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Französische Bahn muss für Verspätung zahlen

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Französische Bahn (Archivbild).

Paris - Weil ein Anwalt einen Prozess wegen einer verspäteten Regionalbahn verlor, muss die französische Bahn Entschädigung zahlen. Das Urteil könnte einen Rattenschwanz an weiteren Forderungen nach sich ziehen.

Ein französischer Rechtsanwalt hatte wegen eines verspäteten Zugs einen Gerichtstermin verpasst und den Prozess verloren. Nun muss die französische Bahn SNCF ihm etwa 4800 Euro Entschädigung zahlen. Dies sei ein Präzedenzfall, der vermutlich viele ähnliche Forderungen nach sich ziehen werde, berichtete die Zeitung “Le Parisien“ am Freitag. Ein Sprecher der Bahn wollte sich nicht zu dem Einzelfall äußern. Er betonte aber die Notwendigkeit, das Netz der Bahn zu verbessern. Derzeit seien immerhin neun von zehn Zügen pünktlich, betonte er.

Der Anwalt Rémi Rouquette hatte einen Hochgeschwindigkeitszug von Paris nach Nîmes verpasst, weil sein Regionalzug eine halbe Stunde Verspätung hatte. “SNCF hatte argumentiert, dass er aus Vorsicht besser am Vorabend nach Nîmes hätte fahren sollen. Das zeigt gut, dass die SNCF ihren Fahrplan auch nur für eine grobe Schätzung hält und von häufigen Verspätungen ausgeht“, sagte die Anwältin des Anwalts Rouquette der Zeitung.

Das Berufungsgericht hatte den Fall bereits Ende September entschieden. Die Bahn hat nun die Frist zur Anfechtung des Urteils verstreichen lassen. In den kommenden Monaten stehen mehrere ähnliche Fälle vor Gericht an. Eine Masseuse hatte geklagt, nachdem sie sieben Stunden in einem Zug festsaß und ihre Kundentermine nicht wahrnehmen konnte. Ein Student, der wegen eines verspäteten Zugs eine wichtige Prüfung verpasste, will ebenfalls vor Gericht gegen die SNCF vorgehen.

dpa

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