Fliegende Händler

"Millionen von Coli-Bakterien": Polizei warnt vor Cocktails an spanischen Stränden

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Einen Cocktail von einem fliegenden Händler am Strand in Spanien zu kaufen - keine gute Idee. (Symbolbild)
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Am Strand liegen, einen kühlen Cocktail schlürfen - was gibt es Schöneres? Dass Touristen davon die Finger lassen sollten, davor warnt nun die Polizei von Barcelona.

Sie haben sich Ihren Urlaub redlich verdient und verbringen ein paar entspannte Tage in Spanien am Strand. Wie herrlich, wenn Sie dann noch einen Cocktail direkt zu Ihrem Platz serviert bekommen. Doch Vorsicht: Von den Cocktails am Strand sollten Sie laut Aussagen der örtlichen Polizei von Barcelona besser ablassen.

Polizei von Barcelona: Cocktails am Strand entsprechen nicht hygienischen Bedingungen

In dem Video enthüllen Polizisten, wie die so genannten fliegenden Händler Cocktails herstellen und die Zutaten dafür aufbewahren. Und das ist wirklich alles andere als hygienisch: in einem Abwasserkanal nämlich wird alles gelagert, was danach als Cocktail am Strand verkauft wird.

Der Polizist in dem Video hebt den Kanaldeckel an, darunter das Versteck mit den Cocktail-Utensilien: Rum, Plastikbecher, Strohhalme und eine Flasche mit einer knallgrünen Flüssigkeit, die wohl für Mojitos verwendet werden soll, wie der Polizist vermutet. Was aber genau drin ist, das weiß er selbst nicht. Das Gebräu wurde offensichtlich selbst in einer Plastikflasche abgefüllt, es rieche nach Minze, wie es in dem Video heißt.

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Unter anderen Kanaldeckeln sieht es sogar noch widerlicher aus: Die Zutaten lagern hier direkt in einer schmutzigen Wasserpfütze, lediglich von einer dünnen Plastiktüte umschlossen. Auch die Reporterin zeigt sich schockiert: "Die Getränke kommen in Kontakt mit Abwasser", sagt sie. Für derartige Cocktails verlangen die Händler am Strand dann mehrere Euro pro Becher.

Laut einem Bericht des Portals La País seien die Cocktails nicht selten von Coli-Bakterien befallen, was bei einer derartigen Lagerung nicht verwundert. Bei einem Test wurden Getränke analysiert. Zu den Ergebnissen der Studie hieß es: "Der Mojito hat eine Temperatur von 15,6 Grad, und in jedem zugelassenen Betrieb muss er zwischen drei und vier Grad liegen."

Bakterien wachsen exponentiell, wie es in dem Bericht weiter heißt. "Derselbe Mojito, der eine Stunde später bei einer höheren Temperatur gekauft wird, würde Millionen von Coli-Bakterien enthalten."

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sca

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