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Mythen rund ums Energiesparen

Strom, Gas und Wasser sparen: Einige Maßnahmen bringen gar nichts

Mann befüllt eine Waschmaschine mit weißer Wäsche
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Ein verbreiteter Irrtum: Wäsche wird nur bei hohen Temperaturen richtig sauber.

Die Kosten für Heizung, Strom, Gas und Wasser steigen. Energie und damit Geld sparen in den eigenen vier Wänden ist daher das Gebot der Stunde. Doch einige Tipps, die dazu kursieren, bringen gar nichts.

Seit Beginn der Energiekrise hört und liest man unzählige Tipps, wie man Gas, Strom und Wasser sparen kann. Aber welche sind sinnvoll und welche Tipps bringen überhaupt nichts?

Sicher ist: Wie in anderen Lebensbereichen, haben sich auch beim Energiesparen einige allgemeine Irrtümer etabliert. Ob An- und Ausschalten von Lampen, laufende Heizung oder Kühlschrankinhalt – wir klären Euch über die wichtigsten Mythen rund ums Energiesparen auf.

Mythen aus dem Wäschekeller

Mit dem Kurzwaschprogramm der Waschmaschine spart man Energie. Falsch! Ein solches Programm verbraucht nicht weniger, sondern sogar mehr Strom als ein normaler Waschgang. Schließlich muss mehr Energie aufgebracht werden, um in kürzerer Zeit auf das Waschergebnis zu kommen.

Wäsche wird nur bei hohen Temperaturen richtig sauber. Falsch! Bei alten Waschmaschinen war es noch so, dass hohe Temperaturen nötig waren, um Hygiene zu gewährleisten. Moderne Maschinen und heutige Waschmittel schaffen es jedoch, normale Kleidung auch bei geringen Temperaturen (30 Grad, höchstens 40) von Schmutz zu befreien.

Der Trockner verbraucht Unmengen an Energie. Nicht unbedingt! Wer einen Wärmepumpentrockner besitzt, kann seine Klamotten nach dem Waschgang getrost in den Trockner stecken. Im Vergleich zu früheren Kondensationstrocknern sparen diese 70 Prozent Energie - und sind schon lange keine Energiefresser mehr.

Mythos Licht: an, aus, an, aus

Licht an- und ausschalten verbraucht mehr Energie, als die Lampen durchgehend leuchten zu lassen. „Halbwahr“ laut Information der Verbraucherzentrale. Bei gängigen Glühlampen ist der Energieverbrauch in den ersten Millisekunden, nachdem die Lampe eingeschaltet wurde, tatsächlich höher. Allerdings ist diese Zeitspanne so gering, dass sie nicht wirklich relevant ist. Die Experten der Verbraucherzentrale raten davon ab, ständig das Licht an- und auszuschalten. Erst wer den Raum länger als drei Minuten verlässt, sollte den Lichtschalter betätigen.

Ein weiterer Rat: Wer noch klassische Glühlampen oder Halogenlampen benutzt, sollte diese dringend durch LED-Leuchten ersetzen. Sie sind um einiges sparsamer und Ihr müsst Euch außerdem keine Sorgen machen, dass durch häufiges Ein- und Ausschalten die Lebensdauer der Lampen beeinträchtigt wird.

Mythos: Ladegeräte in der Steckdose

Ladegeräte ziehen nur Strom, wenn sie an einem Endgerät angesteckt sind. Falsch! Deshalb solltet Ihr immer den Stecker aus der Steckdose ziehen, wenn Ihr das Kabel nicht benutzt.

Zwar dürfen die Steckerteile ohne Gerät laut EU-Richtlinie nicht mehr als 0,3 Watt verbrauchen. Gibt es davon jedoch mehrere, kann sich der Verbrauch schnell erhöhen. Laut Techbook kann der Stand-by-Verbrauch schnell bis zu 16 Euro pro Ladegerät pro Jahr kosten.

Übrigens: Ein allgemeiner Mythos zum Thema Strom lautet: Strom verbraucht am meisten Energie im Haushalt. Falsch! Nur sechs Prozent beträgt sein Verbrauch, gemessen am Gesamtverbrauch. Die Heizung dagegen macht 75 Prozent aus.

Mythos Heizung: runterdrehen, aber nicht ausschalten

Es verbraucht mehr Energie, wenn die Heizung zwischendurch abgestellt und anschließend wieder hochgedreht wird. Falsch! „Durchheizen ist die deutlich verbrauchsintensivere Maßnahme“, sagen die Verbraucherschützer. Wenn die Heizung nicht gebraucht wird oder Ihr mehrere Stunden nicht zu Hause seid, solltet Ihr die Heizung durchaus runterdrehen. Um Schimmel zu vermeiden, sollte die Raumtemperatur allerdings nicht unter 16 Grad fallen.

Bei abgedrehter Heizung entstehen keine Kosten. Falsch! Wenn Ihr die Heizung bei längerer Abwesenheit oder in der Nacht komplett ausschaltet, können Wände, Decken und Böden auskühlen. Um Eure Wohnung dann wieder auf Wohlfühltemperatur zu bringen, muss die Heizung stark arbeiten - was viel Energie kostet.

Mythen aus der Küche

Der Backofen muss vorgeheizt werden. Mehrheitlich falsch! In der Regel ist das nicht nötig, da er sich ohnehin schnell erwärmt. Lediglich bei empfindlichen Teigen wie Pizza oder Soufflé ist ein Vorheizen sinnvoll.

Essen erwärmt man in der Mikrowelle sparsamer als auf dem Herd. Kommt drauf an! Bei Gerichten bis zu einem halben Kilogramm lohnt es sich, diese in der Mikrowelle zu erhitzen. Bei größeren Speisen verbraucht die Erwärmung auf dem Herd weniger Energie.

Geschirr per Hand zu spülen, ist die sparsamste Methode. Falsch! Um dreckiges Geschirr nach dem Essen wieder sauber zu bekommen, ist der Geschirrspüler in der Regel die sparsamste Methode. Nur bei Single-Haushalten lohnt sich das Spülen per Hand.

Ein voller Kühlschrank verbraucht mehr Strom als ein leerer. Falsch! Je leerer der Innenraum ist, desto schneller entweicht die gekühlte Luft, was wiederum den Energieverbrauch steigert. Unterschätzt wird dagegen Eis im Gefrierschrank: eine dicke Eisschicht erhöht den Energieverbrauch um bis zu 15 Prozent. Ab einem Zentimeter solltet Ihr deshalb abtauen.

Mythos Altgeräte

Es ist umweltschonend, Geräte so lange zu nutzen, bis sie kaputtgehen. Jein! Natürlich ist es sinnvoll, Haushaltsgeräte lange zu nutzen anstatt ständig den neuesten Trends zu folgen. Schließlich sind die Ressourcen auf unserem Planeten begrenzt. Aber: Alte Kühlschränke, Waschmaschinen und Co verbrauchen wesentlich mehr Energie als neue, weshalb ein Austausch nach rund 10 Jahren ratsam ist.

as

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