Kopf-an-Kopf-Rennen vor zweitem TV-Duell

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Am Dienstag treffen sich Mitt Romney (li.) und Barack Obama zum zweiten TV-Duell.

Los Angeles - In den USA laufen sich die Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und Mitt Romney für ihr zweites Fernsehduell am Dienstag warm.

Amtsinhaber Obama lobte am Samstag in seiner wöchentlichen Radioansprache den Erfolg des Rettungsprogramms für die US-Autoindustrie - und zielte damit offensichtlich auf unentschiedene Wähler im US-Staat Ohio, wo viele Zulieferer der Branche beheimatet sind. „Wir haben es abgelehnt, das Handtuch zu werfen und nichts zu tun. Wir haben es abgelehnt, Detroit bankrottgehen zulassen“, sagte Obama laut einer Rede-Mitschrift.

Der Republikaner Romney hatte sich dagegen ausgesprochen, die Autoindustrie mit Regierungsgeldern zu stützen. Noch nie hat ein republikanischer Präsidentschaftskandidat in Ohio verloren und dennoch das Weiße Haus erreicht. Seit seinem starken Auftreten bei der ersten Fernsehdebatte verspürt Romney auch bei Wahlkampfauftritten durch wachsende Besucherzahlen Rückenwind.

Romney vs. Obama: Das TV-Duell in Bildern

Romney vs. Obama: Das TV-Duell in Bildern

„Ich hatte das Vergnügen, hin und her zu reisen in Ohio, und ich war diese Woche auch in Florida und Iowa, ich war in North Carolina und Virginia. Und wissen Sie was? Der Enthusiasmus wird zunehmend lauter“, sagte Romney vor Tausenden Zuhörern am Freitagabend in Lancester. In den von dem Onlineportal Real Clear Politics zusammengefassten Umfragen liegt Romney derzeit landesweit mit 47,3 Prozent knapp vor Obama mit 46,3 Prozent. Obama würde demnach aber aufgrund des US-Wahlrechts, das die Wählerstimmen in den einzelnen US-Staaten auf Wahlmänner überträgt, die erhoffte zweite Amtszeit dennoch erreichen.

Unterdessen wurden Plagiatsvorwürfe gegen Romney laut: Der Drehbuchautor Peter Berg warf dem Herausforderer in einem Schreiben am Freitag vor, den Satz „Mit klarem Blick und vollem Herzen kann man nicht verlieren“ aus der Fernsehserie „Friday Night Lights“ für Wahlkampfposter abgekupfert zu haben. In der Serie motiviert ein Football-Trainer einer texanischen Kleinstadt mit dem Spruch seine Spieler. „Bitte denken Sie sich einen eigenen Wahlkampfslogan aus“, schrieb Berg in dem Brief an Romney.

Beide Kandidaten wollen die verbleibende Zeit bis zum zweiten großen Fernsehauftritt für zielgerichtetes Training nutzen. Obama zog sich dazu in Virginia zurück, Romney übte in der Nähe von Columbus im US-Staat Ohio.

dapd

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