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Fliegen trotz Corona

Zwei Golf-Airlines testen IATA-Gesundheitspässe

Airline Etihad
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Der Welt-Airlineverband bietet den «IATA Travel Pass» an, mit dem Reisen in Corona-Zeiten vereinfacht werden soll. Etihad und Emirates beteiligen sich an dem Projekt. Foto: Kamran Jebreili/AP/dpa

Die Flugbranche steckt tief in der Krise. Der IATA-Gesundheitspass soll das Reisen unter Corona-Bedingungen deutlich vereinfachen. Etihad und Emirates wollen das Projekt nun unterstützen.

Genf/Frankfurt (dpa) - Die arabischen Fluggesellschaften Etihad und Emirates führen den neuartigen Gesundheitspass des Welt-Airlineverbandes IATA für ihre Passagiere ein.

Ziel des Pilotprojektes ist es, für den Luftverkehr die notwendigen Informationen zu Passagieren, Impfnachweisen, Tests und Einreisebestimmungen in einer Mobilfunk-Anwendung zu sammeln.

Mit dem «IATA Travel Pass» sollen Flugreisen unter den Bedingungen der Corona-Pandemie erleichtert und Quarantänen möglichst vermieden werden. Die Daten sollen dabei unter der Kontrolle der Passagiere bleiben, versichert der Verband.

Die IATA hat die App entwickeln lassen und bereits mit Piloten der British-Airways-Mutter IAG getestet. Auch die Deutsche Lufthansa ist nach eigenen Angaben an dem Projekt beteiligt, prüft bislang aber noch die Einführung für bestimmte Passagiergruppen. Parallel gibt es ein zweites App-Konzept namens CommonPass, an dem Lufthansa ebenfalls mitarbeitet und das möglicherweise in die gesamte Reisekette einschließlich der Unterkünfte integriert werden kann.

Etihad will im ersten Quartal dieses Jahres den IATA-Pass zunächst auf ausgewählten Flügen aus Abu Dhabi anbieten. Emirates kündigte an, dass ihre Passagiere ab April ihre Corona-Testergebnisse vor Abflug in Dubai über die App vorlegen können. Grundsätzlich will IATA die Technologie sämtlichen Fluggesellschaften zur Verfügung stellen.

Statt 4,5 Milliarden Menschen im Vorjahr waren 2020 nur noch 1,8 Milliarden Menschen mit einem Flugzeug unterwegs. Die Airlines haben nach Schätzungen der IATA 118,5 Milliarden US-Dollar (99,9 Mrd Euro) Verluste gemacht.

© dpa-infocom, dpa:210119-99-86892/10

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