von Mordor: Ein Felsturm, der aussieht wie Saurons Festung Barad-dûr.
+
Ein Hauch von Mordor: Ein Felsturm, der aussieht wie Saurons Festung Barad-dûr.
  • Simon Schmalzgruber
    VonSimon Schmalzgruber
    schließen

Ruhpolding – Jeden Freitag lesen Sie hier unseren Wander-Tipp. Dieses Mal geht es vom Maiergschwendt auf den Hochfelln. 

Der Hochfelln – ein beliebter Aussichts- und Familienberg im Chiemgau. Ein gut halbes Dutzend Routen führen aus verschiedenen Himmelsrichtungen auf den Berg. Heute nehmen wir uns mal eine der zwei südseitigen Routen auf den Gipfel vor - nämlich von Maiergschwendt über die Thorau-Almen. 

Wander-Tipp: Von Maiergschwendt aus über die Thoraualm auf den Hochfelln

Wir starten am Wanderparkplatz Marmorbruch.
Wir starten am Wanderparkplatz Marmorbruch. © Simon Schmalzgruber
Nur wenig steil geht‘s los.
Nur wenig steil geht‘s los. © Simon Schmalzgruber
Wir halten uns rechts.
Wir halten uns rechts. © Simon Schmalzgruber
Wir wechseln auf die Fahrstraße.
Wir wechseln auf die Fahrstraße. © Simon Schmalzgruber
Weiter in Richtung Glockenschmiede...
Weiter in Richtung Glockenschmiede... © Simon Schmalzgruber
...wird der Weg steiler...
...wird der Weg steiler... © Simon Schmalzgruber
...und tauchen in den Wald ein.
...und tauchen in den Wald ein. © Simon Schmalzgruber
Wald...
Wald... © Simon Schmalzgruber
...und noch mehr Wald.
...und noch mehr Wald. © Simon Schmalzgruber
Hier nicht nach rechts abbiegen...
Hier nicht nach rechts abbiegen... © Simon Schmalzgruber
...sondern links halten!
...sondern links halten! © Simon Schmalzgruber
Eine kleine Quelle sprudelt aus dem Fels!
Eine kleine Quelle sprudelt aus dem Fels! © Simon Schmalzgruber
Wir überqueren eine Brücke...
Wir überqueren eine Brücke... © Simon Schmalzgruber
...über den Thoraubach.
...über den Thoraubach. © Simon Schmalzgruber
Diesmal halten wir uns links...
Diesmal halten wir uns links... © Simon Schmalzgruber
...und tauchen in einen Canyon ein.
...und tauchen in einen Canyon ein. © Simon Schmalzgruber
Wir folgen den Wanderern.
Wir folgen den Wanderern. © Simon Schmalzgruber
Auch wenn der Vorgipfel verlockend scheint, dieser ist nur Bergfreunden mit gutem Orientierungsvermögen und Trittssicherheit vorbehalten!
Auch wenn der Vorgipfel verlockend scheint, dieser ist nur Bergfreunden mit gutem Orientierungsvermögen und Trittssicherheit vorbehalten! © Simon Schmalzgruber
Auf dieser Wiese tummeln sich Murmeltiere...
Auf dieser Wiese tummeln sich Murmeltiere... © Simon Schmalzgruber
...die entweder raufen...
...die entweder raufen... © Simon Schmalzgruber
...oder chillen.
...oder chillen. © Simon Schmalzgruber
Der Steig wird schmaler...
Der Steig wird schmaler... © Simon Schmalzgruber
Eine Erscheinung wie Saurons Festung Barad-dûr: Ein Felsturm auf dem Weg zum Hochfelln-Gipfel.
Eine Erscheinung wie Saurons Festung Barad-dûr: Ein Felsturm auf dem Weg zum Hochfelln-Gipfel. © Simon Schmalzgruber
Es geht dem Talschluss entgegen.
Es geht dem Talschluss entgegen. © Simon Schmalzgruber
Der letzte Krokus...
Der letzte Krokus... © Simon Schmalzgruber
Es steilt an...
Es steilt an... © Simon Schmalzgruber
...und es geht über verwitterte Holztreppen...
...und es geht über verwitterte Holztreppen nach oben. © Simon Schmalzgruber
...nach oben.
...nach oben. © Simon Schmalzgruber
Wir biegen nach rechts ab.
Wir biegen nach rechts ab. © Simon Schmalzgruber
An der Flanke entlang...
An der Flanke entlang... © Simon Schmalzgruber
...geraten wir an ein Altschneefeld.
...geraten wir an ein Altschneefeld. © Simon Schmalzgruber
Mal über Schnee...
Mal über Schnee... © Simon Schmalzgruber
...mal über Schrofen...
