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Dorothea Perkusic beantwortet Fragen rund um „Leben“ und „Liebe“

Mein Partner und ich haben ein stark ungleiches Bedürfnis nach Nähe, kann das gut gehen?

In unserer Service-Rubrik „Liebesfragen“ können unsere Plus-Abonnenten Dorothea Perkusic unter dem Betreff „Liebesfragen“ Fragen rund um die Themen „Leben“ und „Liebe“ stellen. Jeder Ratsuchende bekommt von der Einzel- und Paartherapeutin eine persönliche Antwort. Ausgewählte Fragen werden immer montags hier anonymisiert veröffentlicht.

Frage eines Mannes:

Mein Partner wünscht sich deutlich mehr Zweisamkeit als ich. Ich bin eher ein Typ, der gerne auch mal was alleine macht mit meinen Freunden. Er will am liebsten immer alles zusammen machen und haben. Grundsätzlich bin ich immer gerne mit ihm zusammen, nur ab und zu brauche ich einfach meine Ruhe. Wir sind 1,5 Jahre zusammen. Am Anfang ist mir das nicht so aufgefallen, weil man ja immer zusammen sein will, wenn man frisch verliebt ist. Jetzt hat sich das bei mir verändert und wir kriegen deshalb immer öfter Streit. Mein Freund ist dann traurig und enttäuscht. Das nervt wiederum mich dann, weil ich mich wie ein Fiesling fühle. Ich fühle mich unter Druck und wünsche mir mehr Freiraum. Kann das gut gehen?

Antwort von Dorothea Perkusic:

Vorweg sei gesagt: ein Fiesling sind Sie sicher nicht! Immerhin machen Sie sich mitfühlende Gedanken und bemühen sich um eine Lösung. Zwischen Nähe und Distanz die Balance zu halten so, dass beide Beziehungspartner auf ihre Kosten kommen, stellt für viele Paare eine echte Herausforderung dar. Insbesondere, wenn die erste Phase der Verliebtheit rum ist und es an die gemeinsame Lebensgestaltung und -ausrichtung geht.

Was Sie erleben, ist für den Beginn einer Beziehung völlig normal. Man lernt sich kennen, verliebt sich, kommt zusammen. Auf dieser rosaroten Wolke ist meist alles einfach nur schön und man möchte soviel Zeit wie möglich miteinander verbringen, den neuen Partner in den Freundeskreis integrieren und das Erlebte miteinander teilen. In dieser Zeit liegt der Genuss in der Intensität.

Dorothea Perkusic auf Instagram 

Darauf folgt eine Phase der Abgrenzung und Ordnung. Wohin soll die gemeinsame Reise gehen? Pläne werden geschmiedet und es wird versucht etwas Struktur und Ordnung in die Beziehung zu bringen. Denn so schön die anfängliche Verliebtheit auch ist, es wird irgendwann anstrengend. Wer dreimal täglich geduscht hat um auch ja immer lecker, frisch und duftig für den Traumpartner zu sein, merkt dann, dass zweimal duschen auch okay ist. Manchmal wird es einem Partner zu eng und er beginnt, sich frei zu strampeln. Für den anderen ist das häufig ein herber Schlag. Er fühlt sich zurückgewiesen und versteht die Welt nicht mehr. Gerade war alles noch so schön und plötzlich hat er das Gefühl „zu viel“ zu sein.

In Wahrheit ist jedoch nicht er zu viel, sondern Sie brauchen nur wieder Ihr individuelles Maß an Freiraum zurück. Das ist völlig in Ordnung und kein Grund, ein schlechtes Gewissen zu haben. Ein wenig Distanz schadet sowieso nicht, um die Spannung zu erhalten.

Dennoch müssen Sie für sich offen überprüfen, weshalb Sie sich abstoßen, ob Sie sich abgestoßen fühlen und in welchem Maß diese Distanz in der Beziehung mit diesem Mann lebbar ist.

Sprechen Sie mit Ihrem Freund darüber und erklären Sie ihm, worum es Ihnen geht und was Sie brauchen. Ob das, was Sie zu geben haben, Ihrem Partner reicht, wird sich zeigen. Das müssen Sie miteinander aushandeln, jedoch dürfte sich dafür eine Lösung finden. Sie lieben ihn ja nicht weniger, nur weil Sie ab und an mehr Raum für sich brauchen? Genau das sollten Sie ihm erklären. Vielleicht lässt sich auch etwas aushandeln, was Ihnen beiden etwas bringt. Sie kriegen Ihren Freiraum und er dafür etwas, was er sich wünscht. Viel Glück!

Dorothea Perkusic

Sie haben eine Frage rund um die Themen Leben & Liebe?

Schreiben Sie an Einzel-, Paar- und Sexualtherapeutin Dorothea Perkusic. Alle Fragen werden beantwortet, ausgewählte anonymisiert veröffentlicht.

Rubriklistenbild: © pixabay

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