Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Vermehrte Todesdrohungen

“Ich muss mein Leben schützen“: Brasilianischer Politiker verlässt das Land - Triumph der Rechten?

+
  • Katharina Haase
    VonKatharina Haase
    schließen

Seit Anfang des Jahres ist der neue Präsident Brasiliens, der rechtspopulistische Jair Bolosnaro, nun im Amt. Schon fordert sein Regierungsstil das erste berühmte Opfer.

Der homosexuelle Abgeordnete Jean Wyllys in Brasilien hat nach Todesdrohungen angekündigt, sein Amt niederzulegen und damit massive Kritik an der Regierung ausgelöst.

„Wenn ein furchtloser und mutiger Parlamentarier wie der Abgeordnete Jean Wyllys seine Anwesenheit im Land nicht für sicher hält, wird die Demokratie nicht nur bedroht, sondern auch tief verwundet“, erklärte Brasiliens ehemalige Präsidentin Dilma Rousseff am Freitag auf Twitter. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch schrieb auf ihrer Internetseite: „Eine Stimme der LGBT-Rechte wurde zum Schweigen gebracht.“

Außerdem erschüttert gerade der Staudammbruch in Brasilien das Land.

Wyllys: Verzicht auf dritte Amtszeit unter Bolsonaro-Regierung

Wyllys hatte am Donnerstag in einem Interview der Tageszeitung „Folha de S. Paulo“ erklärt, er werde sein Mandat abgeben und das Land verlassen, da er sich nicht mehr sicher fühle.

Sein eigenes Leben zu erhalten, sei auch eine Strategie für bessere Tage zu kämpfen, schrieb Wyllys am Donnerstag auf Twitter. Wyllys von der Partei für Sozialismus und Freiheit (PSOL) war im Oktober wiedergewählt worden.

Im Februar sollte er eigentlich seine dritte Amtszeit antreten. In der Vergangenheit war er wiederholt mit dem jetzigen Präsidenten Jair Bolsonaro aneinandergeraten. Bolsonaro ist für seine ablehnende Haltung gegenüber Homosexuellen bekannt.

Steigende Gewalt gegen Homosexuelle in Brasilien

Dass Bolsonaro nun Präsident sei, sei nicht der Grund, warum er das Land verlasse, so Wyllys im Interview. Vielmehr gehe es um die generell zunehmende Gewalt gegen Mitglieder der Homosexuellen-, Bisexuellen- und Transsexuellengemeinde. Diese könnten aber durch die offene Ablehnung des Präsidenten einen enormen Schub bekommen haben.

Lesen Sie auch

Präsidentschaftswahl in Brasilien: News-Ticker zum Rechtspopulisten Jair Bolsonaro

Massive Stromausfälle in Teilen Südamerikas. Selbst Züge mussten offenbar anhalten

kah

Kommentare