Hinweis der Redaktion: Das Wetter in den heimischen Bergen vom 17.- 19. September

Es wird herbstlich frisch. Freitag und Samstag noch meist trocken und sonnig. Sonntag dann regnerisch.

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Von Innerwald auf den Spitzstein

Ein kleiner Aussichtsberg mit überraschendem Panorama 

Das Gipfelkreuz des Spitzsteins.
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Das Gipfelkreuz des Spitzsteins.
  • Simon Schmalzgruber
    VonSimon Schmalzgruber
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Aschau im Chiemgau – Jeden Freitag lesen Sie hier unseren Wander-Tipp. Dieses Mal geht es vom Weiler Innerwald auf den Spitzstein. 

Ganz unscheinbar steht er inmitten eines Bergzirkus seiner bekannten Nachbarn Heuberg, Kranzhorn, Hochries, Kampenwand und Geigelstein: Der 1596,2 Meter (deutsche Messung), beziehungsweise 1598 Meter (österreichische Messung) hohe Spitzstein. Und auch wenn er nicht so sehr aus diesen Bergen hervorsticht, bei diesem Berg handelt es sich trotz alledem um keinen Geheimtipp! Gleich vier Routen, zwei deutsche, zwei österreichische, reduzieren sich am Spitzsteinhaus zu zwei Gipfelrouten, eine einfachere und eine schwierigere. Dementsprechend gut besucht ist der Berg an schönen Tagen. Oben am Gipfel ergibt sich eine tolle Aussicht über die gesamten Chiemgauer Alpen, Teile der Berchtesgadener Alpen, der Hohen Tauern und der Zillertaler Alpen bis hinunter ins Inntal nach Kufstein und dem Rosenheimer Ballungsraum, sowie zur Landeshauptstadt München am Horizont.

