Strenge Maßnahmen

Wo ist Ski-Urlaub 2020 noch möglich? Ein beliebtes Alpenland will Pisten trotz Corona öffnen

Ein Ski-Urlaub scheint 2020 so gut wie unmöglich. Die meisten Länder mit Skigebieten wollen ihre Pisten über Weihnachten schließen. Nur die Schweiz weigert sich.

Um ein zweites Ischgl zu vermeiden, wollen Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich ihre Skigebiete über Weihnachten geschlossen lassen. Den Anstoß dafür gab Italiens Ministerpräsident Guiseppe Conte mit seiner Forderung, ein europaweites Protokoll für die Winterferien aufzusetzen*. Nur die Schweiz will einen Sonderweg einschlagen.


Ski-Urlaub in der Schweiz: Noch strengere Corona-Maßnahmen geplant

Auf Druck aus anderen Ländern würde man nicht reagieren, sagte Innenminister Alain Berset laut Medienberichten. Trotzdem stehe Bern in ständigem Kontakt zu den Nachbarn. Dass die Schweiz einen Rufschaden erleiden könnte, sei ihm klar. Vermutlich um Schadensbegrenzung zu betreiben, sollen deshalb weitere Beschränkungen für die Skiorte kommen. Laut einem Verordnungsentwurf vom Montag soll die Gästezahl entweder auf zwei Drittel des Vorjahres oder auf 80 Prozent des Durchschnitts der vergangenen fünf Jahre reduziert werden. Auch in den Bergbahnen soll es demnach eine Obergrenze von zwei Dritteln geben. An den Skiliften müsse ebenfalls ein Mindestabstand gehalten werden. Ski-Urlauber dürfen ein Restaurant dann nur noch betreten, wenn tatsächlich ein Tisch frei ist – Self-Service, mit dem man die Mahlzeit draußen genießen kann, ist dann auch nicht mehr möglich.


Die geplanten Maßnahmen sehen viele Betreiber kritisch. Markus Meili, Geschäftsführer des Skigebiets Engadin St. Moritz geht laut dem Online-Portal Nau.ch bei diesen Beschränkungen sogar davon aus, „dass ein Betrieb in der Weihnachtszeit nicht möglich ist“. Nur „unter außerordentlichem finanziellen und organisatorischen Aufwand“ sei das noch zu stemmen. Für ihn ist klar, dass es sich bei den Regelungen um ein politisches Entgegenkommen handle und sie nicht dem Schutz dienten.

Selbst Takeaway-Essen könnte im Ski-Urlaub in der Schweiz bald nicht mehr erlaubt sein.

Auch interessant: In diesen Bundesländern sind Übernachtungen über Weihnachten erlaubt.

Ski-Urlaub 2020: Die Corona-Maßnahmen in Deutschland, Österreich und Italien

Deutschland, Italien, Frankreich und Österreich hingegen haben ihre Maßnahmen bezüglich des Tourismus weiter verlängert und teilweise sogar verschärft. In Deutschland sind touristische Übernachtungsangebote vorerst bis zum 20. Dezember verboten. Eine Verlängerung der Maßnahmen und geschlossene Skigebiete sind aber bis in den Januar hinein geplant. Italien hat außerdem vor Kurzem seine Corona-Maßnahmen über Weihnachten noch einmal deutlich verschärft: An den Feiertagen soll eine Reisesperre zwischen den Regionen Italiens herrschen und selbst die Heimatstadt soll nicht verlassen werden. Skigebiete sollen für weitere 50 Tage geschlossen bleiben.

Und selbst in Österreich, wo man zunächst noch für die Öffnung der Pisten plädierte, können touristische Betriebe wohl erst ab dem 7. Januar wieder mit Lockerungen rechnen. Für Reisende aus Corona-Risikogebieten gilt zudem vom 7. Dezember bis zum 10. Januar eine Quarantänepflicht. Ganz anders sieht es in Spanien aus: Hier wurde nun ein Skigebiet geöffnet, wie Costa Nachrichten schreibt. (fk)*Merkur.de und Costa Nachrichten sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Trotz Corona: Massenandrang im Skigebiet Zermatt: „Wir haben auch schon Gondeln stillgelegt“

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

Rubriklistenbild: © dpa/KEYSTONE | Jean-Christophe Bott

Kommentare