...mal über Schrofen... © Simon Schmalzgruber
...kommt der Gipfelbereich bald in Sicht.
...kommt der Gipfelbereich bald in Sicht. © Simon Schmalzgruber
Ein paar Kurven noch...
Ein paar Kurven noch... © Simon Schmalzgruber
...an der Tabor-Kapelle vorbei...
...an der Tabor-Kapelle vorbei... © Simon Schmalzgruber
...Berg Heil!
...Berg Heil! © Simon Schmalzgruber
Ein herrlicher Blick auf den Chiemsee...
Ein herrlicher Blick auf den Chiemsee... © Simon Schmalzgruber
Mit Herren-...
Mit Herren-... © Simon Schmalzgruber
...und Fraueninsel...
...und Fraueninsel... © Simon Schmalzgruber
...sowie dem Achendelta.
...sowie dem Achendelta. © Simon Schmalzgruber
Ein Blick ins Alpenvorland...
Ein Blick ins Alpenvorland... © Simon Schmalzgruber
...mit Bergen und Traunstein...
...mit Bergen und Traunstein... © Simon Schmalzgruber
...Traunreut und Palling...
...Traunreut und Palling... © Simon Schmalzgruber
...Burgkirchen und dahinter der Bayerische Wald...
...Burgkirchen und dahinter der Bayerische Wald... © Simon Schmalzgruber
...Burghausen...
...Burghausen... © Simon Schmalzgruber
...und der Tachinger See.
...und der Tachinger See. © Simon Schmalzgruber
Weiter geht‘s mit den Berchtesgadener Alpen....
Weiter geht's mit den Berchtesgadener Alpen.... © Simon Schmalzgruber
...und dem Kaisergebirge sowie den Chiemgauer Alpen.
...und dem Kaisergebirge sowie den Chiemgauer Alpen. © Simon Schmalzgruber
Ostwärts sind die Salzburg mit der Festung und der exponierte Traunstein zu sehen...
Ostwärts sind Salzburg mit der Festung und der exponierte Traunstein zu sehen... © Simon Schmalzgruber
...rechts davon das Höllengebirge und der Schafberg.
...rechts davon das Höllengebirge und der Schafberg. © Simon Schmalzgruber
...rechts davon das Höllengebirge und der Schafberg.
Blick hinunter nach Inzell mit der Arena und dem Zwiesel... © Simon Schmalzgruber
...zum Untersberg...
...zum Untersberg... © Simon Schmalzgruber
...zum Dachstein...
...zum Dachstein... © Simon Schmalzgruber
...zum Hohen Göll...
...zum Hohen Göll... © Simon Schmalzgruber
und-die-berchtesgadener-alpen mit Watzmann, Hochkalter und Hocheisgruppe. Davor das Sonntagshorn.
...und die Berchtesgadener Alpen mit Watzmann, Hochkalter und Hocheisgruppe. Davor das Sonntagshorn. © Simon Schmalzgruber
Hinter dem Dürrnbachhorn erheben sich die Leoganger Steinberge mit dem Birnhorn, links dahinter die Goldberggruppe in den Hohen Tauern.
Hinter dem Dürrnbachhorn erheben sich die Leoganger Steinberge mit dem Birnhorn, links dahinter die Goldberggruppe in den Hohen Tauern. © Simon Schmalzgruber
Hinter der schroffen Hörndlwand erheben sich die Loferer Steinberge.
Hinter der schroffen Hörndlwand erheben sich die Loferer Steinberge. © Simon Schmalzgruber
Links der Wilde, rechts der Zahme Kaiser.
Links der Wilde, rechts der Zahme Kaiser. © Simon Schmalzgruber
Während die Reichenspitzgruppe schon in den Zillertaler Alpen ist...
Während die Reichenspitzgruppe schon in den Zillertaler Alpen ist... © Simon Schmalzgruber
...ist die Venedigergruppe mit der Schlieferspitze noch in den Hohen Tauern.
...ist die Venedigergruppe mit der Schlieferspitze noch in den Hohen Tauern. © Simon Schmalzgruber
Rechts der Tauernkogel, links der Hochgasser.
Rechts der Tauernkogel, links der Hochgasser. © Simon Schmalzgruber
Der Großvenediger hüllt sich in Wolken.
Der Großvenediger hüllt sich in Wolken. © Simon Schmalzgruber
Die Granatspitzgruppe mit Granatspitze und Stubacher Sonnblick.
Die Granatspitzgruppe mit Granatspitze und Stubacher Sonnblick. © Simon Schmalzgruber
Auch der Großglockner hüllt sich in ein Wolkenkleid.
Auch der Großglockner hüllt sich in ein Wolkenkleid. © Simon Schmalzgruber