Wander-Tipp: Auf den Spitzstein

Unser Start liegt am Wanderparkplatz Huben.
Unser Start liegt am Wanderparkplatz Huben. © Simon Schmalzgruber
An der Kreuzung biegen wir nach links ab.
An der Kreuzung biegen wir nach links ab. © Simon Schmalzgruber
Die Gehzeit ist mit 3 1/2 Stunden angeschrieben.
Die Gehzeit ist mit 3 1/2 Stunden angeschrieben. © Simon Schmalzgruber
Nur mäßig steil geht‘s bergauf!
Nur mäßig steil geht‘s bergauf! © Simon Schmalzgruber
Wir biegen wiederum links ab.
Wir biegen wiederum links ab. © Simon Schmalzgruber
Der Weg wird schmaler...
Der Weg wird schmaler... © Simon Schmalzgruber
...und steiler.
...und steiler. © Simon Schmalzgruber
Jetzt bitte rechts abbiegen!
Jetzt bitte rechts abbiegen! © Simon Schmalzgruber
Wir begegnen ersten Schneefeldern.
Wir begegnen ersten Schneefeldern. © Simon Schmalzgruber
Und nochmal wird der Weg schmaler.
Und nochmal wird der Weg schmaler. © Simon Schmalzgruber
Willkommen im Winter Wonderland...
Willkommen im Winter Wonderland... © Simon Schmalzgruber
...doch von Annie Lennox fehlt jede Spur!
12.jpg © Simon Schmalzgruber
Kurze Schrofenunterbrechung.
Kurze Schrofenunterbrechung. © Simon Schmalzgruber
Und weiter gehts!
Und weiter gehts! © Simon Schmalzgruber
Bei der Hütte biegen wir links ab...
Bei der Hütte biegen wir links ab... © Simon Schmalzgruber
...und das Spitzsteinhaus kommt in Sicht!
...und das Spitzsteinhaus kommt in Sicht! © Simon Schmalzgruber
Am Spitzsteinhaus haben wir die Wahl: Links die einfachere oder rechts die schwierigere Route hoch zum Berg!
Am Spitzsteinhaus haben wir die Wahl: Links die einfachere oder rechts die schwierigere Route hoch zum Berg! © Simon Schmalzgruber
Wir wählen die einfachere Route.
Wir wählen die einfachere Route. © Simon Schmalzgruber
Über Schnee...
Über Schnee... © Simon Schmalzgruber
...und Schrofen...
...und Schrofen... © Simon Schmalzgruber
...in den Wald hinein.
...in den Wald hinein. © Simon Schmalzgruber
Zähne zusammenbeißen...
Zähne zusammenbeißen... © Simon Schmalzgruber
...gleich ist es geschafft!
...gleich ist es geschafft! © Simon Schmalzgruber
Berg Heil!
Berg Heil! © Simon Schmalzgruber
Am Gipfel ergibt sich ein toller Blick übers Inntal...
Am Gipfel ergibt sich ein toller Blick übers Inntal... © Simon Schmalzgruber
...mit der Stadt Kufstein und ihrer Festung...
...mit der Stadt Kufstein und ihrer Festung... © Simon Schmalzgruber
...und ihrem Hausberg, dem Pendling.
...und ihrem Hausberg, dem Pendling. © Simon Schmalzgruber
Auf der anderen Seite der Pölven.
Auf der anderen Seite der Pölven. © Simon Schmalzgruber
Der Blick schweift ins Karwendel...
Der Blick schweift ins Karwendel... © Simon Schmalzgruber
...und zum Großen Traithen (1.852 Meter)
...und zum Großen Traithen (1.852 Meter) © Simon Schmalzgruber
Auch der Wendelstein (1.838 Meter) mit seiner Antenne ist klar zu erkennen.
Auch der Wendelstein (1.838 Meter) mit seiner Antenne ist klar zu erkennen. © Simon Schmalzgruber
Der Heuberg (maximal 1.399 Meter) ist ein direkter Nachbar.
Der Heuberg (maximal 1.399 Meter) ist ein direkter Nachbar. © Simon Schmalzgruber
Blick ins Alpenvorland: Der Rosenheimer Ballungsraum...
Blick ins Alpenvorland: Der Rosenheimer Ballungsraum... © Simon Schmalzgruber
...mit den Bad Aiblinger Radarkuppel, dahinter im Dunst die Isarmetropole München.
...mit den Bad Aiblinger Radarkuppel, dahinter im Dunst die Isarmetropole München. © Simon Schmalzgruber
Blick zu Karkopf und Hochries...
Blick zu Karkopf und Hochries... © Simon Schmalzgruber
...deren Hütte am Gipfel auf 1.569 Metern liegt.
...deren Hütte am Gipfel auf 1.569 Metern liegt. © Simon Schmalzgruber
Schnaitsee mit seinem Fernsehturm ist ebenso zu sehen...
Schnaitsee mit seinem Fernsehturm ist ebenso zu sehen... © Simon Schmalzgruber
...wie die Pallinger Windräder. Das Weiße dahinter ist die Stadt Burghausen.
...wie die Pallinger Windräder. Das Weiße dahinter ist die Stadt Burghausen. © Simon Schmalzgruber
Die östlichen Chiemgauer Alpen...
Die östlichen Chiemgauer Alpen... © Simon Schmalzgruber
...mit Geigelstein (1.808 Meter)...
...mit Geigelstein (1.808 Meter)... © Simon Schmalzgruber
...und Kampenwand (1.669 Meter).
...und Kampenwand (1.669 Meter). © Simon Schmalzgruber
Die Berchtesgadener Alpen mit Hochkalter (2.609 Meter), Watzmann (2.713 Meter)...
Die Berchtesgadener Alpen mit Hochkalter (2.609 Meter), Watzmann (2.713 Meter)... © Simon Schmalzgruber
...Hocheisgruppe (2.522 Meter) und Großem Hundstod (2.593 Meter).
...Hocheisgruppe (2.522 Meter) und Großem Hundstod (2.593 Meter). © Simon Schmalzgruber
Die Loferer, dahinter die Leoganger Steinberge.
Die Loferer, dahinter die Leoganger Steinberge. © Simon Schmalzgruber
Der Fuscher-Kapruner Kamm mit Hohem Tenn, Großem Wiesbachhorn, Bratschenköpfen, Klockerin, Hohe Dock, Kitzsteinhorn, Bärenköpfen und Hocheiser.
Der Fuscher-Kapruner Kamm mit Hohem Tenn, Großem Wiesbachhorn, Bratschenköpfen, Klockerin, Hohe Dock, Kitzsteinhorn, Bärenköpfen und Hocheiser. © Simon Schmalzgruber
Und last but not least: Das Kaisergebirge mit dem Zahmen im Vordergrund und dem Wilden Kaiser im Hintergrund.
Und last but not least: Das Kaisergebirge mit dem Zahmen im Vordergrund und dem Wilden Kaiser im Hintergrund. © Simon Schmalzgruber

Die Wanderung im Überblick 

Berg/Gipfel: Spitzstein, 1596,2 Meter, Chiemgauer Alpen

Höhenmeter der Wanderung: Circa 850 Höhenmeter

Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Wanderparkplatz Huben, 83229 Aschau im Chiemgau, kostenlos

Gehzeit: Circa zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden

Schwierigkeit: leicht bis mittelschwer

Einkehrmöglichkeiten: Spitzsteinhaus, 1.252 Meter

Benötigte Ausrüstung / Kenntnisse: Festes Schuhwerk, Stöcke und je nach Witterungsverhältnissen Grödel; Trittsicherheit und ein wenig Orientierungsvermögen.

