Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Recht bei Flug annulliert

Anzeigentafel Flughafen
+
Fluggäste müssen sich immer bei der Fluggesellschaft erkundigen.

"Cancelled" - auf der Anzeigetafel am Flughafen ist nur eine Information und keine Grundlage für einen Schadensersatz. Passagiere haben laut Landgericht Berlin keinen Anspruch gegen die Fluggsesellschaft.

In dem Fall hatte ein Pilot die Passagiere eine Viertelstunde nach der ursprünglich vorgesehenen Startzeit aufgefordert, die Maschine für die Zeit einer Reparatur zu verlassen. Ein Fluggast behauptete außerdem, dass der Pilot bei seiner Durchsage zwingend auf eine Umbuchung verwiesen hätte. Daraus leitete der Passagier eine Annullierung des Fluges ab und klagte auf Schadenersatz.

Mehr zum Thema:

Flughäfen in Deutschland

Bei der Verhandlung bestätigten aber weder der Pilot noch andere als Zeugen geladene Passagiere, dass die Fluggäste verbindlich zur Umbuchung aufgefordert wurden. Somit fehle ein wesentliches Indiz dafür, dass die Airline die Absicht aufgegeben hatte, den Flug durchzuführen, urteilten die Richter. Und die “Cancelled“-Anzeige sei ohnehin nicht maßgeblich, weil die Information vom Flughafenbetreiber und nicht von der Fluggesellschaft stammen. 

Die verrücktesten Klagen von Urlaubern

Die verrücktesten Klagen von Urlaubern

Sonne, weiße Strände, türkis-blaues Wasser. Für die meisten Touristen ist das der wahrgewordene Urlaubstraum vom Paradies. Doch es gibt auch andere Zeitgenossen: Gestützt auf eine Untersuchung des britischen Verbandes der Reisebüros hat die Zeitung Daily Telegraph die unmöglichsten Klagen von britischen Touristen zusammengestellt. Sehen Sie selbst:
Gestützt auf eine Untersuchung des britischen Verbandes der Reisebüros hat die Zeitung Daily Telegraph die unmöglichsten Klagen von britischen Touristen zusammengestellt. Sehen Sie selbst: © dpa
Ganz oben auf der Beschwerdeliste rangiert ein Mann, der seinen Reiseveranstalter dafür verantwortlich machte, dass seine Hochzeitsreise sehr unbefriedigend verlief. Er beschwerte sich, weil er auf Safari in Afrika das Gemächt eines Elefanten gesehen hatte: "Danach fühlte ich mich völlig unzulänglich." - Dumm gelaufen!
Ganz oben auf der Beschwerdeliste rangiert ein Mann, der seinen Reiseveranstalter dafür verantwortlich machte, dass seine Hochzeitsreise sehr unbefriedigend verlief. Er beschwerte sich, weil er auf Safari in Afrika das Gemächt eines Elefanten gesehen hatte: "Danach fühlte ich mich völlig unzulänglich." - Dumm gelaufen! © ap
"Der Srand war viel zu sandig", klagte ein Reisender. Aha
"Der Strand war viel zu sandig", klagte ein Reisender. Aha © dpa
Eine andere Familie fühlte sich wiederum übervorteilt, weil der Sand am Strand weiß war: "Das entsprach nicht dem Bild in der Broschüre. Dort war der Sand gelb."
Eine andere Familie fühlte sich wiederum übervorteilt, weil der Sand am Strand weiß war: "Das entsprach nicht dem Bild in der Broschüre. Dort war der Sand gelb." © dpa
Ungehalten reagierte eine Familie auf Badeurlaub am Meer: "Niemand hatte uns gewarnt, dass Fische im Wasser sein würden. Die Kinder waren ganz verschreckt."
Ungehalten reagierte eine Familie auf Badeurlaub am Meer: "Niemand hatte uns gewarnt, dass Fische im Wasser sein würden. Die Kinder waren ganz verschreckt." © dpa
Hinters Licht geführt fühlten sich Urlauber, die eine Ray-Ban-Sonnenbrille bei einem Straßenverkäufer für sieben Euro kauften. "Wir stellten fest, dass sie gefälscht war", beschwerten sie sich
Hinters Licht geführt fühlten sich Urlauber, die eine Ray-Ban-Sonnenbrille bei einem Straßenverkäufer für sieben Euro kauften. "Wir stellten fest, dass sie gefälscht war", beschwerten sie sich © dpa
Andere Länder, andere Sitten. Das weiß offenbar nicht jeder: "In Indien gibt es in jedem Restaurant Curry, das ist grässlich", klagte in Tourist
Andere Länder, andere Sitten. Das weiß offenbar nicht jeder: "In Indien gibt es in jedem Restaurant Curry, das ist grässlich", klagte in Tourist © dpa
"Die Siesta sollte verboten werden", forderte eine Britin auf einer Italien-Reise. "Ich muss oft zu dieser Zeit etwas einkaufen, und die Läden sind immer geschlossen." Übrigens: Siesta nennt man die Mittagsruhe in Spanien
"Die Siesta sollte verboten werden", forderte eine Britin auf einer Italien-Reise. "Ich muss oft zu dieser Zeit etwas einkaufen, und die Läden sind immer geschlossen." Übrigens: Siesta nennt man die Mittagsruhe in Spanien © dpa
Besonders wütend machte Reisende eine ungerechte Behandlung: "Wir brauchen neun Stunden, um von Jamaika nach England zu fliegen. Aber die Amerikaner werden in nur drei Stunden nach Hause gebracht."
Besonders wütend machte Reisende eine ungerechte Behandlung: "Wir brauchen neun Stunden, um von Jamaika nach England zu fliegen. Aber die Amerikaner werden in nur drei Stunden nach Hause gebracht." © dpa
Dem Verband der Reisebüros zufloge gingen in Großbritannien im vergangenen Jahr 22 000 Klagen bei Reisebüros ein. Tendenz deutlich steigend
Dem Verband der Reisebüros zufloge gingen in Großbritannien im vergangenen Jahr 22 000 Klagen bei Reisebüros ein. Tendenz deutlich steigend © dpa

Wenn eine Fluggesellschaft ihren Gästen bei einer Verspätung eine Umbuchung anbietet, annulliert sie damit nicht automatisch den ursprünglich geplanten Flug. Auch der Hinweis “Cancelled“ auf der Anzeigetafel reicht nicht aus, um eine Absicht zur Aufgabe des Fluges herzuleiten. In beiden Fällen haben Reisende somit keinen Anspruch auf Schadenersatz-Zahlungen, wie sie das EU-Fluggastrecht bei Annullierungen vorsieht. Das hat das Landgericht Berlin entschieden (Az.: 57 S 44/07), berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in der Zeitschrift “ReiseRecht aktuell“.

dpa

Kommentare