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Wisst Ihr, wie hoch Euer Verbrauch ist?

Wasserkosten berechnen und sparen: So behaltet Ihr den Überblick

Spartipp Duschkopf Richtig
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Wisst Ihr, wie viel Ihr für Euren Wasserverbrauch bezahlt? Hier erfahrt Ihr, wie Ihr es berechnet - und wie Ihr am besten einspart.

Auch für Wasser fallen monatlich Kosten an – bei denen man aber leicht einsparen kann. Mit einer einfachen Formel könnt Ihr Euren Wasserverbrauch berechnen und so feststellen, wo es noch Einsparpotenzial gibt.

Duschen, Zähneputzen, Wäsche waschen: Jeden Tag verbrauchen wir viele Liter Wasser – aber wie viele eigentlich genau? Die wenigsten wissen, wie hoch ihr Wasserverbrauch ist und können damit auch nur schlecht abschätzen, wie viel Geld sie dafür ausgeben. Dabei ist es ganz leicht, über den Wasserverbrauch den Überblick zu behalten.

Woraus setzt sich der Wasserpreis zusammen?

Zwei Bestandteile bestimmen den Wasserpreis: Einerseits fällt eine Grundgebühr für den Anschluss an, andererseits bezahlt Ihr auch einen sogenannten Verbrauchspreis, der davon abhängt, wie viel Wasser Ihr verbraucht. Beide Preise werden von jeder Kommune selbst festgelegt. Die Grundgebühren sind Fixkosten und machen tatsächlich etwa 80 Prozent Eurer Wasserkosten aus. Das liegt an der Wasser-Infrastruktur, die gewartet und betreut werden muss, was durch eben diese Fixkosten finanziert wird. Wie viel Ihr für die restlichen 20 Prozent zahlt, hängt von Eurem persönlichen Verbrauch ab. Übrigens fällt nicht nur für das Trinkwasser ein Verbrauchspreis an, sondern auch für das Abwasser; dieses muss schließlich auch wieder aufbereitet werden.

Diese Werte braucht Ihr für die Berechnung

Bevor Ihr mit der Berechnung beginnt, solltet Ihr daher zunächst herausfinden, wie hoch die Grundgebühr und der Verbrauchspreis für den Kubikmeter Trink- und Abwasser in Eurer Kommune sind. Am einfachsten seht Ihr das durch einen Blick auf Eure letzte Wasserabrechnung, dort sollten beide Gebühren vermerkt sein – ebenso wie der zuletzt abgelesene Wasserzählerstand, den Ihr ebenfalls für die Berechnung des Wasserverbrauches benötigt. Durchschnittlich liegt der Verbrauchspreis etwa bei zwei Euro pro Kubikmeter Wasser in Deutschland, also etwa 0,2 Cent pro Liter.

Habt Ihr all das in Erfahrung gebracht, fehlt nur noch der Blick auf die Wasseruhr, die den aktuellen Verbrauchsstand anzeigt. Die befinden sich im Eigenheim in der Regel im Bad, in der Küche oder im Keller. Sie zeigt den aktuellen Verbrauchsstand in Kubikmetern an, ein Kubikmeter entspricht 1000 Litern Wasser. Nachkommastellen sind farbig anders markiert, außerdem gibt es je eine Wasseruhr für warmes Wasser (rot) und für kaltes (blau). Wenn Ihr von dem aktuellen Verbrauchsstand nun den Wert der letzten Abrechnung abzieht, wisst Ihr, wieviel Wasser in den seitdem vergangenen Monaten verbraucht wurde.

Euer Abwasserverbrauch hängt direkt mit Eurem Trinkwasserverbrauch zusammen. Es wird nämlich einfach angenommen, dass sämtliches bereitgestelltes Trinkwasser irgendwann auch wieder Abwasser wird. Es wird deshalb indirekt über Eure Wasseruhr gemessen – um die Wasserkosten zu berechnen, könnt Ihr für das verbrauchte Abwasser daher einfach denselben Wert wie für das verbrauchte Trinkwasser veranschlagen.

