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Welche Waren betroffen sind

Lieferengpässe an Weihnachten: Drohen leere Regale und hohe Preise?

Blick auf leere Regale in einer Lidl-Filiale in Großbritannien
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Blick auf leere Regale in Großbritannien - droht das auch hierzulande?

Die Überlastung der Containerhäfen sorgt weiter für Lieferverzögerungen. Nun warnen Industrie und Experten vor Engpässen – und möglicherweise enttäuschenden Weihnachten.

Mit Hinblick auf die Benzin-Krise und viele leere Supermarkt-Regale in Großbritannien kann einen ein mulmiges Gefühl überkommen. Denn solch ein „Versorgungskollaps“ ist auch hierzulande denkbar. Deutschland ist zwar direkt nicht von den Folgen des Brexit betroffen, doch auch hier fehlen zehntausende Lkw-Fahrer, wie Branchenverbände beklagen.

Es gibt noch zahlreiche weitere Faktoren, die zu einem Versorgungsmangel beitragen – und das weltweit. Zum einen stehen aktuell zu wenig Container für den Transport von Gütern über die Weltmeere zur Verfügung. Wichtige Versorgungsketten drohen zu reißen. Zum anderen fehlen Rohstoffe. Auch das Weihnachtsgeschäft könnte unter den Problemen leiden. Hinzu kommen steigende Preise für die Verbraucher.

Globales Container-Chaos: Engpässe bei Rohstoffen und Produkten bahnen sich an

Im Frühjahr war es die MS Ever Given, die im Suezkanal havariert war und Chaos in der Schifffahrt ausgelöst hatte. Wochen später ist der globale Handel durch coronabedingte Schließungen von Häfen in China erneut ins Stocken geraten. Eine Art Dominoeffekt, der aus diesen Entwicklungen resultiert, sorgt nun für eine heillose Überlastung der Containerhäfen. Dort laufen alle Frachten, die sich über das Jahr angestaut hatten, auf einmal ein. Dementsprechend sind auch die Lkw-Speditionen und Transportwege ausgelastet. Die Frachtpreise schießen teils in die Höhe.

Hinzu kommt ein Mangel an Computerchips, der unter anderem die Produktion der Playstation 5 und weitere Teile der Unterhaltungselektronik beeinflusst. Wie ntv.de berichtet, besteht auch ein Problem bei der Versorgung mit Kunststoffgranulat, das die Herstellung vieler Spielwaren ausbremst.

Die Elektronikhändler Media Markt und Saturn warnen nun vor Engpässen bei gefragten Produktgruppen. Das teilte eine Sprecherin des Konzerns gegenüber merkur.de mit. Die Lager seien aktuell zwar „noch gut mit den entsprechenden Waren gefüllt“. Einige Lieferanten hätten allerdings „signalisiert, dass es in den kommenden Monaten zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von einzelnen Produkten“ kommen könne. Vor allem Elektronik-Artikel wie „Smartphones, Tablets, Drucker, Geschirrspüler und Kühlgeräte“ seien betroffen.

Engpässe und steigende Preise könnten Weihnachten gefährden

Auch Ökonomen gehen von einer angespannten Lage beim Weihnachtsgeschäft aus. Laut Vincent Stammer vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) könne es bei einzelnen Gütern „durchaus zu Verzögerungen und Ausfällen kommen“. In Sachen Unterhaltungselektronik stehe der Großteil für das Weihnachtsgeschäft allerdings zur Verfügung, behauptet er gegenüber merkur.de.

Wenige Monate vor Weihnachten müssen sich die Endkunden auf höhere Preise einstellen. „Wir werden Teuerungsraten von zehn bis 15 Prozent sehen“, zitiert das Handelsblatt Oliver Guttmann, einen Importeur für Einzelhändler. Manche Artikel werden nicht rechtzeitig zum Fest geliefert werden können, behauptet er. Die Produktvielfalt leide aktuell, da sich Importeure auf die „wesentlichen Produkte“ konzentrieren würden. Vincent Stammer von IfW sieht ebenfalls einen Preisanstieg zwischen „fünf bis zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr“ kommen.

„Es könnte sein, dass der Nachschub uns erst weit nach den Feiertagen erreicht“, sagt Ulreich Brobeil, Geschäftsführer des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie, gegenüber ntv.de. Sowohl Brobeil als auch Händler und andere Branchenverbände raten Verbrauchern dazu, Anschaffungen zu Weihnachten nicht zu spät zu tätigen. Ansonsten könnte die Enttäuschung unter so manchem Weihnachtsbaum groß ausfallen.

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