Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Paradies unter Palmen

Was genau ist die Südsee?

Palmen, weißer Strand und azurblaues Wasser: So stellen sich viele Menschen die Südsee vor. Foto: DB Ehlers
+
Palmen, weißer Strand und azurblaues Wasser: So stellen sich viele Menschen die Südsee vor. Foto: DB Ehlers

Weiße Strände, blaues Wasser und Kokosnüsse: Klischees über die Südsee gibt es mehr als genug. Aber was ist die Südsee überhaupt und wo genau liegt sie?

Kiel (dpa/tmn) - Tropische Traumstrände, Palmen und exotische Kulturen: Die Südsee ist ein Sehnsuchtsort, voller Verlockungen, romantisch verklärt - ein vermeintliches Paradies. Endloses Meer, winzige Inseln. Doch was meint der Begriff Südsee genau?

«Eine leichte Frage mit einer nicht so leichten Antwort», sagt Andreas Mieth, Ökosystemforscher und Geoarchäologe an der Universität Kiel. Streng geografisch meint die Südsee den südlichen Pazifik vom Äquator bis zum 60. Breitengrad, an dem das Südpolarmeer beginnt.

Erstmals geprägt hat die Bezeichnung der spanische Eroberer Vasco Núñez de Balboa. Er durchquerte 1513 vom Atlantik aus Panama und sah als erster Europäer den heutigen Pazifik. «Er nannte es Südmeer, Mar del Sur», sagt Mieth. Nur sieben Jahre später entdeckte Ferdinand Magellan vom Atlantik aus eine Durchfahrt südlich von Patagonien und nannte das neu entdeckte Meer Pazifik. In alten Karten tauchen zum Teil beide Begriffe auf, wie der Forscher erklärt.

Die Südsee lässt sich auch kulturell definieren. Bei diesem Ansatz umfasst sie die Regionen Melanesien, Mikronesien und Polynesien, sagt Mieth. Polynesien reicht im Osten bis zur Osterinsel und im Norden bis Hawaii. «Die Hawaii-Inseln liegen nördlich vom Äquator und würden, streng geografisch, also nicht zur Südsee gehören. Kulturell gesehen ist das jedoch vertretbar», sagt Mieth.

Heute am verbreitetsten ist aus Sicht des Wissenschaftlers, der zu Forschungszwecken immer wieder auf der Osterinsel weilt, aber die emotionale Definition. «Die wird stark durch den Tourismus geprägt.» In der Sichtweise umfasst die Südsee die Inselwelt des südwestlichen Pazifik mit Tahiti, Samoa, Fidschi und Neukaledonien. Das seien die Inseln mit den Traumstränden, wo es tropisch heiß ist.

Europäische Entdecker wie James Cook haben im 18. Jahrhundert diese Perspektive auf die Südsee entscheidend geprägt. Sie beschrieben Orte mit mildem Klima, atemberaubenden Landschaften und schönen Menschen. So wurde aus der Region der noch heute berühmte Sehnsuchtsort.

Informationen zu Andreas Mieth

ZDF-Doku "Abenteuer Südsee" (Terra-X)

Kommentare