Mit dieser Formel berechnet Ihr die Wasserkosten

Habt Ihr all diese Werte gesammelt, müsst Ihr sie nurmehr in folgende Formel einzusetzen, um Eure Wasserkosten zu berechnen:

Wasserkosten = (monatliche Grundgebühr x 12) + (Jahresverbrauch Trinkwasser in Kubikmetern x Verbrauchspreis für Trinkwasser) + (Jahresverbrauch Abwasser in Kubikmetern x Verbrauchspreis für Abwasser)

Wasserverbrauch in Mietwohnungen berechnen: So geht’s

Wenn Ihr in einer Mietwohnung wohnt und keine Wasseruhr, beziehungsweise nur eine für warmes Wasser habt, ist es etwas komplizierter, Eure Wasserkosten zu berechnen. Die Kosten für Warmwasser könnt Ihr mit der oben genannten Formel auch leicht berechnen. Um Euren Gesamtverbrauch abschätzen zu können, empfehlen wir euch den Online-Rechner von co2online.de. Aber Achtung: das sind nur grobe Richtlinien, Euer persönlicher Verbrauch kann davon abweichen!

Eure Vermieter haben zwei Möglichkeiten, wie sie den Wasserverbrauch auf Eure Betriebskosten umlegen dürfen: Entweder anhand des tatsächlichen Verbrauchs oder aufgrund einer Schätzung anhand der Wohnfläche oder der im Haushalt lebenden Personen. Wie es bei Euch der Fall ist, steht in Eurem Mietvertrag. Ist letzteres der Fall, könnte es sein, dass Ihr mehr bezahlt, als Ihr tatsächlich verbraucht. Deshalb könnt Ihr beim Vermieter fordern, dass dieser einen Wasserzähler in Eurer Wohnung installiert. Euer Vermieter kann nur dann eine Ausnahme beantragen, wenn die Installation mit einem zu großen Aufwand verbunden ist. Dann habt Ihr als Mieter aber das Recht, die veranschlagten Wasserkosten um 15 Prozent zu kürzen.

Ist mein Wasserverbrauch durchschnittlich?

Laut Verivox verbraucht eine durchschnittliche Person pro Tag etwa 125 Liter Wasser. Jährlich entspricht das einem Verbrauch von 45 Kubikmetern Wasser. Da der Grundpreis unabhängig von der im Haushalt lebenden Personen immer gleichbleibt, werden die Wasserkosten umgerechnet geringer, umso mehr Personen in einem Haushalt leben. Wenn Ihr genauer wissen wollt, wie viel Wasser Ihr täglich verbraucht, könnt Ihr einen Tag lang einfach mal Buch führen: Notiert Euch zu Beginn des Tages den Stand der Wasseruhr, und zieht den dann von dem Stand am Ende des Tages ab – schon habt Ihr euren heutigen Wasserverbrauch berechnet. Auch vor und nach dem Duschen könnt Ihr einen Blick auf die Wasseruhr werfen – so bekommt man ein Gespür dafür, wie viel Wasser dabei verbraucht wird.

So spart Ihr beim Wasserverbrauch ein:

Euren Wasserverbrauch könnt Ihr ganz einfach reduzieren. Hier haben wir ein paar Tipps für Euch zusammengestellt:

  • Ans Abstellen denken: Das Wasser nicht laufen lassen, während man sich die Zähne putzt, sich rasiert oder sich unter der Dusche einseift.
  • Eine Dusche einem Vollbad vorziehen: In der Dusche verbraucht man durchschnittlich pro Minute etwa 12 Liter Wasser, also etwa 60 Liter bei einer fünfminütigen Dusche. In eine Standard-Badewanne passen hingegen etwa 150 bis 180 Liter Wasser.
  • Sparduschkopf verwenden: Sparduschköpfe sparen bis zu 50 Prozent des beim Duschen verbrauchten Warmwassers ein, ohne dass der Duschkomfort dabei beeinflusst wird. Das funktioniert, indem sie dem durchfließenden Wasser Luft beimischen.
  • Geschirrspüler statt von Hand abwaschen: Habt Ihr einen Geschirrspüler, ist dieser meist die wassersparendere Varianten verglichen mit dem Abwasch von Hand. Der Wasserverbrauch pro Spülgang kann im Produktdatenblatt nachgelesen werden, liegt aber durchschnittlich bei 10 Litern. Spült Ihr von Hand, braucht ihr dafür circa 15 Liter. Aber Achtung: Sich nur deswegen ein neues Gerät anzuschaffen, ist natürlich auch nicht gerade umweltbewusst und sparsam.
  • Obst und Gemüse über einer Schüssel abwaschen und so das Wasser auffangen: Das könnt Ihr dann zum Beispiel noch zum Blumengießen verwenden.
  • Waschmaschinen immer voll beladen: Eine Richtlinie bietet dafür die Eine-Hand-Regel: Wenn in der befüllten Trommel zwischen Wäsche und Waschtrommel-Oberkante noch eine Handbreit Platz ist, ist die Waschmaschine optimal befüllt.

fso

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