Die Wanderung im Überblick  

Berg/Gipfel: Hochfelln, 1.671 Meter, Chiemgauer Alpen 

Höhenmeter der Wanderung: Circa 1000 Höhenmeter 

Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Parkplatz Marmorbruch, 83324 Ruhpolding, kostenlos 

Gehzeit: Circa drei bis vier Stunden

Schwierigkeit: leicht bis mittelschwer

Einkehrmöglichkeiten: Thorau-Alm, 1.175 Meter, Hochfellnhaus, 1.674 Meter 

Benötigte Ausrüstung / Kenntnisse: Festes Schuhwerk, gegebenenfalls Stöcke, ein wenig Trittsicherheit und ein Orientierungsvermögen. 

Wann sollte man aufpassen? Bis weit in den Frühling hinein kann sich Altschnee halten, der den Aufstieg mühsam und nass macht. 

Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 4/5 Punkte: Abgesehen von der Länge ist die Tour technisch nicht sonderlich schwierig, insofern ist sie auch für Anfänger zu empfehlen! 

Für Familien mit Kindern geeignet? 4/5: Auch Familien mit Kindern sollten die Länge der Tour beachten, ansonsten steht auch diesen nichts im Wege. 

Für Hunde geeignet? 5/5: Dadurch, dass die Strecke immer wieder an Bachläufen und Quellen entlangführt, ist die Tour auch führ Hundebesitzer ein Tipp! 

Lohnt der Gipfel-Ausblick? 5/5 Punkte: Durch seine exponierte Stellung ist der Hochfelln eine hervorragende Aussichtskanzel, die mit weiten Blicken über das Alpenvorland bis zum Bayerischen Wald, von Traun- und Dachstein im Osten zur Zugspitze im Westen und zu den Zentralalpen im Süden aufwartet. 

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt  

Murmeltiere: Im Bereich der Thoraualm fühlen sich auch Murmeltiere wohl. Bei genauem Blick lassen diese sich vom Weg aus beim Raufen, Tollen oder Sonnen beobachten. 

