Mmmmm - 10 Fakten zum Tag der Milch

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Landkreis - Genießen Sie heute die Milch in Ihrem Kaffee oder an Ihren Cornflakes besonders. Heute, 1.  Juni, ist Tag der Milch. Wir haben 10 Milch-Fakten für Sie zusammengetragen.

1. Die Oberbayern sind die fleißigsten Milchproduzenten in Bayern

Im Jahr 2009 wurden in Bayern 7.177.856 Tonnen Milch produziert, 2.075.070 Tonnen kamen von oberbayerischen Bauernhöfen. (siehe auch Grafik. In Bayern ist die Milcherzeugung die wichtigste Einnahmequelle für die Landwirte. In rund 42021 Milchviehbetrieben werden insgesamt ca. 1,25 Mio. Milchkühe gehalten. Damit stehen 30 % aller Milchkühe der Bundesrepublik Deutschland in Bayern. Die durchschnittliche Milchleistung je Kuh liegt bei 6017 kg Milch pro Jahr. Jährlich werden ca. 7,04 Mio. Tonnen Milch angeliefert und in 79 milchwirtschaftlichen Unternehmen verarbeitet.

2. Milch ist keine Getränk, sondern ein Nahrungsmittel

Milch enthält mehr als 100 wertvolle Inhaltsstoffe. Sie umfaßt fast alle Nährstoffe, die der Mensch zum Leben braucht. Deshalb wird sie zu den Nahrungsmitteln und nicht zu den Getränken gerechnet.

So setzt sich die Milch verschiedener Säugetiere zusammen:

Inhaltsstoffe Mensch Kuh Schaf Ziege Pferd Rentier Büffel
Wasser 87,2 % 87,5 % 82,7 % 86,6 % 90,1 % 66,9 % 82,8 %
Kohlenhydrate 7,0 % 4,8 % 6,3 % 3,9 % 5,9 % 2,8 % 5,5 %
Milchfett 4,0 % < 4,2 % 5,3 % 3,7 % 1,5 % 16,9 % 7,4 %
Eiweiße 1,5 % 3,5 % 4,6 % 4,2 % 2,1 % 16,9 % 3,6 %
Spurenelemente 0,3 % 0,7 % 0,9 % 0,8 % 0,4 % 1,2 %

3. Milch beugt brüchigen Knochen vor.

Kalzium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff für den Aufbau und Erhalt der Knochenmasse. Eine Entmineralisierung führt zu einem schleichenden Knochenschwund, der so genannten Osteoporose. Um dieser vorzubeugen, ist eine kalziumreiche Ernährung wesentlich. Die besten Kalzium-Lieferanten sind Milch und Milchprodukte. Um den Bedarf eines Erwachsenen von 1.000 mg Kalzium pro Tag abzudecken, sollten täglich drei Portionen Milchprodukte verzehrt werden. So decken schon ein viertel Liter Milch, ein Joghurt und eine Scheibe Käse (z.B. Allgäuer Emmentaler oder Bergkäse) den Tagesbedarf eines Erwachsenen.

4. Milch ist auch Medizin

Entzündungs-Killer: Quark ist auch außerhalb des kulinarischen Genusses ein wahres Multitalent. Angewandt in Form von Quarkwickeln hat er eine abschwellende, entzündungshemmende, schmerzlindernde und angenehm kühlende Wirkung. Das Hausmittel hat sich bei Sonnenbrand, Insektenstichen und Verstauchungen lange bewährt. Bei Gelenkentzündungen haben sich die kühlen Quarkauflagen als so effektiv erwiesen, dass sie sogar in modernen Reha-Kliniken eingesetzt werden. Die Wickel sollten mindestens einmal am Tag, bei Bedarf auch häufiger gemacht werden. Das Einzigartige am Naturprodukt Quark ist, dass er sehr gut verträglich ist und praktisch keine Nebenwirkungen auftreten.

Einschlaf-Hilfe: Heiße Milch mit Honig ist ein idealer Schlummertrunk, denn Milch enthält den Eiweißbaustein Tryptophan. Der Körper stellt daraus das Glückshormon Serotonin her, welches Körper und Geist beruhigt und eine positive Wirkung auf den Schlaf hat. Eine wichtige Rolle bei der Wirksamkeit der heißen Honigmilch spielt der darin enthaltene Zucker. Erst durch ihn gelangt das Tryptophan ins Gehirn. Wer die heiße Honigmilch mit Zimt verfeinert, schafft ein zusätzliches Geschmackserlebnis.