Wann sollte man aufpassen? Ab dem Spitzsteinhaus wird der Spitzstein schrofiger. Besonders im Frühling, wenn noch Altschnee liegt, kann es durch die Kombination von steilerem Gelände mit rutschigem Terrain knifflig werden. Dem nicht so trittsicherem Bergfreund sei angeraten, diese Passage mit Grödeln zu überwinden.

Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 4/5 Punkte: Der letzte Weg zum Gipfel schreckt den nicht so ganz trittsicheren Wanderfreund ab, ansonsten eine Tour für jeden!

Für Familien mit Kindern geeignet? 4/5: Auch Familien mit Kindern ist der Spitzstein zu empfehlen, sofern der Aufstieg nicht als zu lang empfunden wird.

Für Hunde geeignet? 5/5: Besonders bei der ersten Hälfte des Weges werden mehrere Bachläufe gequert und zudem bewegt man sich die meiste Zeit über zwischen Bäumen und Sträuchern. Eine ideale Tour für Herrchen und vierbeinigen Begleiter!

Lohnt der Gipfel-Ausblick? 4/5 Punkte: Zwar können vom Spitzsteingipfel weder Großglockner, noch Großvenediger gesehen werden, dafür steht das imposante Kaisergebirge direkt gegenüber. Auch der Rest der westlichen Tiroler Bergwelt mit den Kitzbüheler und Zillertaler Alpen sowie dem Karwendel kommt gut weg. Ebenso wie der Blick ins Alpenvorland, der an schönen Tagen bis nach München reicht!

Die Fernsicht vom Spitzstein aus reicht an schönen Tagen teilweise sogar bis München. Dieses Mal wollten die Wolken jedoch nicht weggehen.

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt 

Aussicht: Auch wenn die höchsten Berge Österreichs nicht sichtbar sind, so sind es doch die Tiefblicke, die den Spitzstein zu einem interessanten Aussichtsberg machen.

Als Wintertour geeignet: Sofern man Trittsicherheit in steilerem Gelände mitbringt, ist diese Tour auch als Wintertour geeignet.

Ein Berg für (fast) alle: Dadurch, dass lediglich der Gipfelbereich etwas ausgesetzt ist und die Strecke nicht ewig lang, ist der Spitzstein für (fast) jeden zu empfehlen!

Für wen die Tour nix ist 

Durch die starke Frequentierung ist der Berg nichts für die Leute, die am Berg ihre Ruhe haben wollen.

Auf in eine neue Saison!

Wir starten unsere Tour am Parkplatz Huben, der an schönen Tagen recht voll werden kann. Von dort gehen wir ein paar Meter geradeaus, ehe unser Weg scharf links abzweigt. Mäßig steil geht es auf dem breiten Forstweg hinauf, ehe unsere Aufstiegsroute ein zweites Mal scharf links abzweigt. Es wird etwas steiler und nach gut 20 Minuten erreichen wir eine Weggabelung. Hier aufpassen, denn diesmal geht es rechts weiter! Immer mehr an Höhe gewinnend erreichen wir bald die ersten Schneereste, die sich bis weit in den Frühling hinein halten können. Der Schnee wird mehr und ehe wir uns versehen, sind wir schon bald in einem Winter Wonderland. Fehlt nur noch eine singende Annie Lennox...

Am Weg zum Spitzsteingipfel, aber auch bereits bis zum Spitzsteinhaus liegt im Mai noch einiges an Schnee.

Bald kommen wir an eine sonnendurchsetztere Stelle, an der es zwar keinen Schnee gibt, dafür aber Schrofen. Trittsicherheit ist gefragt! Erneut tauchen wir in die Schneelandschaft und alsbald erste Hütten auf. An einer kleinen Hütte links abbiegen und eine Viertelstunde sowie einen kleineren Abstieg später sind wir schon da. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der biegt vor dem Zaun rechts ab. Denn das Spitzsteinhaus liegt in Tirol und damit im Ausland und man muss sich nicht wegen des Kurzaufenthaltes in Österreich vor einer Einreisequarantäne fürchten! Vom Spitzsteinhaus geht es wiederum erst flach los, aber schon bald steilt das Gelände an und wird schrofiger. Im Frühjahr kann die Mischung aus Schnee, Matsch und Gestein ziemlich nervig sein! Wir tauchen in einen Bergwald ein und nach ein bis eineinhalb Stunden vom Spitzsteinhaus sind wir auf dem Gipfel angelangt. Berg Heil!

Abstieg wie Aufstieg.

Simon Schmalzgruber

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