Wieker: Deutschland holt 500 Soldaten zurück

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Volker Wieker (r.) vermutet, dass Ende des Jahres ungefähr 500 Soldaten wieder zurückkehren könnten

Köln - Generalinspekteur Volker Wieker kündigt an, dass die Bundesregierung das Kontingent der deutschen Afghanistan-Soldaten reduzieren will. Die Zahl hängt allerdings noch von den USA ab.

Die Bundesregierung will das deutsche Afghanistan-Kontingent zur Jahreswende um rund 500 Soldaten reduzieren. Generalinspekteur Volker Wieker sagte am Sonntag im Deutschlandfunk, dies sei der “Rahmen, an dem man sich orientieren kann“. Damit würde die Bundeswehr jene Anzahl Soldaten zurückholen, die im vergangenen Jahr zusätzlich nach Afghanistan entsandt worden seien. Allerdings hänge die Reduzierung des Bundeswehrkontingents noch davon ab, was die USA aus dem Norden des Landes abzögen und wie sich die Partnerländer verhielten, mit denen die Bundeswehr im Norden Afghanistans zusammenarbeite. Zu der US-Ankündigung, bis zum Sommer 2012 rund 33.000 Soldaten vom Hindukusch abzuziehen, sagte Wieker, dies sei ein ambitioniertes Ziel. “Man hätte vielleicht ein etwas gestreckteres Zeitfenster erwarten können“, sagte der General. Es komme nun darauf an, welche Truppenteile die USA zurückholten. Wieker sagte: “Sie stellen bei uns im Norden Kernfähigkeiten. Und wir sind natürlich mit ihnen in engen Verhandlungen, um sicherzustellen, das wir weiterhin den Auftrag erfüllen können.“

Zu den Anschlägen der vergangenen Wochen in Afghanistan sagte Wieker, diese seien “immer auch Rückschläge“ und lösten Betroffenheit aus. Inzwischen gebe es jedoch keine “komplexen Angriffe“ gegen die Internationale Schutztruppe ISAF und die afghanischen Streitkräfte mehr. Durch die wachsende afghanische Armee und deren Fähigkeiten werde der Prozess dort auch unumkehrbar.

dapd

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