5. Butter hat nicht mehr Kalorien als Margarine

Viele glauben, der schlanken Linie wegen auf Butter verzichten zu müssen und greifen stattdessen zu Margarine. Dabei enthalten beide Brotaufstriche mindestens 80 Prozent Fett und – je nach Sorte – zwischen 700 und 750 Kilokalorien pro hundert Gramm. Ob Butter oder Margarine ist letztlich also reine Geschmackssache. Und wer Kalorien sparen möchte, muss sich nicht die Butter vom Marmeladenbrot nehmen lassen, sondern greift einfach zu einer fettreduzierten Variante.

6. Es gibt nahezu laktosefreie Käsesorten

Laktose ist natürlicher Bestandteil von Milch. Je nach Herstellungsweise der verschiedenen Milchprodukte ist der Laktosegehalt der einzelnen Produkte unterschiedlich hoch. Bei der Reifung von Käse wird Milchzucker in Milchsäure umgewandelt. Als Faustformel gilt also: Je länger ein Käse reift, desto weniger Laktose enthält er. Hartkäse wie Bergkäse oder Allgäuer Emmentaler sowie Schnittkäsesorten sind aufgrund ihrer langen Reifezeit laktosefrei. Weichkäsesorten wie Camembert oder Brie sind nicht so lange gereift und können deshalb Spuren von Laktose enthalten. Mit einem Laktosegehalt von weniger als 0,2 g pro 100 g Käse sind sie meist jedoch für Menschen mit Laktoseintoleranz gut verträglich.

7. Das sind Deutschlands größte Molkereien

1 Nordmilch Konzern 4.100 (Mio. kg)
2 Humana Gruppe 2) 3.000
3 Müller Gruppe 3) 2.150
4 Hochwald 1.900
5 Mich-Union Hocheifel 1.078
6 FieslandCampina 983
7 Uelzena Konzern 4) 962
8 Molkerei Ammerland 957
9 BMI Gruppe 892
10 Rücker 850
11 Omira/Neuburger 5) 792
12 Hansa-Milch 740
13 Goldsteig 713
14 Bayernland 700
15 frischli 700
16 Zott 670
17 Allgäuland-Käsereien 589
18 Meierei Barmstedt 545
19 Hochland 496
20 Ehrmann Konzern 441
21 Bechtel Gruppe 440
22 Meggle 420
23 Käserei Champignon 400
24 Milchwerke Oberfranken West 389
25 Milchwerke Schwaben 346

8. Kühe sind heute Hochleistungstiere

Eine deutsche Milchkuh versorgt heute im Schnitt 21 Menschen täglich mit Milch. Durch sie entstehen: 18 Liter Trinkmilch, 3,5 Päckchen Butter, 2,2 Kliogramm Käse und 19 Kilogramm Jogurt.

9. So viel Milch und Milchprodukte verbraucht jeder Deutsche im Jahr

Pro-Kopf-Verbrauch (kg)
Konsummilch 66,8 66,0 -1,2%
Sauermilch- u. Milchmischgetränke 29,5 29,0 -1,7%
- davon Joghurt 17,8 17,8 0%
Sahne und Sahneerzeugnisse 5,9 6,0 1,7%
Butter 6,4 6,4 0%
Käse 22,3 22,3 0%
- davon Hart-, Schnitt-, Weichkäse 10,8 10,8 0%
- davon Speisequark und Frischkäse 9,4 9,4 0%
- davon Schmelzkäse 1,5 1,5 0%

10. Die Milch-Seen sind längst trocken

"Milchseen und Butterberge" gibt es nicht mehr. Die Lagerbestände von Butter und Milch/Milchprodukten in staatlicher Hand waren zum Jahresbeginn 2009 abgebaut. Durch die schwierige Marktlage hat die EU-Kommission wieder Butter und Magermilchpulver angekauft. Derzeit liegen 76.647 t Butter und 267.740 t Magermilchpulver in öffentlichen Lagern. Dies entspricht etwa 2 % der europäischen Jahresmilchmenge.

Quelle: rosenheim24.de

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