rosenheim24.de liefert die wichtigsten Antworten

Sonne trotz Corona: Diese Regeln gelten in unseren beliebtesten Urlaubsländern

München/Landkreis - Die Corona-Pandemie hat die Urlaubsplanung vieler Menschen - auch in unserer Region - komplett über den Haufen geworfen. Doch langsam kommt die Hoffnung auf, dass es dieses Jahr doch noch einen spontanen Sommerurlaub geben könnte.

Immer mehr Lockerungen sind inzwischen in Kraft getreten und viele Länder sind gerade dabei, ihre Grenzen für Urlauber und Touristen wieder zu öffnen. Wo ihr heuer (möglicherweise) Urlaub machen könnt und welche Regeln in eurem Lieblingsland gelten, hat rosenheim24.de für euch zusammengetragen.*


Österreich

  • die Grenzen zu Deutschland sind ab dem 4. Juni wieder vollständig geöffnet
  • seit dem 15. Mai dürfen Gastronomien, Tierparks und Museen wieder öffnen
  • seit 29. Mai sind die Beherbergungsbetriebe, Freizeitbetriebe, Kinos, Schwimmbäder und Sehenswürdigkeiten wieder geöffnet
  • seit 29. Mai sind Indoor- und Outdoorveranstaltungen für bis zu 100 Personen erlaubt
  • Hotels, Ferienhäuser und Appartments werden unter bestimmten Auflagen geöffnet und geführt 
  • Flughäfen Wien, Salzburg und Innsbruck sind mit einem eingeschränkten Angebot in Betrieb
  • Austrian Airlines nimmt den Flugbetrieb ab 15. Juni wieder auf
  • bis vorerst Ende Juni gilt, dass zu Menschen, mit denen man nicht zusammen lebt, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten ist
  • eine Mund-Nasen-Maske ist an allen öffentlichen Orten Pflicht 

Italien

  • seit dem 3. Juni sind die Grenzen nach Italien für Urlauber aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz wieder geöffnet
  • an Flughäfen und Häfen werden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt
  • Flughäfen, Häfen und Bahnhöfe sind wieder in Betrieb (Verbindungen mit Lufthansa, Alitalia und Eurowings bestehen)
  • der Betrieb italienischer Passagier- und Kreuzfahrtschiffe ist ausgesetzt
  • seit 18. Mai dürfen Cafés, Bars, Restaurants, Friseursalons und Kosmetikstudios sowie Boutiquen und weitere Geschäfte des Einzelhandels wieder Kunden empfangen
  • Auch Hotels dürfen wieder öffnen, nur ohne Büfetts und mit strengen Hygienevorlagen 
  • für den Besuch an Stränden wurde ein komplexer Leitfaden vorgelegt 

Spanien

  • bis zum 21. Juni gilt in ganz Spanien der Alarmzustand
  • bis zum 21. Juni gilt ein Einreiseverbot für alle Ausländer nach Spanien, ausgenommen sind Bürger der EU und der assoziierten Mitgliedsstaaten des Schengenraums sowie Andorras, die sich auf der Rückreise zu ihrem Wohnsitz befinden
  • Touristen sollen ab dem 1. Juli wieder einreisen dürfen
  • Airlines und Reiseveranstalter planen bereits einen Neustart für den Spanien-Tourismus

Griechenland

  • ab dem 15. Juni gibt es in Griechenland Lockerungen für den touristischen Reiseverkehr
  • wer nach Griechenland einreist, sollte mit einem Covid-19-Test rechnen
  • Direktflüge ab Deutschland zunächst nur nach Athen und Thessaloniki, ab 1. Juli auch wieder auf die Inseln (z.B. Kreta und Rhodos)
  • die Fähre Ancona-Patras soll am 15. Juni wieder starten
  • es gelten weiterhin zahlreiche Verhaltens- und Abstandsregeln sowie Hygienevorschriften
  • archäologische Stätten im Freien, wie etwa die Akropolis in Athen, haben wieder geöffnet 
  • Hotels (saisonaler Betrieb, also Touristenherbergen) sind ab 15. Juni wieder geöffnet

Kroatien

  • bei der Einreise werden Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer ihres Aufenthalts in Kroatien registriert
  • viele Hotels, Campingplätze und andere Unterkünfte sind wieder geöffnet
  • seit dem 11. Mai empfangen Restaurants und Cafés wieder Besucher
  • Abstand- und Hygieneregeln müssen weiterhin eingehalten werden
  • Strände, Parks und weitere Freiluft-Freizeitangebote wie etwa Thermen, Pools und Aqua-Parks sind unter Beachtung von Hygieneregeln ebenfalls geöffnet
  • Nationalparks, Naturreservate und der Zoo von Zagreb dürfen unter Sicherheitsauflagen ebenfalls wieder Besucher empfangen
  • Öffentliche Verkehrsmittel und auch Fähren zu den Inseln haben ihren Betrieb wieder aufgenommen

Türkei

  • die Türkei bereitet sich auf Tourismus-Neustart ab 10. Juni vor
  • Reisewarnung von deutscher Regierung jedoch weiterhin gültig (Stand: 7. Juni)
  • Flughäfen, Strände und Hotels bereitet sich zur Zeit auf die Touristen vor und entwickeln Hygienekonzepte
  • auf Marktplätzen, in Supermärkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen weiterhin Schutzmasken getragen werden
  • Soziale Distanz (drei Schritte Abstand) wird im gesamten Land gefordert

FAQ's - die wichtigsten Fragen und Antworten:

Was gilt für Pauschalreisen?

Grundsätzlich gilt: Wenn die Reisewarnung für das Land meiner Wahl aufgehoben ist, bieten Reiseveranstalter meist auch wieder Pauschalreisen dorthin an - es sei denn, andere außergewöhnliche Umstände (zum Beispiel eine vorsorgliche 14-tägige Quarantäne) beeinträchtigen eine Reise dennoch erheblich.

