CSU und FDP zanken sich um Ladenschlusszeiten

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Georg Schmid sieht keinen Bedarf bei für eine Änderung der Ladenschlusszeiten.

München - Die FDP wird bei ihren Vorstößen für eine Lockerung der Ladenschlusszeiten in Bayern immer zaghafter - aber die CSU sagt immer noch nein.

Der Wirtschaftsexperte Dietrich von Gumppenberg schlug am Freitag als neuestes Modell vor, den Geschäften zumindest an einem Tag pro Woche eine um zwei Stunden längere Öffnung bis 22.00 Uhr zu erlauben. “Dieser Tag muss nicht für alle gleich sein, den soll sich jedes Geschäft aussuchen dürfen“, erklärte Gumppenberg.

CSU-Fraktionschef Georg Schmid erwiderte in der “Nürnberger Zeitung“ (Samstag) indes umgehend, dafür gebe es “keinen Bedarf“. Mindestens bis zum Ende der Legislaturperiode des Landtags werde am geltenden Ladenschluss in Bayern nicht gerüttelt.

Die FDP hatte im Lauf der vergangenen Monate zunächst für die Freigabe der Ladenöffnungszeiten an sechs Wochentagen geworben, nur am Sonntag sollten die Geschäfte geschlossen bleiben. Weil die CSU nein sagte, schlug die FDP anschließend vor, die Entscheidung über die Ladenschlusszeiten den Kommunen zu überlassen. Die CSU sagte wieder nein - und nun ist der dritte FDP-Vorschlag in Folge beim großen Koalitionspartner auf Ablehnung gestoßen.

dpa

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