Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Klimawandel hat Folgen für Eisbär-Tourismus

Eisbären
+
Eisbären im Naturschutzgebiet bei Churchill (Kanada).

Jedes Jahr findet an der kanadischen Ostküste ein Eisbärspektakel statt. Die Bären warten hier auf das Zufrieren des Meeres. Jetzt bekommt auch der Eisbär-Tourismus den Klimawandel zu spüren.

Nach Angaben der Umweltstiftung WWF haben sich Reisen zu den Tieren ins kanadische Churchill im Kalender deutlich nach hinten verschoben. Bislang lagen die Termine zwischen Ende Oktober und Anfang November, nun würden die Touren Ende November angeboten.

Churchill liegt an der kanadischen Ostküste und ist für sein alljährliches Eisbärenspektakel bekannt. Die Tiere kommen dorthin, um auf das Zufrieren des Meeres zu warten. Dieser Zeitpunkt verschiebe sich infolge der globalen Erderwärmung immer weiter, sagte WWF- Sprecher Roland Gramling der Nachrichtenagentur dpa.

Reisetrends 2019: Da fahren wir hin

Trend: 2019 reisen wir in die Arktis

Reisetrends 2019
Eine Studie zeigt: Abenteuerlust ist weiblich. Nach ihren Reisezielen für das Jahr 2019 gefragt, antworteten 7,2 Prozent der deutschen Frauen, sie wollten Ziele außerhalb der Erde besuchen. Das wollen nur 5,9 Prozent der Männer. Das Bild zeigt den Nordpol des Planeten Mars. © dpa
Reisetrends 2019
Noch deutlicher ist der Unterschied zwischen den 1001 befragten Männern und Frauen bei außergewöhnlichen Zielen auf der Erde. Insgesamt will jeder sechste Deutsche in die Arktis oder auf unentdeckte Inseln reisen. 18 Prozent der Frauen, aber nur 11 Prozent der Männer wollen das. © dpa
Reisetrends 2019
Nordeuropa zieht ebenfalls jeden sechsten Befragten an. Hier: Helsinki in Finnland. © dpa
Reisetrends 2019
Nach Westeuropa, hier sehen wir Lissabon in Portugal, wünschen sich 15,7 Prozent zu reisen. Hier gibt es keine nennenswerten Meinungsverschiedenheiten zwischen den Geschlechtern. © dpa
Reisetrends 2019
Kaum wird es etwas exotischer, überwiegen wieder die Frauen: Nach Afrika will fast jede fünfte Frau (19,5 Prozent), aber nur 15,8 Prozent der Männer haben Lust auf Safari und roten Sand. Hier ein Bild aus dem Norden Äthiopiens. © dpa
Reisetrends 2019
Das Kräfteverhältnis kehrt sich um, wenn es um Osteuropa geht. 22,1 Prozent der Männer, aber nur 15,3 Prozent der Frauen sind interessiert an unseren östlichen Nachbarländern. Hier ist die Landschaft rund um das tschechische Prag zu sehen. Besonderes Highlight sind hier die Burgen. © dpa
Reisetrends 2019
Nord- und Südamerika ziehen jede dritte Befragte, aber nur jeden vierten Befragten an. 27,7 Prozent wollen insgesamt den amerikanischen Kontinent bereisen. Hier eine Landschaft in New Mexico, USA. © dpa
Reisetrends 2019
Asien ist schwer im Kommen: 37,4 Prozent der Befragten wollen 2019 Fernreisen nach Asien und Australien machen. Hier dürften allerdings einmal mehr die Damen die treibende Kraft in Sachen Urlaubsplanung sein: 41,8 Prozent wollen nach Fernost, aber nur 32,8 Prozent der Männer. Hier das "Hawaii Asiens", die chinesische Insel Hainan. © dpa
Reisetrends 2019
Wer kennt sie nicht, die romantischen Gondolliere in Venedig? 40,8 Prozent der Reisenden wollen auch 2019 noch nach Venedig und auf dem Markusplatz Tauben füttern. © dpa
Reisetrends 2019
Platz 1 der Studie belegt aber Deutschland selbst. Auch 2019, so die Experten des Reiseportals Expedia, will immer noch jeder zweite Deutsche im eigenen Land Urlaub machen. Da sind sich Frauen und Männer einig. © dpa

Eisbären fressen vor allem Ringelrobben. Diese können sie nur auf einer Eisdecke fangen - wenn die Beutetiere kurz zum Luftschnappen in einem Eisloch auftauchen. Im offenen Wasser sind die Robben viel zu schnell für ihre Verfolger. Weil die vor Churchill gelegene Hudson Bay immer später zufriert, müssen die Eisbären nun unfreiwillig länger fasten. “Die Jagdphase wird kürzer, die Hungerphase länger“, sagte Gramling.

Die aus mehreren Fahrzeugen zusammengefügte Forschungsstation ist gleichzeitig ein rollendes Hotel, so dass Touristen in ihr übernachten und Forscher die ansässigen Eisbären studieren können.

Seit 30 Jahren misst die Umweltschutzorganisation die Wurfgröße und das Gewicht der Polartiere. Letzteres sei im Mittel um 20 Prozent zurückgegangen, berichtete WWF-Artenschutzexperte Stefan Ziegler, der erst vor kurzem in Churchill war. Auch gebe es einen Trend zu weniger Nachwuchs. “Diese Tendenz macht uns Sorgen.“ Früher hätten die Forscher in dem Küstenort häufig Eisbären mit drei Jungen gesehen, in diesem Jahr wurde keine einzige Drillings-Mutter gesichtet. “Wenn die Mütter nicht mehr so viel angefuttert haben, nisten sich nicht so viele Eizellen ein“, erklärte der Artenschutzexperte. Die Forscher vermuten zudem, dass die Mütter ihren Nachwuchs beim Schwimmen nun häufiger auf den Rücken nehmen, weil sie durch die Eisschmelze deutlich längere Strecken im Meer zurücklegen müssen. Dies konnten die Wissenschaftler jedoch nicht mit Zahlen belegen. Die kleinen Bären seien so durch die Körperwärme der Mutter geschützt und nur teilweise im kalten Wasser. Darin könnten sie sonst nicht überleben, weil sie noch nicht genug Körperfett aufgebaut haben.

dpa

Kommentare