Saftig-zart

Spareribs-Rezept: Rippchen grillen leicht gemacht - so geht's

Saftige Spareribs können Sie ganz einfach selber machen.
+
Saftige Spareribs können Sie ganz einfach selber machen.

Saftig-zarte Spareribs zuhause zubereiten: Mit diesem einfachen wie raffinierten Rezept klappt es bestimmt - und Zeit sparen Sie dabei auch noch!

Grillsaison eröffnet*! Wer sich bei Grillprofis bezüglich der perfekten Zubereitung von Spareribs informiert, der wird als erstes von der berühmten 3-2-1 Methode zu hören bekommen: Drei Stunden räuchern, zwei Stunden dämpfen und dann nochmals eine Stunde glasieren.


Es stimmt schon, dass diese Vorgehensweise butterweiche und saftige Rippchen auf den Teller zaubert, aber: Es klappt auch anders! Und zwar mit meiner 30-90-30 Methode. Die Zahlen stehen hierbei für Minuten. Und wer flink in Mathematik ist, weiß: Diese Methode schlägt die der Profis dabei um über 50 Prozent bei der Zubereitungszeit - und die Spareribs werden auch zart und saftig.

Die Gewürzmischung für die Spareribs

Spareribs benötigen natürlich etwas Gewürz: Hier können Sie sich die gleiche zusammenstellen, die ich verwendet habe (siehe Rezept unterhalb). Oder Sie kreieren eine eigene. Letzte Option: eine Fertigmischung kaufen.


Lesen Sie hier: Dieses superschnelle Bratkartoffel-Rezept kennen Sie sicher noch nicht.

Das Räuchern der Spareribs

Dazu braucht es einen Gas- oder Kugelgrill, den Sie verschließen können – bei einem Kugelgrill wohl eh meistens der Fall. Und Sie benötigen Räucherchips- oder Späne. Auf dem Kugelgrill platzieren Sie diese auf den Kohlen oder Briketts. Im Gasgrill auf einem der Brenner. Aber bitte nicht ohne sie vorher in eine Räucherbox zu packen. Die Temperatur bei diesem 30-Minuten-Räuchern: 120 Grad.

Das Dämpfen der Spareribs

Dazu wandern die Spareribs in einen Bräter. Legen Sie in diesen Bräter ein Gestell, damit die Spareribs nicht den Boden berühren. Sonst liegen sie im Bier (alternativ Apfelsaft), den wir fürs Dämpfen benötigen. Haben Sie kein Gestell: Einfach ein paar Untertassen verkehrt herum übereinander und schon und es kann losgehen. Für 90 Minuten werden die Spareribs im verschlossenen Bräter in der indirekten Hitze auf den Grill gedämpft.

Lesen Sie hier: Auf keinen Fall auftauen: Deshalb sollten Sie gefrorenes Steak braten.

Das Glasieren der Spareribs

Die einfachste Übung beim Spareribs grillen: Die Spareribs kommen nun nochmals bei 120 Grad in die indirekte Hitzezone des Grills. Mit der Glasur beidseitig einstreichen und geduldig bleiben.

Tipp: die Glasur dient später auch wunderbar als Sauce – sollte einem zu wenig Glasur an den Spareribs hängen bleiben…

Die Beilagen für die Spareribs

Alles was das Grillerherz begehrt: gegrillte Maiskolben, Coleslaw und Pommes Frites. Oder was einem eben persönlich am besten mundet.

Rezept für Spareribs: So werden sie richtig lecker

Portionen: 3

Vorbereitungszeit: 15 Minuten

Zubereitungszeit: 2,5 Stunden

Zutaten für die Spareribs allgemein:

  • 1,5 kg Schweinerippe
  • 0,5 Liter Bier

Zutaten für die Gewürzmischung der Spareribs:

  • 2 EL Paprikapulver (rosenscharf)
  • 1 EL Paprikapulver (mild)
  • 1 EL gemahlenen Pfeffer
  • 1 EL Meersalz
  • 1 TL Currypulver
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1 TL Zwiebelpulver

Zutaten für die Glasur:

  • 0,5 Liter BBQ-Soße
  • 0,1 Liter Sojasoße
  • 0,25 Liter Sweet Chili Sauce

Lesen Sie hier: Raffinierter Spargel-Schinken-Auflauf - so gelingt er Ihnen auf Anhieb.