"Müssen Sie zum Beispiel unmittelbar nach dem Ausstieg aus dem Flieger vorsorglich eine 14-tägige Quarantäne oder dergleichen antreten, dürfte der Urlaub erheblich beeinträchtigt sein", sagt die Juristin Sabine Fischer-Volk von der Kanzlei Karimi in Berlin.

Am 15. Juni will die Bundesregierung die Reisewarnung für 29 europäische Länder aufheben und durch Reisehinweise ersetzen. Da in Norwegen und Spanien noch über den 15. Juni hinaus Einreisesperren wegen der Corona-Pandemie gelten, verzögert sich für diese beiden Länder die Aufhebung der Reisewarnung. Spanien soll aber schon am 21. Juni folgen.

Für Urlauber geht es nicht unbedingt gleich am jeweiligen Stichtag ins Ausland: Schauinsland Reisen etwa will erst ab 26. Juni generell wieder Flugreisen anbieten, Alltours ab 25. Juni.

Kann ich meine Reise trotzdem absagen?

Wenn Urlauber ihre Reise mit Beginn nach Mitte Juni in eines der 29 ausgewählten Länder aus Sorge vor Corona trotzdem nicht antreten wollen, müssen sie nun womöglich Stornokosten zahlen. Es besteht nur ein Recht auf gebührenfreien Rücktritt von der Reise, wenn diese wegen außergewöhnlicher Umstände erheblich beeinträchtigt ist. Das kann im jeweiligen Land allerdings durchaus weiterhin so sein.

"Eine Reisewarnung ist zwar ein starkes Indiz dafür, aber es können auch andere erhebliche Umstände im Zusammenhang mit der Durchführung der Reise vorliegen, die zu einer kostenfreien Stornierung berechtigen", erläutert Fischer-Volk. Das gelte etwa bei einer gravierenden Änderung der Reiseroute oder wenn vormals gebuchte Hotels, Sehenswürdigkeiten oder Veranstaltungen aus dem Programm geflogen sind. Hier kommt es auf den Einzelfall an. So wird es wohl auch darauf ankommen, wie genau die Reisehinweise für die einzelnen Länder ausfallen werden. Finden sich darin Aussagen, die auf außergewöhnliche Umstände schließen lassen, könnte ein kostenloser Reiserücktritt weiter möglich sein. 

Was für Rechte habe ich, wenn auf der Reise Probleme auftreten?

Wegen der Corona-Pandemie ist es im Sommer wohl immer möglich, dass ein Urlaub nicht so reibungslos verläuft wie zu normalen Zeiten. Pauschalreisende haben umfassende Rechte, wenn vom Veranstalter versprochene Leistungen nicht erbracht werden. Bei Reisemängeln lässt sich ein Teil des Geldes zurückfordern - die Höhe hängt mit der Schwere des Mangels zusammen. Wichtig: Mängelansprüche bestehen laut Fischer-Volk auch ohne ein Verschulden des Veranstalters. Daher könnten sich diese hier nicht mit Verweis auf Corona herausreden.

Kann ich auch schon vor dem 15. Juni ins Ausland?

Eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot, sondern lediglich eine Empfehlung des Auswärtigen Amtes. Das heißt: Individualtouristen können bereits vor dem 15. Juni ins Ausland starten, sofern Transport und Einreise ins jeweilige Land möglich sind. Ob man dieses Risiko eingehen möchte, bleibt jedem selbst überlassen.

Was gilt für die übrigen Länder der Welt?

Solange für einen Staat weiterhin eine Reisewarnung besteht, werden Veranstalter keine Reisen dorthin anbieten. Das schließt - nach derzeitigen Plänen - vorerst wohl auch beliebte Urlaubsländer wie Ägypten, Tunesien und die USA ein. Wann Reisen in diese Länder wieder möglich sein werden, ist bislang schwer absehbar. Reisende sollten stets die Sicherheitshinweise und Einreisebestimmungen auf der Webseite des Auswärtigen Amtes prüfen.

Bringt mich das Auswärtige Amt im Zweifel zurück?

Darauf können sich Urlauber keineswegs verlassen, sollte sich die Pandemie noch einmal verschlimmern. Die erste große Rückholaktion war ein Kraftakt, der sich nicht wiederholen wird. Das machte die Bundesregierung deutlich. Übrigens: Die Rückkehrer müssen sich durchaus an den Kosten der Flüge beteiligen. Immerhin sprach Lufthansa-Chef Spohr in einem Interview nun von einer "Home-Coming-Garantie" für deutsche Staatsbürger.

Hilft mir eine Reiserücktrittsversicherung bei Corona?

Die Versicherung zahlt Stornogebühren, wenn die oder der Versicherte selbst unerwartet krank wird oder durch Ereignisse wie den Tod von Verwandten, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit verhindert ist. Sie greift nicht bei Krisen im Reiseland, also etwa einem möglichen erneuten "Lockdown" im Urlaubsland. Auch zahlt sie nicht, wenn Urlauber aus reiner Angst den Reisevertrag kündigen.

Laut Bund der Versicherten ist eine behördlich angeordnete Quarantäne in Deutschland wegen Corona-Verdachts kein Versicherungsfall, wohl aber kann es die nachweisliche Infektion sein. Doch selbst dann ist nicht gesagt, dass die Versicherung zahlt. Manche Anbieter haben die Pandemie-Folgen in den Versicherungsbedingungen ausgeschlossen.

* = Anm. der Redaktion: Alle Angaben ohne Gewähr! Die Richtlinien können sich jederzeit ändern.

mw/je

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa(Symbolbild)

Kommentare