USA warnt US-Bürger vor Anschlägen in Deutschland

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Nach dem Auftauchen der Drohvideos hat auch die Bundesregierung die Sicherheit an Bahnhöfen und Flughäfen verstärkt.

Washington - Die Drohbotschaften der Al-Kaida-Terroristen gegen Deutschland zeigen Wirkung: Die US-Regierung hat ihre Bürger bei Reisen nach Deutschland zur Vorsicht aufgerufen.

“Al Kaida hat kürzlich ein Video veröffentlicht, in dem insbesondere vor Anschlägen in Deutschland gewarnt wird“, heißt es in einem Reisehinweis des US-Außenministeriums. Unmittelbar vor und nach der Bundestagswahl vom Sonntag sei daher besondere Vorsicht geboten.

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In dem Reisehinweis vom Mittwoch wird US-Bürgern in Deutschland geraten, die Nachrichten zu verfolgen und die Sicherheit bei Besuchen öffentlicher Plätze, von Veranstaltungen oder bei Hotel- und Restaurantbesuchen im Auge zu behalten. Die Warnung gilt bis zum 11. November. Der Reisehinweis bleibt allerdings unterhalb der Schwelle einer Reisewarnung. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hatte nach den jüngsten Videodrohungen gegen Deutschland indes vor Panikmache gewarnt. “Wir setzen uns nicht in den Zustand der Erregung, den die Terroristen durch Anschläge erzielen wollen“, sagte Schäuble am Montag am Rande eines EU-Innenministertreffens in Brüssel. Die Drohungen seien allerdings ernst zu nehmen, gerade “in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Bundstagswahl“, sagte Schäuble. “Wir tun das Mögliche, um es zu verhindern.“

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Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich am Montag zuversichtlich gezeigt, dass die deutschen Behörden gut gewappnet seien. “Die deutschen Sicherheitsbehörden tun alles, um die Sicherheit der deutschen Bevölkerung zu gewährleisten.“ Sie habe nicht nur in die Behörden von Bund und Ländern großes Vertrauen, sondern auch in die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror, betonte Merkel.

Ende vergangener Woche waren zwei an Deutschland gerichtete Drohvideos des Terrornetzes Al Kaida im Internet aufgetaucht. Der Bonner Islamist Bekkay Harrach kündigt darin für den Fall Anschläge an, dass die Wähler bei der Bundestagswahl nicht mehrheitlich für einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan stimmen. Erstmals wurde dafür auch ein Zeitraum genannt, nämlich die zwei Wochen nach der Wahl.

AP

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