Mordor-Touch: Dem Herr der Ringe-Fan wird auf dem Weg ein Felsturm auffallen, der der Festung Saurons (Barad-dûr) ziemlich ähnlich sieht. Und auch sonst besitzt die Umgebung einen gewissen Mordor-Touch. Wer Mittelerde mag, ist hier also gut aufgehoben! 

Hochfellnhaus: Bei einer Höhe von 1.671 Metern über dem Meer ist das Hochfellnhaus der höchstgelegene Gastronomiebetrieb des Chiemgaus. Das Mile-High-Feeling bei einer Mahlzeit oder einem Bier ist also garantiert!  

Für wen die Tour nix ist  

Durch die starke Frequentierung ist der Berg nichts für die Leute, die am Berg ihre Ruhe haben wollen. 

Auf auf! 

Wir starten unsere Tour am kleinen Parkplatz Marmorbruch. Von dort aus geht es über einen breiten und nur wenig steilen Waldweg, der nur mäßig steil in circa zehn Minuten zum ehemaligen Marmorsteinbruch führt. Waren es früher die Bergarbeiter, die sich dort tummelten, sind es heute die Kletterer, die sich ihren Weg durch die Wand suchen. Doch klettern soll heute nicht unser Ziel sein, deswegen geht es an der Weggabelung rechts weiter. Weitere 20 Minuten und wir erreichen einen kleinen Weiler mit einer Fahrstraße. Auf dieser Fahrstraße verbleiben wir ein wenig, ehe wir nach einer Brücke rechts zur historischen Glockenschmiede abbiegen. Nach der Glockenschmiede tauchen wir wieder in Wald ein und entlang des Thoraubachs wandern wir weiter in Richtung unseres heutigen Zieles. Wir verbleiben auf dem breiten Forstweg und lassen uns nicht durch Abzweigungen verwirren.

Auf dem Weg zur Thoraualm überqueren wir den tosenden Thoraubach.

Eine gute Dreiviertelstunde, nachdem wir in den Wald eingetaucht sind, gibt uns der Wegweiser allerdings zwei Möglichkeiten, den Hochfellngipfel zu erreichen: rechterhand über die Farnböden-Almen oder linkerhand über die Thorau-Almen. Wir entscheiden uns für die linke Route. Kurze Zeit später tauchen wir in einen Canyon ein, dessen schroffe Felswände unsere Blicke auf sich ziehen. Circa 20 Minuten später weitet sich der Canyon wieder und wir sind im Gebiet der Thoraualm, welche wir nach weiteren zehn Minuten erreichen. Hier bietet sich eine Rast an, sind doch von dort die Murmeltiere am Hang der Thorauschneid besonders gut zu erkennen! Nach der Alm wird aus dem breiten Forstweg ein schmaler Steig, der zum Ende des Talbodens führt. Linkerhand fällt uns ein Felsturm auf, der uns an Saurons Festung Barad-dûr aus der Herr der Ringe-Trilogie erinnert. Es könnten aber auch Teufelshörner hineininterpretiert werden. 

An schönen Tagen gut beobachtbar: Murmeltiere am Hang der Thorauschneid.

Der Steig wird nun merklich steiler und über verwitterte Holztreppen erreichen wir bald einen Sattel. Dort biegen wir nach rechts ab und am Fels entlang geht es nun steil und ein wenig ausgesetzt weiter. Nicht viel später zeigt uns der Wegweiser den Weg nach links und über Altschneefelder und durch schrofige Latschengassen geht es weiterhin recht steil in Richtung Gipfel. Bald schon kommt die 1971 neu errichtete Tabor-Kapelle in Sicht. Nun ist es nicht mehr weit! Zehn weitere Minuten und wir können sagen: Berg Heil! 

Für den Abstieg gibt es drei Möglichkeiten: Entweder auf der Aufstiegsroute, oder über die Farnbödenalm, oder über die Strohnschneid. Letztere setzt allerdings Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Orientierungsvermögen voraus. 

Simon Schmalzgruber

Kommentare