Vorbereitung der Spareribs

  1. Alle Gewürze für die Gewürzmischung in ein verschließbares Gefäß geben und gut durchschütteln.
  2. Die Rippchen mit der Gewürzmischung bestreuen und nun für einige Stunden oder eine Nacht im Kühlschrank abgedeckt marinieren lassen.

Zubereitung der Spareribs

  1. Die Rippchen für 30 Minuten im Grill bei 120 Grad räuchern.
  2. Jetzt die Rippchen im Dutch Oven (oder einem Bräter) auf ein Gitter legen und 90 Minuten bei niedriger Hitze um die 160 Grad dämpfen. Dabei aber nicht vergessen, das Bier in den Dutch Oven / Bräter zu geben.
  3. Nun die Glasur anrichten. Dazu die Zutaten in ein Behältnis geben und gut vermengen.
  4. Die Rippchen damit bestreichen und bei indirekter Hitze um die 120 Grad im Spare Ribs Halter auf dem Grill platzieren.
  5. Jetzt werden die Rippchen noch mal für 30 Minuten glasiert. Eine weitere Glasur nach der Hälfte dieser Zeit ist optional.

Auch interessant: Frisches Baguette für Anfänger: mit vier Zutaten gelingt es sofort.

sca

Grillsoßen für Fleisch, Fisch und Gemüse

Gegrilltes wird für Gourmets zum Fest, wenn verschiedene Saucen das Fleisch garnieren. Knoblauch, Curry oder Ingwer: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Gegrilltes wird für Gourmets zum Fest, wenn verschiedene Saucen das Fleisch garnieren. Knoblauch, Curry oder Ingwer: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. © Franziska Gabbert
BBQ-Soße, Currysoße und ein Chutney: Richtig gut schmeckt Gegrilltes, wenn man zwischen verschiedenen Soßen wechseln kann und sowohl süßer als auch scharfer Geschmack dabei ist.
BBQ-Soße, Currysoße und ein Chutney: Richtig gut schmeckt Gegrilltes, wenn man zwischen verschiedenen Soßen wechseln kann und sowohl süßer als auch scharfer Geschmack dabei ist. © Franziska Gabbert
Statt die üblichen Grillsoßen aus der Flasche auf den Tisch zu stellen, darf es in diesem Sommer gern mal ein wenig Selbstgemachtes sein.
Statt die üblichen Grillsoßen aus der Flasche auf den Tisch zu stellen, darf es in diesem Sommer gern mal ein wenig Selbstgemachtes sein. © Franziska Gabbert
Ketchup ist die ideale Basis für allerlei Spielereien. Zu einer Top-Steaksoße wird er etwa mit Soja- und Worcestersoße, Zuckerrübensirup, Pfeffer, Knoblauch und Chili.
Ketchup ist die ideale Basis für allerlei Spielereien. Zu einer Top-Steaksoße wird er etwa mit Soja- und Worcestersoße, Zuckerrübensirup, Pfeffer, Knoblauch und Chili. © Franziska Gabbert
Pur oder als Beilage passt beim Grillen immer ein Maiskolben, den man abknabbern kann.
Pur oder als Beilage passt beim Grillen immer ein Maiskolben, den man abknabbern kann. © Markus Scholz
Es muss nicht im Fleisch sein: Schmackhaft auf dem Grill sind auch Meerestiere wie Garnelen.
Es muss nicht im Fleisch sein: Schmackhaft auf dem Grill sind auch Meerestiere wie Garnelen. © Franziska Gabbert

Anja Auer ist Chefredakteurin des BBQ & Food-Magazins "Die Frau am Grill". Nebenbei betreibt sie den größten YouTube-Kanal zum Thema "Grillen" der im deutschsprachigen Raum von einer Frau produziert wird. Die meisten der Rezepte gelingen aber nicht nur auf dem Grill sondern auch auf dem Herd und im Ofen. Weitere Rezepte finden Sie auf www.die-frau-am-grill.de und dem YouTube-Kanal www.youtube.com/diefrauamgrill.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Netzwerks.

Kommentare